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Erster Band. A bis Bl.
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ÄmiliuS

Amme

— Allein dieser Friede fand bald in England allgemeine Mißbilligung. Denn dererste Consiil rüstete eine grosse Expedition nach Lt.-Domingo aus und wollte inallen irländischen Häfen franz. Consulate errichten. Dagegen weigerte sich Groß-britannien, Ägypten und Malta zu räumen, weil es behauptete, Frankreich bedroheersteres, wozu Sebastiani's übereilter Bericht von seiner Sendung nach Ägypten Veranlassung darbot. Am 10. Mai 1803 übergab der englische Hof sein Ultima-tum zur Ausgleichung aller neuen Differenzen beider Staaten, verlangte Entschädi-gung für den vom Continent vertriebenen König von Sardin en, Einräumung derInsel Lampedusa und daß die franz. Truppen das Gebiet der batavischen und derhelvetischen Republik räumen sollten. Dies schlug die franz. Regierung ab, und derlondner Hof erklärte derselben am 18. Mai 1803 von neuem den Krieg.

A m i l i u S (Paulus), mit dem Beinamen Macedonicus, ein edler Römeraus dem alten Geschlechte der Ämilier. Er überwand den PerseuS, König inMa-cedonien, und hielt deßwegen 580 nach Erb. derLtadt (168 v. Chr.) einen gro-ßen Triumph. Während desselben starben 2 seiner Lehne, deren Tod er hoch-herzigertrug, und den Göttern dankte, daß sie dieselben zum Opfer gewählt, denWechsel des römischen Glücks abzuwenden. Er war der Vater des berühmtenSeipio AfricanuS des Jüngern. Lein Vater, gleiches Namens, ein ebenso tapfe-rer als edler Mann, fiel als Consul und Feldherr im zweiten punischen Kriege, inder Lchlacht bei Cannä , 216 v. Chr.

A miot (Pater), ein franz. Jesuit, geb. 1718 zuToulon, war Missionnairin Pekmg und trug zu einer genauern Kenntniß Chinas viel bei. Ihm verdankenwir die auSgebreiteisten Belehrungen über die Alterthümer, die Geschichte, Spracheund die Künste der Chinesen. 1750 kam er zu Macao an und ging im folg. Jahreaus Befehl des Kaisers nach Peking , wo er bis an seinen Tod 1794 blieb. Einanhaltendes Studium machte ihn mit der chinesischen und tatarischen Sprache ver-traut, dadurch konnte er China unmittelbar aus den O.uellen kennen lernen. Diemeisten seiner schätzbare» Arbeiten, welche die Charakterschrift, die Kriegskunst,die Musik :e. der Chinesen betreffen, ferner eine Lebensbeschreibung des ConfuciuS,eine tatar- mamschuischeGrammatik ic., befinden sich in den „Uen»>i,<-8,-«neer-»uni I lnsloii,'. los !wchn>.'>'5 et lo.i in Is >le8 l'.niuoiich, deren zehnter Theil sei-nen Antheil an den ersten 10 Bänden, in 11 Columnen verzeichnet, angibt. Außer-dem schrieb er die „ickngcs do VouOOn", welche de GuigneS, und taS„liio-liuninchv luvn nI,dienn - se^iwui!,", welches Längss herausgegeben hat. —Ein älterer franz. Schriftsteller gl. N., der 1593, 79 Jahre alt, als BischofvonAuxerre starb, ist durch seine noch immer sehr geachteten Übersetzungen des Plu-tarch, des Diodor ic. auch dem Auslande bekannt.

A m man, in der Schweiz und in Oberdeutschland so viel als Amtmann,Stadwoigt, Lchulrheiß. Der Obervoigt einer Provinz heißt Landamnian.

A m m e. Die Natur legt der Mutter die Pflicht auf, dem Neugeborenendie Mutterbrust nicht zu versagen; daher der Andrang von Blut, der sich bald nachder Entbindung nach den Brüsten hin einstellt, und die vermehrte LebcnSthätigkeit,die sich hier regt, und die Absonderung der Milch, der ersten naturgemäßen Nah-rung des Neugeborenen. Wie jede naturgemäße Handlung mit Vergnügen undLust verknüpft ist, so auch das Säugen, was noch fortwährend eine Verbindungzwischen Mutter und Kind enthält, die während der Lchwangerschaft zwar engerwar, aber auch deßhalb den Einrichtungen der Natur gemäß nicht plötzlich gelöstwerden soll. —Mutier und Kind erfahren daher nachtheilige Folgen, wenn diesNaturgesetz nicht befolgt wird. Die Erste wird dadurch zu eine, großen Menge vonKrankheiten geneigter. Entzündungen, Vereiterungen, Verhärtungen und Krebsder Brüste, zu reichliche und erschöpfende Lochten, Entzündungen des Uterus, derOvarien u. a. Organe des Unterleibes, welche bald das Kindbelleriuneiisicber be-