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Aldus
Alembert
Hochzeit erhalten hat. Es wurde unweit S.-Maria Maggiore, in der Gegend,wo ehemals des MäcenaS Garten waren, zur Zeit Clemens VIII. aufgefundenund von da in jene Villa gebracht. (Vgl. Dortiger.) Winckelmann hielt esfür die Hochzeit des Peleus und der Thetis, der Graf Bondy für die des ManliuSund der Julia. — Auch mehre Gelehrte dieses Namens haben sich ausgezeichnet,namentlich Sylvester A. als RechtSgelehrter, und dessen Bruder Thomas,Beide im 16. Jahrh.
A l e (engl.), ein süßes, ohne Hopfen gebrautes, sehr starkes Bier, das inEngland am vorzüglichsten bereitet wird. Eine geringere Art dieses Biers wirdPorter genannt.
Alemannen, d. i. Alle Mannen oder Allerlei Mannen, ein Kriegsblindmehrer deutschen Stämme, die zu Anfange des 3. Jahrh, sich dem römischen Ge-biete näherten. Ihre Wohnsitze erstreckten sich auf der Ostseite des Rheins vomBodensee, der Alb und der Donau bis an den Main und die Lahn ; gegen O. grenz-ten sie an die Sueven, und oberhalb derselben an die Burgunter. Die Hauptvöl-ker des alemannischen Bundes waren die Teucterer, Usipeter, Chanen und Van-gionen. Caracalla focht mit ihnen zuerst am Südrhein (211), ohne sie zu besie-gen ; ebenso ^everus. Erst MapiminuS überwand sie und trieb sie nach Deutsch-land zurück (236). Als sie aber nach dessen Tode wieder in Gallien einfielen, schlugsie PosthumiuS, verfolgte sie bis in Deutschland und befestigte die Grenze mitWällen und Grüben, wovon die Schanzen bei Phöring an der Donau , der durchdas Hohenlohische bis nach Iaxthausen sich hinziehende Wall und der Pfahlgrabenauf der Nordseite des Mains Überbleibsel sind. (LL. Teufelsmauer.) DieAlemannen ließen aber von ihren kriegerischen Streifzügen nicht ab und wurdennach einander von Bollianus, des PosthumiuS Nachfolger, vom Kaiser Probug (282), später von Constantinus Chlorus zurückgeschlagen. Dennoch eroberten siewahrend der Unruhen im Reich, und bis Constantinus einziger Herr der Monar-chie wurde, den Landstrich von Main; bis über Strasburg . Endlich wurde Ju-lian (357) als Casar nach Gallien geschickt. Er vertrieb die Alemannen wiederund zwang ihre Fürsten, deren es damals 8 gab, um Frieden zu bitten. Ihre ge-summte Kriegsmacht betrug in dem Haupttreffen gegen Julian 35,000 M. Alsdie Völkerwanderung eintrat, waren die Alemannen unter den Haufen, welcheGallien überschwemmten. Sie verbreiteten sich am gan;en Westrhein, und in derletzten Hälfte des 5. Jahrh, über ganz Helvetien. Chlodwig endlich brach ihreMacht (196), unterwarf sie und entzog ihnen einen großen Theil ihrer Besitzun-gen. Viele flüchteten sich zu Theodorich, König der Ostgothen, nach Italien undin die Alpen ; die meisten kehrten in ihr Vaterland zurück.
Alembert (Iean-le-Rond d'), einer der berühmtesten Mathematiker undausgezeichnetsten L-teratoren des 18. Jahrh., geb. zu Paris den 16. Nov. 1717,wurde von seinen Altern (welche die Frau von Tencin und der Provinzialcommiffairder Artillerie und Dichter Destouches waren) ausgesetzt. Das Kind schien soschwach, daß der Polizeicommissair, der es aufhob, statt es in das FindelhauS zuschicken, dasselbe der Sorgfalt einer armen Glaserfrau übergab. Vielleicht hatte erdazu einen geheimen Auftrag, denn obwol d'A.'s Ältern sich nie öffentlich zuerken-nen gegeben haben, so entzogen sie ihm doch ihre Sorgfalt nicht, und sein Vatersetzte ihn' in derFolge eine Rente von 1200 Livres aus, eine Summe, welche damalsfür die Bedürfnisse des Lebens hinreichte. Er zeigte viel Gewandtheit und Leicht-igkeit im Lernen; mir seinem 4. Jahre war er in eine Pensionsanstalr gekommenund zählte erst 10 Jahre, als der Unternehmer der Anstalt, ein Mann von Ver-dienst, erklärte, daß er ihn Nichts mehr zu lehren habe. 12 Jahre alt trat er in