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Anfossi Angeln
bleibt die Geschwulst lange Zeit klein oder wächst doch sehr langsam; in der zwei-ten aber nimmt sie plötzlich sehr zu, verändert die Farbe, wird blau und fängt anzu schmerzen, die benachbarten Theile schwellen an, das Klopfen in der Geschwulstwird undeutlicher. Endlich, wenn keine Heilung erfolgt, berstet die Geschwulst,welche eine Menge theils geronnenen, theils flüssigen BlutS enthält, und derKranke stirbt an Verblutung, oder der Tbeil wird brandig; die innern Pulsader-geschwülste sind schwer zu erkennen. Die äußerlichen AnevrvSmen werden entwe-der durch lang anhaltenden Druck auf die Geschwulst geheilt oder durch Opera-tion weggeschafft, wobei (nach Hunrer'S Methode) die Arterie oberhalb der Ge-schwulst entblößt und unterbunden wird, sodaß dadurch der Zufluß des DluteS inden Sack des AnevrpSma gehindert wird, und er allmälig sich zusammenzieht.
Anfossi (Pasguale), geb. zu Neapel 1729, wurde in den Musikschulenvon Neapel für die Violine gebildet und studirte die Tompositio» unter Sacchini und Piccini. Letzterer gewann ihn lieb und verschaffte ihm 1771 seine erste An-stellung bei dem Theater <i«stl<: !).->,>>,? zu Rom . Wiewol er kein Glück machte,verschaffte ihm doch Piccini im folgenden Jahre ein zweites, und als er auch hierdasselbe Schicksal hatte, im Jahre darauf ein drittes Engagement. Diesmal warA. glücklicher. „Die verfolgte Unbekannte" ward 1773 mit großem Beifall auf-genommen; so auch in den folgenden Zähren „b-, tn>n, ssnnstnneru" und „ULvloso cli ciiiu'ui,,"; dagegen siel die „OlniipmN" 1776 völlig durch, und dieUnannehmlichkeiten, welche der Verfasser bei dieser Gelegenheit erfuhr, bestimm-ten ihn, Rom zu verlassen. Er durchreiste Italien und kam gegen 1780 nach Frank-reich mit dem Titel eines Lehrers am Eonservatorium zu Venedig . Er führte inder königl. Akademie „Die verfolgte Unbekannte" auf, aber diese unmuthige undzarte Musik fand nicht die Aufnahme, welche sie verdiente. Von Frankreich gingA. nach London , wo er 1773 Musiktirector beim italienischen Theater war. 1787kan> er nach Rom zurück, wo er mehre Werke aufführte, deren Erfolg ihn seineehemaligen Unfälle vergessen ließ, und ihm eine Achtung erwarb, die er bis an sei-nen Tod 1795 genoß. A. erinnert in seine» Compositionen häufig au Sacchiniund Ptccini, nach denen er seinen Styl gebildet hat; aber sein Geschmack, Aus-druck und seine Kunst der Steigerung und Entwickelung sind ausgezeichnet. Mehreseiner Finales find Muster in du ser Art. S eine Fruchtbarkeit beweist, daß er mitLeichtigkeit arbeitete; wir machen von seinen Werken noch den „Ivan,", „II -i io»> in-IG-reu," und ,,l vn>ggü,r»>i lölüü" namhaft, die zu den besten in die-ser Gattung der komischen Oper gehören. Außerdem hat er mehre, meist vonMetastasio gedichtete, Oratorien und Psalmen componirt.
Angeln, ein deutsches Volk, das im fetzigen Herzogthume Magdeburg wohnte, und wahrscheinlich in die ältern Sitze der Langobarden einrückte, als dieseden Cherusker» die Nordhälftc ihres Landes weggenommen hatten. Da fie sichdem Rheine und dem römischen Gebiete nie näherten, finden wir ihren Namennicht bei den römischen Schriftstellern, welche sie unter dem allgemeinen Namender Chauten und Sachsen mit begriffen, bis die Eroberung Britanniens sie als eineinzelnes Volk bekannter machte. Im 5. Jahrh, schloffen sie sich an ihre mächtigennördlichen Nachbarn, die Sachsen , an, und eroberten unter dem Namen Angel-sachsen das heutige England (s. Großbritannien ; ein Theil von ihnenblieb auf der dänischen Halbinsel, wo noch fetzt ein unbedeutender Landstrich aufder Ostküste des HerzogthumS Schleswig den Namen Angeln führt.
Angeln, A n g e l n fi sche r e i, im süßen Wasser oder wenigstens amUser. Der Ertrag ist selten bedeutend, woran ungünstige Witterung, Entfer-nung vom gewöhnlichen Zug einzelner Fischarten, Unkenntniß der Stellung desHamens :c. schuld zu sein pflegen. Die gewöhnliche Angel besteht aus demHaken, der Schnur und Zubehör und endlich der Ruthe. Der Haken von reinem