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Erster Band. A bis Bl.
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der Dinge 1813 wurde er vorzüglich in der innern Verwaltung beschäftigt. 1815begleitete er den Staatskanzler nach Paris und leitete dort die preußischen Re-clamationen. 1818 bereiste er als einer der 3 Commissarien, welche die Über-bleibsel früherer landständischen Verfassungen in den preußischen Landen auf-nehmen sollten, die westfälischen und rheinische» Provinzen. Nach Beendigungdieses Geschäfts wurde er im nämlichen Jahre zum Minister des Cultus er-nannt, und hat als solcher sich neue Verdienste um den Staat und die Wissen-schaften erworben, besonders durch die unter seiner Leitung gestiftete UniversitätBonn , sowie durch den Schutz und die Sorgfalt, die er den Hochschulen über-haupt und allen Bildungsanstalten angedeihen läßt, in welcher Hinsicht derpreuß. Staat mehr thut als irgend einer in Europa . Die kürzlich (1825) gegendie Umgriffe einer Aftcrpietät und eines verfinsternden Mysticismus im König-reich Preußen erlassene Verordnung ist auch das Werk dieses hochverdientenStaatsmannes.

Altenzelle, ehemaliges Cistercienserkloster an der freibergischcn Mulde,zwischen Döbeln und Rossen, wurde 11K2 von Markgraf Otto dem Reichen vonMeißen gestiftet, reich begab: und 1175 mit Mönchen aus dem Kloster Pforta besetzt. Es zeichnete sich durch einen lebendigen Sinn für Wissenschaft und Li-teratur aus, und seine schon im 14. Jahrh, blühende Klosterschule ist als die erstesächsische Biltungsanstalt von Werth zu betrachten. Mit vorzüglicher Achtungist der Abt Martin von Lochau (1493 —1522) zu nennen, welcher nicht nurein Seminarium für die sächsischen Cistercienserklöster im Bernhardinercollegiumzu Leipzig stiftete, sondern auch die Bibliothek des Klosters zum Range der erstendamals in ganz Sachsen befindlichen erhob. Besondere vaterländische Bedeutsam-keit erhielt das Kloster auch durch die 1347 von Markgraf Friedrich dem Ernstenim Bezirk der Klostermauern erbaute Fürstencapelle, in welcher die Leichen derlandesherrlichen Familie von Markgraf Otto dem Reichen an bis auf Friedrichden Strengen beigesetzt wurden. Als 1544 das Kloster sccularisirt wurde, erhieltman doch die Stiftskirche und die anstoßende Fürstencapelle fortwährend in bau-lichem Wesen, bis 1599 beide von einem Blitzstrahl entzündet und in Asche ge-legt wurden. Der schon von Johann Georg I I. beabsichtigte Wiederaufbau derFürstencapelle wurde 1787 vom König Friedrich August auf eine würdige Weiseausgeführt. In der von einem schönen Park umgebenen Todtenhalle erhebt sichein aus sächsischem Marmor gefertigtes Monument mit lateinischen Inschriften,welche die Namen und Todesjahre der fürstlichen Personen anzeigen, deren Ge-beine in der dahinter befindlichen Fürstengrust in 5 steinernen, auf einem einfachenPiedestale stehenden Urnen gesammelt und beigesetzt sind. S. „Altenzelle", vonHeinrich MartiuS (Freiberg 1821). 52.

Alter, eine bestimmte Anzahl von Jahren. Das Leben des Menschen vonseiner Geburt bis zu seinem Tode geht durch verschiedene Zeiträume, welche manLebensalter nennt. Man nimmt meistens 4 an: 1) Die Kindheit, vom 1. bis14. Jahre. Sie besteht aus 2 Abtheilungen. Die erste enthält: .-,) die eigent-liche Kindheit oder inlänli». von der Geburt an bis ungefähr zum 7. Monate,l>) von da an bis in das 2. Jahr (die erste Zahnperiode), o) vom 4. bis zum 7.Jahre (die zweite Zahnperiode). Die zweite Abkheil. der Kindheit ist das Knaben-und Mädchenalter. Sie sängt mit dem 7. Jahre an und geht bei dem weibl. Ge-schlechte bis ungefähr zum 11. oder 12., bei dem inännl. bis zum 14. oder 15.,oder bis zur Entwickelung der Mannbarkeit (Pubertät). 2) Das Jünglings- undMädchenalter, oder das Alter der Mannbarkeit, sängt da an, wo das vorige en-dete, und erstreckt sich in den gemäßigten Himmelsstrichen bei dem weibl. Geschlechtebis in das 20., bei dem männl. bis in das 25. Jahr. 3) Das Lebensalter derErwachsenen, oder das sogenannte Mannsalter. Hier steht die Natur scheinbar