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Erster Band. A bis Bl.
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den Aneas. Dieser rettete den Greis auf seinen Schultern aus dem Brande vonTroja und nahm ihn mit sich zu Schiffe. E,- st^-b während der Reise aufSieilien.Nach andern irLagen wurde A. vom Blitze des Jupiter getödtet, weil er, vornWeine trunken, das Geheimniß seiner Vertraulichkeit mit Venus verrathen hatte.

Anco n a, Hauptst. der Delegation und ehemal. Mark Jlncona, am vene-tianischen Meerbusen, Sitz eines Bischofs, hat 17,330 Einw., darunter 5000Juden, und einen schönen Hafen, den, wie die Ltadt selbst, schon die ältestenSchriftsteller rühmen. Trajan bekleidete die Ufer desselben mit Marmor, und diedankbaren Bürger errichteten ihm dafür einen noch jetzt auf dem Molo stehendenEhrenbogen von weißem Marmor. 1732 wurde A. tu einem Freihafen erklärt,und ungeachtet der häufigen Verschlammung des Hafens wird er doch jährlichvon 1100 Schiffen besucht, und der Handel wie die Manufacturen der Stadtfind beträchtlich. Auch befindet sich hier ein O.uarantainehauS. A., von jeher einebekannte Festung, von Römern, Gochen, Langobarden und Saracenen erobertund zerstört, erhob sich durch eigne Kraft aus den Trümmern zur Republik,ward aber 1532 von dem Papst durch List eingenommen und sammt dem Gebietzum Kirchenstaat geschlagen. Die Belagerung der Russen, Türken und Üstreicher1799 nach langer Vertheidigung des franz. Generals Meunier wurde merkwürdig,weil die russische zuerst aufA.'S Wällen aufgepflanzte Fahne durch östreichischesMilitair auSgerissen, und dadurch das unglückliche Mißverständniß des KaisersPaul mit den Allurten angeregt wurde. Seit 1815 ist nur die Citadellenoch befestigt.

Andacht, dem Ursprünge nach scheint das Wort gleichbedeutend mit Auf-merksamkeit oder Richtung der Seele aufeinen Gegenstand. In dieser allgemeinenBedeutung kommt es aber selten vor, vielmehr versteht der Sprachgebrauch darun-ter die Richtung der Seele aufGott oder auf religiöse Gegenstände, Erhebung desGeistes und Gemüthes zu dem Höhern, Heiligen, Ewigen, Göttliche». An derAndacht derjenigen Religiösen, deren Religionsglaube vornehmlich durch die Ver-nunft begrüntet und bedingt ist, wird der denkende Geist den vorzüglichsten Antheilhaben, und nur insofern, als jene religiöse Gedanken, die seinen Geist in denStunden der Andacht beschäftigen, unmöglich das gebildete Herz ohne Gefühle derdankbaren Freude, der Liebe, Bewunderung, Demuth, des Vertrauens u. s. w.lassen können, wird auch das Herz lebhaften Antheil an dieser Andacht haben.Bei denjenigen Religiösen aber, welche das Wesen der innern Religiosität mehrvon Gefühlen als von deutlichen, auf dem Wege des prüfenden Nachdenkens ge-wonnenen Überzeugungen abhängig machen, und welche auch für die Phantasie einegewisse Befriedigung fodern, motificirt sich die Andacht anders. -Lwl! bei jenendas Herz zur Andacht geweckt oder der schon angeregte AndachtSsinn unterkalte»werden, so wird eine klare, deutliche, würdevolle Ansprache an den Verstanderfodert, welche Das, was einer Erklärung bedarf, mit kurzen, wohlgewchltencdeln Worten erklärt; Das, was einesBeweiseSbedarf, kurz und gründlich b.weist.Auf diesem Wege wird in der Seele Überzeugung bewirkt, und das mit ihr verbun-dene Gefühl wird eintreten. Es wird um so eher und lebhafter erwachen, wenn da,wo der dem Geiste vorgehaltene Gegenstand eine schöne Schilderung Zuließ, diesemit Geschmack, Würde und ohne Überladung in den Erläuterungen und Beweisenverbunden wurde. Diejenigen aber, welche den Weg zum Herzen nicht durch denVerstand gehen lassen, sondern in Sachen der Religion und Andacht von demVerstände entweder gar nichts wissen wollen, oder doch meinen, der Weg gehedurchs Herz zum Verstände, machen andre Anfoderungen an Das, wodurch ihreAndacht geweckt und genährt werden soll. Bei einem höhern Grade von Lebhaftig-keit der Phantasie und Starke der Gefühle ist ihnen Andacht nichts Andres cls einSchwelgen in dunkcln Gefühle», welche durch starke Bilder der Einbildungskraft