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Erster Band. A bis Bl.
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Almarco

Allopathie

dem Lehnsherrn ein Theil des Werths zur Entschädigung gegeben werden, oder eswird eine fixe jährliche Abgabe > Kanon! aus das Gut gelegt. 37.

» Allopathie, Gegensatz der Homöopathie (f. d.).

A l l o r i. Diesen Namen führte der auch mit dem Beinamen Bronzino belegte fteeffe und Schüler des Bronzino: Alcssandro A., ein Maler der sto-rentinischen Schule, der sich ganz auf die Nachahmung Michel Angelo'S legte undalle nicht anatomischen Studien verwarf. Auch schrieb er eine Abhandlung, diemalerische Anatomie betreffend. Er war zu Florenz 1535 geb. und starb 1607.Sein Sohn Eristosoro, geb. zu Florenz 1577, entfernte sich von seines VatersManier und folgte dem Grcgorio Pagani. Doch malte er meist Landschaften undPortraits; von letzter« viele für die florentiner Galerie. Seine Judith im Pa-last Pitii und mehre andre Gemälde, sowie seine Copicn der Magdalena des Cor-reggio, sind berühmt. Er starb 1621.

A llruncn, Alraunen, nannten die alten Deutschen gewisse Frauen,denen sie eine geheime Wissenschaft zuschrieben; von all (sehr, viel) und runen(wissen). Sie hießen auch Druden oder Truhten, und waren Genossinnender alten Vernunftweisen, welche dieselben Namen führten. In der Folgewurden sie von Mönchen und Geistlichen für Hexen, Zauberer, Unholden, ge-halten und oft als TeufelSgenossinne» zum Feuer verunheilt. Einem noch jetztnickt ganz erloschenen DolkSaberglauben zufolge sind die Alraunen auch eineArt von Aauberwurzeln, von menschlicher Form, die nur auf Richtstättenwachsen, daher Galgenmännlein, nur von gewissen Personen zu bestimmten Zei-ten und unter mancherlei schwer zu erfüllenden Bedingungen gefunden werdenkönnen, und deren Besitz, unter andern übernatürlichen Gaben, auch die Fähig-keit, verborgene schätze aufzufinden, verleiht.

A l l u v i o n S re ch t, das Anschwemmungsrecht, oder das Recht der Ufer-bewohner, sich das durch die Gewalt des Flusses von andern Ufern abgerissene undan das ihrige angesetzte Land zuzueignen. Es gibt ferner Allusionen, die theilsdas Meer durch Zurücktreten, theils durch allmäliges Erhöhen eines Uferbodensbildet. Auch bilden die Flüsse oft Inseln durch Niederschlug, wenn der Flusi auf-bort schnell zu stießen. In beiden Arten pflegt die Allusion gemeiniglich durchStaatSgesctze dem Souvcrain vorbehalten zu werden.

Almanach, 1 ein aus einem Blatte bestehender Wandealender (s. Ealen-der): 2) der Titel verschiedener Taschenbücher, z. B. Musenalmanach u. a., vonwelchen mit jedem Jahre eine Fortsetzung erscheint, deren Inhalt gewöhnlich ausErzählungen, GcAchten, Räthseln w. bcstcbt. Einige erklären das Wort so: Eslebte ini 3. Jahrh, im heutigen Brciagnc ein gelehrter Mönch, Guinklan, welcherjährlich ein kleines Buch von dem Laufe der Sonne und des Mondes verfertigte,welches er durcb Abschreiber vervielfältigen ließ. Es führte in der ccliischen Spracheden Titel: „l)l>ip;onoi, n! ni.inab Ouiuletui," (Vorhervcrkündigunzen desMönchsG.). Diesen Titel verkürzte man in Almanach (der Mönch oder des Mönchs).Nach einer andern Ableitung kommt dieser Name von den viereckigen Stöcken her,aus welchen die alten Sachsen, ehe man geschriebene Calendcr hatte, den jährlichenMondSwechsel eingruben. Diese Stöcke nannte manälcm-.-igln" (jedesMonats Beachtung), und abgekürzt: Almanach. Die natürlichste Ableitung istaus dem Arab.: „ckl äla».-,!,", d. h. Zählung, Berechnung. Im Morgenlandeist diese Benennung für Calender schon längst üblich. 11.

Almarco (iral.) zeigt beim Münzwesen und Gcldhandel an, daß eine ge-wisse Anzahl von ausgeprägten Münzsorten Mir im Ganzen nach dem Gewicht derMark bei der Münze auSgestückelt und beim Geldhandel angenommen wird; oderdaß man bei Abwägung und Würdigung der Münzsorten nickt aufdaS Gewicht undden Werth der einzelnen Stücke, sondern auf die ganze Mark Rücksicht nimmt.