Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Alpenstraßen

scheu 7llpen reichen vom Terglou zwischen dem rechten Ufer der Save , Kulpa »nddem adriat. Meere bis zum Felsen Klek bei Zcng, und scheiten die Lombardei vonIllyrien . Der Terglou erhebt sich 9744, der Loibl 42KK Fuß hoch. Zu denselbengehören der Karst und die kroatischen und slowenischen Gebirge. 10) Die dinariscbcnAlpen, vom Klek bis in die Gegend von Sophia, wo sie mit dem Balkan zusam-menstoßen und durch verschiedene Verberge das hellenische und rumelische Gebirgs-svstcm bilden. — Das Gebirge wird in s. verschiedenen Zweigen von wenigstens 7Mill. Menschen bewohnt, wovon der größere Theil deutscher Abstammung ist,der Rest aber zu den Italienern und Slawen gehört; mehr als 2 Mill. sind Hirten-völker, die sich der Viehzucht widmen. Die norischen, karmschen und rkatischenAlpen sind an ihren Abhängen metallreich, besonders an Eisen, Kupfer, Blei undmancherlei Halbmetallen; auf ibren Gipfeln wohnen Steinböcke, die jedoch äußerstselten geworden, in ihren mittlern Regionen Gemsen, Murmelkhiere, Haselmäuse,Alpenadler, und hier entfaltet sich auch die schöne Alpenflora, die auf den Gipfelnnach und nach erstirbt. (S. Alpen strafen.) Was den innern Ban oder diegcognostische Constikution der Alpen betrifft, so ist dieselbe im Allgemeinensehr regelmäßig; nördl. und südl. zeigt sich eine steile, fast senkrecht abfallende Mauer;eine Hügelkette von Sandstein laust zwar an derselben hin, es erreicht aber dieselbeeine nur wenig bedeutende Höhe und gehört geognostisch nicht dem eigentlichenAlpengebilde an. Diese so steil abgeschnittene GebirgSmaffe wird aus einer Central-und aus 2Kalkketten gebildet, deren GebirgShöhen und Gebirgsmassen von S.W.S. nach L). N. L). streichen; letztere beide laufen bei Turin und etwas südlich vonGenf aus, und hören hier aus die Centralkette zu begleiten. Diese ist aus den älte-sten Gebirgsformationen gebildet. Gneis und Granit nehmen den ganzen mittlernZug des AlpengebirgS ein und bilden den Körper des hohen, mehr oder weniger brei-ten GebirgSkammeS, der, mit unendlich vielen Gipfeln, Zacken, Hörnern und Eis-ebenen bedeckt, nur an wenigen Punkten einen etwas bequemen Übergang zuläßt.Auf dieser Gräte, die auch die Wasserscheide ist, liegen die höchste» der oben ge-nannten Berge. Diese Formation ist besonders reich an schönen Gesteinen; Gneis,Kalkstein, Glimmerschieferund Granit sind die Hauptgebirgsarten derselben. Aufselbige folgt, sowol auf der Nord- als Südseite, die Schieferformation, die sichbedeutend erhebt, ohne jedoch zu den höchsten Punkten anzusteigen; sie bestehtvorzüglich au? Tafel-, Wetz-, Kieselschiefer, Grauwacke und aus dem sogenann-ten HochgebirgSkalkstein; in derselben finden sich auch Erzlagerstätten, besondersdie berühmten ^patheisensteinmassen SteicrmarkS. Die Porphprformation er-scheint nur an der Südseite der Alpen , besonders in Tirol, wo sie ein weites,niedriges Plateau bildet. Da? jüngste Glied der Centralkette endlich ist der äl-tere oder rothe Sandstein, bestehend aus einem gröber«, oft breccien- oder con-glomeratartigen, oder feinern, rotken oder grauen Sandstein.— Die Kalkalpen -ketten erheben sich nördlich und südlich aus dem niedern Fuße der Centralkettesteil und höchst pittoresk hervor, constituirt durch Alpen - oder ältern Flötzkalkstein,Mergel, GypS, Thon, Steinsalz. Trapp, Porphvr, auch Mandelstein und Conglo-mcrat; charakteristisch sind auch Erzlagerstätten von Gallnici, Bleiglanz undThoneisenstein. — An die Kalkkette lehnen sich die jünger» Formationen desJura (s. d.), der schwäbischen Alp u. s. w. S.Ebel, „Über den Bau der Erdein dem Alpengebirge" (2 Bde., Zürich 1808 . Kastenhofer'S „Bemerkungenauf einer Alpenreise" (Arau 1822), wichtig zur Kenntniß der Alpenwirtbschaftund des berner HochgebiraS, führen durch weniger bekannte Gegenden. Für dieNaturgeschichte der Alpen haben die Alpenreisen des Naturforschers Hugi ausSolotburn in d. I. 1828 fg. wissenschaftl. Ausbeute gegeben.

Alpenstraßen. Das dauerhafteste Denkmal, welches Napoleon seinerMacht und Politik errichtet hat, sind 4 Gcbirgskunsisiraßen, welche Savopen,