Anekdote
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Anevrysma
Anekdote, eigentlich Anekdoten (griech.), Das, was noch nicht herauS-gegeben oder bekanntgemacht worden ist. Wir verbinden mit diesem Worte gewöhn-lich den Begriff einer kleinen, anziehenden Erzählung, einer merkwürdigen oderwitzigen Äußerung, eines außerordentlichen oder lächerlichen Vorfalles. Die Er-klärung dieses Begriffes ist um so schwieriger, als so Dielartiges darunter gedachtund zusammengefaßt wird, und oft sind Anekdoten gleichbedeutend mit Ana (s. d.).Wenn Anekdoten unbekannte Ausschlüsse über allgemein interessante Ereignisse oderdas Leben merkwürdiger Personen liefern, oder eine besonders witzige Wendungnehmen, so vermögen sie in geselligen Kreisen besonders zu unterhalten, immerkommt es aber darauf an, daß sie zur rechten Zeit und mit feiner Redegewandtheiterzählt werden; in solchen Fällen wird auch eine bereits oft gehörte Anekdote nochwohlgefälligen Eindruck machen. — Anekdotenkrämer nennt man sportweisePersonen, die bei jeder Gelegenheit ihren Vorrath an VademecumSgeschichren aus-schütten, und Anekdotenjäger besonders Reisebeschreiber, die ihre Beschrei-bungen mit solchen, oft unwahren oder unbedeutenden, Erzählungen ausputzen.
A nemometer (Anemoskop, Anemometograph, auch Plagoskop), Wind-zeiger oder Windmcffer, jedes Werkzeug, das die Richtung des Windes an-gibt. Die Wetterfahne auf Thürmen und Dächern ist das einfachste Anemo-skop; dann hat man aber auch solche, wo sich die Fahne um leine bewegliche Spin-del dreht, die durch die obere Decke der Gebäude bis zu dem Zimmer geht, worinman die Beobachtung vornehmen will. An der Decke dieses Gemachs ist eine Wind-rose befindlich, und indem der Wind die Fahne nebst der Spindel dreht, gibt einunten an selbiger angebrachter Zeiger auf der Windrose die Richtung des LuftstromSzu erkennen. Es gibt besonders künstliche Anemoskope oder eigentliche Ancniometo-graphe, die sogar in Abwesenheit des Beobachters die Veränderung des Windesselbst aufzeichnen. Zu den vorzüglichern dieser Art rechnet nian die vom ProfessorMoscati und Ritter Marsilio Landriani. l'. !>.
Anevrysma, Pulsadergeschwulst, Erweiterung und Ausdehnung irgendeiner Stelle einer Pulsader. Dies ist das echte Anevrysma; man rechnet aberanel, noch hierher das unechte Anevrvsma . wenn die Haut einer Arterie geöffnet istund ein AuStritt von Blut in das benachbarte Zellgewebe erfolgt; ferner, wenndie äufern Häute der Arterie verletzt sind, und die innere Haut derselben durch dieentstandene Pssnung sich ausdehnt, herausdrängt und einen Sack bildet (das zu-sammengesetzte Anevrysma); endlich das varicöse Anevrvsma, die Pulsader-geschwulst, wenn bei einem Aderlaß die Vene ganz durchschlagen, und zugleich dieobere Seite einer unter derselben liegenden Arterie durchschnitten wird, wodurch nundas Blut aus derselben in die Vene dringt. Die echten Anevrysmen entstehen theilsvon dem zu heftigen Andrang des Bluts, theils von einer, nicht selten vielleicht an-geborenen S chwäche und Schlaffheit der Arterienhäute. Wie sind daher häufigeran großen Arterienstämmen, besonders in der Nähe des Herzen?, an dem Bogender Aorta und an den äußern Gliedern, z. B. in der Kniekehle und an den Rip-pen, wo die Arterien durch Ausdehnung und heftige Bewegungen, Anstrengungendes Körpers, Stoßen, Fallen und O.uctschungen öftern Verletzungen ausgesetztsind. Es können aber auch, besonders zu den innern Anevrvsmen, Krankheiten,heftige Blurwallungen, Genuß hitziger Getränke, heftige Leidenschaften und Ge-mütksbewcgungen, Affecten, besonders Zorn, Veranlassung geben,, ja selbst de-ren Zerreißung und dadurch erfolgenden plötzlichen Tod verursachen. Äußere Anev-rvsmen erkennt man an der anfangs nur kleinen, runden oder länglichen, in derGegend einer Arterie befindlichen Geschwulst, welche weich, elastisch ist, und inwelcher man ein dem Pulse ähnliches Klopsen bemerkt. Dieses Klopfe» hörtauf, wenn man die Arterie oberhalb der Geschwulst stark zusammendrückt, es wirdwieder fühlbar, sobald der Druck aufhört. In der ersten Periode dieser Krankheit