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Allegri Allegro
wild: wenn ferner das besondere, welches das Allgemeine darstellt, selbst in sei- jnen Formen Idealität besitzt und sich über die Prosa des gemeinen Lebens erhebt; ^endlich wenn eine belebende Einheit über dem Ganzen waltet. — Als Beispiel der i
poetischen Allegorie, als eines selbständigen Kunstwerks, betrachte man die be- ^
kannte Ode des Horaz, I, 1t, in welcher dieser Dichter den römischen Staat und >
seinen Zustand unter dein ausgemalten und gehaltenen Bilde eines Schiffes mit !
poetischer Lebendigkeit, d. i. durch Handlung, schildert: die Sorge von Herder; die !bekannte Erzählung pon den 3 Ringen, welche auch Lezsing in sinnen „Nathan"pcrwebt hat; auch gehören hierher viele Fabeln und Parabeln, denn nicht alle sindan sich schon weder poetisch, noch in dem oben aufgestellten Sinne Allegorien — die„Vogel" des AristophaneS, Götbe'S „EpimenideS " — denn in allen Dichtungsartenkann die Allegorie auftreten. Als Beispiel einer Allegorie in der bildenden Kunst,in welcher terGebrauch der Allegorie überhaupkmehraufPersonisieirung beschränktist, weil die bildende Kunst durch Gestalten darstellt, gilt Guido'S Fortuna, die ^
der geflügelte Knabe spielend bei den Haaren saßt. Hierher würden auch gehörenallegorische BalletS und Pantomimen. Die weitere Verschiedenheit der 'Allegoriein diesen verschiedenen Künsten und ihren Formen läßt sich nur aus dem Wesen der-selben erkennen und ableiten, welche Untersuchung hier zu weitläuskig werden würde. '(Man vergl. Lessing'S, Herder'S, Winckelmann'S und Moritz'S Abhandl. und Be-merk. über Allegorie.) Daß übrigens die Allegorie häufiger in der neuern christli-chen Kunst als in der alten, der Griechen und Römer besonders, vorkomme, liegtin dem Charakter und der Denkweise des Alterthums und der christlichen Zeit, undist vorzüglich durch die ihnen zum Grunde liegenden verschiedenen religiösen Welt-ansichten zu begreifen, von denen jene sich mehr von dem Individuellen zu demIdealen erhob, diese dagegen von dem Geistigen ausging, weßhalb in Ermange-lung einer vielseitigen Mythologie die Kunst die Gestaltung ihrer Ideen unk Er-findung ihrer Stoffe der freien Phantasie überlassen mußte. Man verak. inletzterer Hinsicht: Antik und Modern, und in Beziehung auf das Symboli-sche: LLynibol. 1.
Allegri (Gregorio), geb. zu Rom 1590, gest. daselbst 1610, ein Sän-ger in der päpstl. Capelle, der noch jetzt i» Italien als einer der geachtetsten Geding-componisten damaliger Zeit betrachtet wird, war ein Lchüler Nanini'S. B son-ders berühmt hat ihn dasMisererc gemacht, welches jährlich in der heil.W.'che,Mittwochs Nachmittags um 1 Uhr in 2 Chören von 9 Sängern einstimmig ir derSirtinischen Capelle in Roni gesungen, und welchem eine außerordentliche Wir-kung zugeschrieben wurde. Die Composition wurde sonst so heilig gehalten, daß "Derjenige den Bann befürchten mußte, der sie abzuschreiben gewagt hätte. M:zartübertrat jedoch das Verbot, indem er nach zweimaligem Hören eine mit dem ^Ori-ginal übereinstimmende Copie aufsetzte. 1771 erschien es zu London im Stich und1810 zuParis in der „OoIIeclinu >!<-, <1.,-ick(z»e->". 1773 empfing derKönig vonEngland eine Abschrift von demPapste selbst zum Geschenk. Nach derBehaup imgdes gegenwärtigen CapellmeisterS oder Chordirectors Daini soll das MiserercvonA. nicht vollständig in Stimmen gesetzt worden sein, sondern nur die Baßstinmeder ersten 18 oder 20 Takte, alles Übrige aber soll eine successive Zuthat der Sän-ger sein. Ali Anfang des 18. Jahrh, sei aber die damalige Singweise auf päpstli-chen Befehl als Norm festgesetzt worden. Nie aber habe eine Partitur exikirt.
Sievers in der „Cäcilie", 1825, Nr. 5.
Allegro munter, hurtig), der vierte von den Hauptgraden der mnsrali-schen Bewegung. S. Te m p o.) Ei» Allegro, ein Stück, das in einer schnelernBewegung gespielt werden soll. Der Vertrag ersodert Kraft und Nachdruck —
Alleg rette, die musikalische Bewegung zwischen Allegro und Andanlino (in dergewöhnlichen Bedeutung dieses Wortes), mithin etwas langsamer als Alleground