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Erster Band. A bis Bl.
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Anatomie der Pflanzen Anaxagoras

Knochcnsystem des Körpers, gereinigt von allen anhängenden Muskeln, Flechsenund a. Theilen, dargestellt und ein Skelett genannt; so werden die Muskeln, Ner-ven, die Eingeweide, die Gefäße derselben und ihre Vertheilung entblößt, um ihrebesondere Bauart deutlich einzusehen. Zu diesen Arbeiten gehören schon hinläng-liche anatomische Kenntnisse, und gewöhnlich verrichtet stc auf Akademien derPro-secror (Zergliederet) vor den Lehrstunden, damit in denselben der Lehrer der Anatomiedie Präparate vorzeigen und erklären kann. Über d. vergleich. Anat. s. Cuvier u.Weber's „Handb. der vergleich. Osteologie" (2 Thle., Bonn 1824 fg.) ll.

Anatomie der Pflanzen, s. Pslanzenanatomie.

Anatomische Präparate. Thierische Körper und Körpertheile, wel-che nach der verlorenen Vitalität sich zu neuen Verbindungen aus ihrem jetzigen Zu-stande aufzulösen streben, können durch die menschliche Kunst substantiell erhaltenwerden. Für den Arzt ist es wichtig, die durch Krankheit verletzten Organisationen,zur Festsetzung der ärztlichen Behandlung in ähnlichen Fällen, in ihrem krankhaftbeschädigten Zustande, und zum Gegenstück das nämliche Organ in unbeschädigtemZustande sich zu erhalten: ebenso dienen die anatom. Präparate von acsundenKör-pertheilen zum anatomischen Unterricht. Man bewahrt die anatom. Präparate ent-weder durch AuStrocknung, wie kein, Skelett, oder in Flüssigkeiten, z. B. in Wein-geist, Terpentinöl u. s. w. aus, wie bei Eingeweide» und den übrigen weichen Thei-len des Körpers, oder endlich durch Injcction (Einspritzung). Das Einspritzen wirdbei Gefäßen angewandt, deren Gang und Vertheilung man deutlich machen, und de-ren Form man erhalten will. Der Anfang des Gefäßes, z. B. die Aorta bei den Ar-terien, wird mittelst einer spritze mit irgend einer weichen gefärbten Masse ange-füllt, welche alsdann sich in alle Äste und Zweige der Gefäße vertheilt, sie aufkreibtund sichtbar macht. Die feinsten Haargesäßchen können auf diese Weise deutlichdargestellt werden. ,Die einzuspritzende Masse besteht gewöhnlich aus einem Gemischvon Seife, Pech, Ol und Terpentin, denen eine färbende Substanz zugesetzt wird,z. B. roth für die Arterie», grün oder blau für die Denen, weiß für die Lymphgefäße.Für sehr feine Gefäße, ;. B. die einsaugenden Lympbgefäße nimmt man Quecksil-ber wegen seiner äußersten Theilbarkeit. Trockene Präparate sind die von allen wei-chen Theilen gereinigten, ausgekochten und gebleichten Knochen, die natürlichen Ske-lette und die mit einem deckenden, aber durchsichtigen Firniß überzogenen weichenGebilde, wie Muskel», Eingeweide w. Je schneller die AuStrocknung der zu Präpa-raten bestimmten Organe möglich ist, desto besser werden sie sich erhalten. Der Al-kohol von 16— 22°, je farbloser er ist, erhält die Präparate um so besser. Sobalder stärker ist, zerstört er alle Farben. Auch nimmt man Weingeist, der über Pfeffer-oder sehr starken Piment abgezogen worden, mit etwas Salzsäure. Das Waschenmit scharfe» Flüssigkeiten, neuerlich auch mit Holzsäure, gibt den Präparaten baldWeiße, bald Festigkeit. Besonders ist die Wäsche bei faulend gewesenen Knochennöthig. Die Muskeln pflegt man zu gerben, und Alles, was in Gefahr des Wurm-fraßes odeu der Beschädigung durch eine feuchte Atmosphäre ist, mit zweckmäßigemFirniß zu überziehen. Die so bebandelten Präparate stellt man aufeinen feste» Kör-per oder in einen Rabmen. Die Aufbewakrung der Präparate in Flüssigkeit ge-schieht gemeiniglich in hellen Gläsern, luftdicht verschlossen, so weit die menschlicheKunst dies treiben kann; denn Lt taub, Luft, Feuchtigkeit, Hitze, Kälte, Sonne, Insek-ten und endlich die Zeit selbst streben dahin, das zu zerstören, was nur die Kunst langeaufzubewahreit versteht. Die Restauration beschädigterPräp. ist selten vollkommen.

A naragoraS, einer der vorzüglichsten ionischen Philosophen, geb. zuKlazonienä in Iouien im 1, I. der 10. Olympiade (500 v, Cbr.) von reichenund angesehenen Ältern, widmete sich dem Studium der Philosophie unter Anari-menes von Milet , nach Andern unter HermotimuS, seinem Landsman», ging,2t). I. alt, aus Reisen, besuchte Ägypten und alle Länder, wo die Wissenschaf