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Erster Band. A bis Bl.
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Alleinslehre Allianz

etwas geschwinder als Andantino. Man sagt auch ein A l l e g r e t t o. Durch Zu-sätze bezeichnet man noch genauer die Art der Schnelligkeit, z. B. -Vlle^r. maestoso(würdevolles Allegro).

Al l e i n s l e h r e, s. Pantheismus.

Allem ande, 1) der bekannte, ursprünglich deutsche, fröhliche Tanz;2) eine sehr muntere Tanzmelodie im P-Takt, welche viel Ähnliches mtt denr franz.Tambourm hat.

AllerchristlichsieMajesiät, ein Titel, den schon mehre ältere Königevon Frankreich (namentlich Pipin der Kurze) geführt haben, der ihnen aber erst1-159 (Ludwig X I .) vom Papst Paul I I. beigelegt worden ist. Nach Andern gabPiuS II. diesen Titel dem Könige von Frankreich, Ludwig XI. , um die abschlägigeAntwort des Papstes auf des Königs Verlangen, daß der Papst, als neapolitan.Lehnsherr, wider den König Ferdinand von Neapel , des franz. Königs Vetter, denPrinzen Johann von Calabrien, unterstützen möge, dem Könige weniger unange-nehm zu machen. Mit dem Titel: Allergetreuesie Majestät, hat derPapst Benedier XIV. 11 t8 die Anhänglichkeit des Königs Johann V. von Portu-gal an die römische Kirche belohnt. Der Titel: Allerheiligster Vater, ge-hört dem römischen Papste.

A l l e r h e i l i g ste S, bei den Katholiken die in einem - gewöhnlich glänzen-den) Gefäße zur Anbetung ausgestellte geweibte lconsecrirte Hostie. Vgl. M o n-stranz.) Bei den Juden nannte man den abgesonderten Theil in der -Ltiftshiirkeoder später im Tempel, wo die BundeSlade stand, und in welches der Priester jähr-lich nur einmal treten durfte, dasAIlerheiligste. — Nachdem die Christenverfol-gungen im 4. Jahrh, im römischen Reiche aufgehört hatten, wurde der Lwnniagnach Pfingsten bestimmt, um das Andenken der heil. Märtyrer zu erneuern. Chry-sostomus hat uns in der 14. Homilie ( I nm. I. Franks.) ein Muster einer solchenRede hinterlassen, woraus man zugleich sieht, wie weit man um 380 noch von ihrerAnrufung entfernt war. Die abendländische Kirche bekam dieses Fest erst um 610von BonisaciuS l V. Der Kaiser Phokas hatte jenem Papste da? Pantheon in Rom geschenkt. Dieser machte eine Kirche daraus und weihet? solche den 4. März zurEhre der Maria und aller Märtyrer. Unter dem Namen Ilxwml.i oder älaria <lelVhn liU ist diese Kirche noch vorbanden. Gregor I V. legte 835 die Feier auf den1. November und machte die Änderung, daß sie überhaupt allen Heiligen und auchden Engeln heilig sein sollte. Damit sie allgemein würde, ersuchte Gregor denKaiser Ludwig den Frommen um die Bestätigung. Gegen 840 findet man dasAllerheiligenfest schon in dem Calender des römischen Mönchs Wandelbert. Gegen810 wurde es in England eingeführt.

Allianz, ein Bündnis, zwischen 2 oder mehren Staaten. Man theiltdie Allianzen in Offenstv- und Dcfcnsivallianzen, oder Trutz- und Schutzbündnis.Die erster» sind zum Angriffe eines gemeinschaftlichen Feindes, die andern zurVertheidigung gegen die Angriffe desselben bestimmt; nicht selten vereinigen die Al-lianzen beide Eigenschaften. Die erster» pflegen gewöhnlich nur gegen einen be-stimmten Feind, die Defensivallianzen dagegen unbestimmt gegen jeden Angreifergerichtet zu sein. Überhaupt zerfallen die Allianzen, was die Rechte und Verpflich-tungen sowol der Allnrten unter sich, als auch das Verhältniß derselben zu demFeinde betrifft, in 3 Hauptclasscn, nämlich: 1) in sogen. Kriegsgemeinschaft —-itt-ü-I,' gun-rre, al!ü,»,'e ponr faire In guerre <-n onmnnni —, wenn beideTheile sich verpflichten, mit ihrer ganzen Macht den Krieg gegen den gemeinschaft-lichen Feind zu führen, wodurch alsdann jede der allnrten Machte als hauptkrieg-sührende Macht angesehen wird; 2 in Auxiliarallianzen (Hülssbündnisse) im en-gern -i^inne, wenn die Allnrten sich wechselseitig nur zu einer bestimmten Hülfeverpflichten, wo also eintretenden Falls nur die eine der verbündeten Machte als