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die Landungen der Dänen. Außerdem sorgte er für mehre Bildung seiner Untenha-nen durch Gesetze und Unterricht. Er ließ zu dem Ende die Gesetze seiner Vorfahrenzusammentragen und vermehrte sie, übersetzte selbst die Psalmen, die Äsopischen Fa-beln und a. Schriften in die angelsächsische Sprache, und legte eine schule zu Oxford an. Durch vertrauten Umgang mit den gebildetsten Männern seiner Zeit erwarb ersich viele Kenntnisse, verglich die verschiedenen Nachrichten, die er von ihnen einzog,und wußte sie bei seinem Scharfsinne und seiner Klugheit gut zu benutzen. Ihmbleibt besonders das Verdienst, zu Englands Seemacht den Grund gelegt zu haben.Denn er ließ zuerst Schiffe oder vielmebr Galeeren bauen, die 60 Ruder hatten undnoch einmal so stark waren als die größte» vorher gebräuchlich gewesene» Schiffe.Auch veranstaltete er Entdeckungsreisen nach dem Norden und ins baltische Meer,deren Resultate er in seiner Übersetzung des OrosiuS erzählt. S. d. „Leben Alfr. d.Gr." von Fr. Leop. Gr. zu Stolberg (Münster 1815), und „Gesch. Alfr. d.Gr."aus Turncr'S „Gesch. d. Angelsachsen", übers. v. II. Lorentz (Hamburg 1828).
Algardi (Alexander), Bildhauer, stammte aus einer angesehenen Familiezu Bologna. In der Akademie des Lodovico Caracci gebildet, kam er, 20 I. alt,nach Mantua , wo er Gegenstände in Menge fand, an welchen er sich im Model-liren üben konnte. Der Versuch, Giulio Romano 'e berühmte Gemälde im Pa-läste des I plastisch nachzuahmen, war allein hinreichend, seinen Studien einefalsche Richtung zu geben und ihn, der nur in kleinen Modellen für Goldschmiedesich versuchen konnte, vom Rechten abzuführen. Sein Kunsteiser trieb ihn 1625über Venedig nach Rom. Empseblungcn des Herzogs von Mantua brachten ihnin Verbindung mir dem Card. Ludovffi, Nepoten des Papstes Gregor X V. , dereben die Pracht der Sallustischen Gärten durch Bauten und Bildwerke herstellenließ. Bei ibm fand A. Beschäftigung durch Herstellung alter Marmorwcrke(z. B. eines Merkur , der Beifall fand) und durch Erschaffung neuer. Wichtigerwar, daß er durch den Card. mit s. Landsmanne Domenichino in engere Verbin-dung kam. Modelle in Wachs und für Goldarbeiten, und Ergänzungen alter Werke,die viel nach Frankreich gingen, mußte» damals seinen Lebensbedarf sichern. Erstdie Statue der k. Magdalena für L5.-S llvestro auf dem O.uirinal brachte ihn inden Ruf, daß er auch zu großer» Arbeiten geschickt sei. Immer bekannter und vonEardinälen und Fürsten beschäftigt, suchte ihn der franzos. Hof nacb Paris zu zie-hen. Doch kostete cS dem Fürsten Pamsili wenig Mühe, ihn bleibend an Rom zubinden. Hier starb er, 52 I. alt, am 10. Juni 1654. Inder KircheL.-Gio-vanni de Bolognesi liegt er begraben. Am berühmt«sten unter seinen Werke» ist s.Flucht des Attila, ein Basrelief in Marmor mit lebensgroßen Figuren, das in derPeterskirche über dem Altar des h. Leo die Aufmerksamkeit der Kunstfreunde an-zieht. Bei allen Vorzügen dieser Arbeit, namentlich in der richtigen Zeichnungkraftvoller Figuren, bemerkt man zugleich sein Bestreben, malerische Wirkung her-vorzubringen, und wie Bernini , von dessen Fehlern er jedoch noch entfernt war,gleichsam in Marmor zu malen, also den Einfluß der Caracci'schcn Schule. SeineKinder, durch derbere Formen ausgezeichnet und sonach der Antike näherstehend,werden denen des O.ueSnoy beinahe gleich geschätzt; ja sein Schlasgott von >,<noanliuo in der Villa Borghese hat oft für alt gelten müssen. Das Basrelief dieFlucht des Attila, ist oft und zuletzt in Cicognara's „btoria clella Leollum" inKupfer gestochen. 19.
Algarotti (Franeeöoo, Graf), geb. zu Venedig am 11. Der. 1752, einItalien . Schriftsteller, der das Studium der ernster» Wissenschaften mit der Aus-übung der Künste verband. Er studirte zu Rom, Venedig und Bologna vorzüglichMathematik, Geometrie, Astronomie, Philosophie und Physik. Dieser letzter» Wis-senschaft und der Anatomie widmete er sich mit Vorliebe. Vertraut mit der latcin.und griech. Sprache, lvandte er großen Fleiß auf die toscan. Mund- und Schreibart.