Ali
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Algen
derson'S „Illernenis ok slxel'e" lCambridge 1740, 2 Bde., 4.; französ. durchIancourt, Llmsterdam 1756). Clairaut's „Ltlgebra", die zuerst 1746 herauskam,ist mehrmals aufgelegt, ne. e I>ch in 2 Ddn. von Lacroir, mit Aumerk. vonLagrange und Laplace (teutsch von Mylius, 1752; 2. AuSg. von Tempelhof ,1778, mit Zusahen). Die deutschen Lehrbücher von Tegncr, Kästner, Tempel-hof, Pasguich und Llndern sind bekannt. Anfängern ist zu empfehlen Busse's„Erster Unterricht in der algebr. Auflösung arithm. und gconietr. Zlufgab." (Dessau 1782, 2 Bde.). — Bszout hat die Algebra in der 2. Abtheil. seines trefflichenWerks: „(ä)>ir.<; lies I»mlis'nn>ligne8 !> I'vsu^e ele I.a inuriiie et clo I'ai iülei >k"(2. Aufl. durch Pcyrard, Paris 1800), gut vorgetragen. Auch enthält der ersteBd. von Vega'S, „Vorlesungen über die Mathematik" (3. Aufl., Wien 1802)eine gründ!. Anlest. zur gem. Rechenkunst und Algebra. — Eine vortreffl. algebr.„Beispielsammlung" hat gegeben MeierHirscb (2. Aufl., Berlin 1811). I). >.
Alge n. Wenn Pflanzensaft ins Wasser kommt, so kann es ein Alge, wieder Pflanzensaft in der Luft ein Pilz werden. Die Mecralgen sind größer, festerund besser gestaltet als die Algen im süßen Wasser. Alle organische Substanzen,welche i»S Wasser fallen, verwandeln sich in Schleimknollen oder Fäden, die oftsehr fein beginnen. Auch im Meere gibt esWasserfäden. Die Meerwurzlcr heißenTange. Sie sind breite, viele Ellen lange, braunschwärzliche, auf Stein oderHolz mit einem Ende festsitzende Bänder. An sehr seichten Meerufern werfen dieStürme diesen Tang in großen Massen ans Land. Kluge Uferbewohner benutztenlängst diesen Tang bald zumKelpbrennen, bald zum Dünger, unk vermehrte» da-durch die Fruchtbarkeit ihrer 'Acker. Noch klügere trocknen fetzt den Taug au denKüste» von Deutschland und Dänemark , dreschen den Staub aus und nutzen ihndann auf Jahre statt der Federn und Daune» in Betten, Matratzen und Sitzkissen.Bis in die Mitte Deutschlands und in der Levante nutzt man schon diese Entdeckung,aber noch nicht in England, dessen sowie Schottlands Küsten so reich an Algen sind,ausgenommen zum Kelpbrennen und zur Mischung von Düngerden.
Ali, Pascha von Janina (Tepeleni), der kühnste und verschlagenste Re-bell gegen die Pforte, für sein Land ein kluger und thätiger Regent, als Kriegerentschlossen und tapfer, als Mensch ein Teufel. Sein an sich denkwürdiges Lebengibt zugleich ein Bild von dem Zustande des türkischen Reichs und von dem Schick-sale Griechenlands. Geb. zu Tepeleni in Albanien 1741, aus dem Geschlechteder Häuptlinge eines unabhängigen mohammedanischen Stammes, der Toczidcn,der Enkel eines von der Pforte ernannten Bey, schwang sich A. aus einem Ab-grunde von Unglück durch außerordentliche Geistesstärke und List, die vor keinerGefahr wie vor keinem Verbrechen zurückwich, auf den Gipfel fürstlicher Unab-hängigkeit. Seinem Vater hatten die benachbarten Paschen fast alle Besitzungenentrissen. Nach dessen Tode stellte den 16jährigen A. seine Mutter, eine kriegeri-sche und grausame Albaneserin, an die Spitze ihrer Anhänger. Er wurde geschla-gen und gefangen, aber seine Schönheit und Lebhaftigkeit rührten den Kurd Paschaso, daß er ihn nach einer Züchtigung wieder entließ. Bald griff A. aufs neue zuden Waffen und trieb Räuberei, war aber so unglücklich, daß er in die Gebirgefloh, wo er, um nicht zu verhungern, seinen Säbel verpfändete. In diesemZustande rieth ihm seine Mutter mit stolzer Verachtung: er solle einen Weiber-rock anziehen und ünHarem dienen. Daraufzog er abermals aufKrieg und Beuteaus. Doch gänzlich geschlagen, verbarg er sich in einem eingefallenen Gebäude,wo er, über sein Schicksal brütend, ohne zu wissen, was er that, die Erde miteinem Stocke aufwühlte. Da stieß er auf etwas Hartes und fand ein Kästchenmit Gold. Mit diesem Schatze warb er 2000 M., erfocht hierauf seinen erstenSieg und kehrte im Triumph nach Tepeleni zurück. Seitdem war er fortdauernd
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