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Erster Band. A bis Bl.
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Andrieu

Andromeda

6. März 1761 zu Castel-Naudary, war 1781 franz. Artillerielieutenank. 1797zeichnete er sich als Commandant der Kanonierschaluppen auf dem See von Man-tua bei der Belagerung dieser Festung aus, später in dem franz. Feldzuge nachÄgypten als Militair und Mitglied des Nationalinstinus zu Kairo , durch gelehr-te, besonders mathematische Schriften. Er war franz. Botschafter in London nachdem Frieden von Amiens, hernach in Wien und zuletzt in Konstantinopel . 1814rief ihn der König von diesem Posten zurück; 1815 ließ er sich in den 100 Tagenvon Napoleon wieder anstellen. Außer s. Werke: „Nie le u.inal ein »><!>", s.„äl> inoiie sui l'ir>»>>tiuu «In l'vnt-kuixiu eluus la inöelileriauee" und s. „äl,:-nioieo sun >e 8v»tönie lies e.iux gui .ibeenvent donstantineizOe", wird s. Werküber den Bosporus und das türkische Reich geschätzt. A. starb zu Montauban den16. Sept. 1828.

?l n d r i e u (Bertrand), ein durch seine auf neue Zeitereignisse seit 1814verfertigten und mit Beifall aufgenommenen Denkmünzen bekannter Medailleur inParis, geb. zu Bordeaux den 24. Nov. 1761, starb zu Paris den 6. Dec. 1822.

A n d r i e u x (Fram-oisGuillaume Jean StanislauS), einer der vorzüglich-sten neuern franz. draniat. dichter, geb. den 6. Mai 1759 zu Strasburg, war vorder Revolution Secretair beim Herzog von UPS. Durch s. Eifer für die wahreFreiheit während derRevolulion, für das Festhalten der Constitution und die reineAnwendung des NaturrechtS zeichnete er sich nicht minder aus als durch den leich-ten Witz, die treffendenCharaktere und die anmuthige Poesie in seinen vielen litera-rischen Arbeiten, welchen nur zuweilen die Feile, besonders hinsichtlich der Sprache,fehlt. 1798 trat er als Deputirter des SeinedepartementS in das gesetzgebendeCorps, wo er durch seine Reden und Vorschläge über die Einrichtung der Primair-schulen, die Freiheit der Presse und über die Ermordung der Gesandten zu Rastadkviel Aufsehen erregte. Nach dem 18. Drumaire wurde er Tribun, den 21. Juli1800 Secretair, im Sept. Präsident des Tribunals. Mit Eifer und Festigkeiterklärte er sich gegen die verfassungswidrigen Schritte des ersten ConsulS und desStaarsrakhs, bis er 1802 abtreten mußte. Dennoch ernannte ihn späterhin derKaiser zum Ritter derEhrenlegion und zum Professor der Literatur am OlttPn >lvIck.nwu und der schönen Wissenschaften bei der polytechnischen Schule, sowie derKönig ihn 1816 unter die Vierzig der franz. Akademie aufnahm. Sein vorzüglich-stes, als classisch betrachtetes, Werk ist „Anaximandre", Lustsp. in 1 Act. Auch ist

s. „I.V5 s'louKÜs" beliebt, ferner f. „älolü'in Iivcc,<it>5 aniii". Sein „Uxunieu

t. -i ,li>,no <lu tlwäiro ,les Orecs" wird geschäht. Im Jan. 1829 wurde A. anAuger'S Stelle beständiger Secretair der franz. Akademie.

A n d r o m a ch e, Tochter des KönigS Eetion von Theben in Cilicien undHekto r's (vgl. d.) Gemahlin. Nach Trojas Eroberung ward sie dem Pyri hus,Achilles'S Sohne, zu Theil, welcher sie nach EpiruS führte, 3 Söhne mit ihr zeugte,sie nachher aber dem HelenuS, Hcktor's Bruder, überließ, dem sie noch einenSohn gebar. Euripides hat sie zur Hauptperson einer Tragödie gemacht.

Andromed a, des äthiopischen KönigS CepheuS und der Kassiopeja Toch-ter. Mutter und Tochter waren von seltener Schönheit. Als aber jene einst prahle-risch rühmte, daß ihre Tochter an Schönheit die Nereiden (wo nicht gar die Here)übertreffe, flehten die beleidigten Göttinnen um Rache bei ihrem Vater, der nichtnur CepheuS'S Gebiet überschwemmte, sondern auch ein fürchterliches Meer-ungeheuer sandte, das allgemeines Verderben drohte. Das Orakel tbat den AuS-spruch, Poseidon'S Zorn könne nur besänftigt werden, wenn CepheuS seine Tochterdem Ungeheuer zur Beute brächte; die Äthiopier zwangen ihn zur Befolgung desSpruchs, und die unschuldige A. wurde, an einen Felsen gefesselt, dem Ungeheuerpreisgegeben. So erblickte sie PerseuS , der, das versteinernde Gorgonenhaupt in derHand, eben von Bcsiegung der Medusa aufdcm Pegasus zurückkam. Gerührt von