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Aiistst Anhält
gehaltene Flügel dem Feinde zu thun gab, nach und nach immer wehe Kräne aufden vorrückenden, den er gegen die Flanke des Feindes leitete, um sie zu überwälti-gen, was auch nicht leicht fehlschlagen kann, sobald derFeind keine Anstalten da-gegen trifft. In unsern Zeiten sucht man diese Form noch anders auszudrücken:indem man den Feind beschäftigt, laßt man durch entsendete Corps seine Flankeumgehen und ihm zugleich auf dieser Seite in den Rücken fallen. Läßt er des ru-hig geschehen, so ist er besiegt. Die Beschäftigung des Feindes wäbrend solcherstrategischen Operationen besteht meist m Scheinangriffen oder Lwheinbewegnn-gen, die man überhaupt Demonstrationen nennt, und die des Feindes Auf-merksamkeit von den eigentlichen Absichten weglenkeu und im Irrthum erhaltensollen. Über den Angriff der Festungen s. Belagern » g. — Feldverffbanzun-gen werden mit Angriffseolonnen, wo möglich von mehren Seiten zugleich, an-gegriffen, rasch und kräftig erstürmt. Gewöhnlich bahnt da? Geschütz vorherden Weg, zerstört die Werke und sucht die Besatzung zu ängstigen. 5.
Angst wird oft als ein höherer Grad der Furcht betrachtet. AiS-, be-stimmen es, wie es scheint, richtiger als eine Furcht, die mit dem Gessbl desUnvermögens sich zu besten, oder des Gebundenserns vereinigt ist, — man könntesie die weibliche Furcht nennen. Sie erscheint nicht bloß als ein rein psechisch, rZustand, durch psychische Ursache» bedingt, sondern auch häufig durch krank-hafte Zustände des Körper? erregt. Im letzter» Fall redet man von körperlicherAngst, lind wie sie im erster» Falle störend auf die LebenSverrichtnu^en wirkt,besonders aber den natürliche» K> > Slauf des Blut? lvmw.t, einen Andrang desBlut? nach dem Herze» vcrnrsacstt, das Atbmen beschwerlich macht, so b-ingtim andern jede bedeutende Störung der Lebensverrichtungen, vornebmlich in,Bl '.tumlauf und im Athen,holen , w-lche häufig durch organische Fehler, ,. B.Herzfehler, bedingt ist, Störung der Ab- und Aussonderungen und eine bedeu-tende Reizung des Nervensrsteins das Gefühl der Angst hervor. In der Hu, o-cbondrie ist diese Angst emb »misch, sowie in der Wasserscheu und in gewichenArten des Wahnsinns. Sowie aber die Angst das lästige Symptom gewisserK'-ankh üen ist, so ist sie von andern der Vorläufer und Verkündiger. Oftwarnt sie vor gewiss'» schädlichen Einwirkungen. — Die Ängstlichkeit isteine leichte Angst oder vielmehr em der Angst sich annähernder Zustand, oft nurdurch zu viel Überlegung und Bedenklichkeit entstanden. I.
A »halt, das Herzogchum, ist, wie fast alle deutsche Staaten, aus meh-ren kleinenL.mdern zufimnu ngesetzt. Die ursprüngliche Besitzung des herzoal. Hau-ffs war B stlenstedt und die da>u g 'böustge Gegend. Die Almen des Hauses Anhaltnannten sich Herren von Balrenstedt (in, Plattdeutschen Besten- oder Balenstedt)und führn n im Wap»'» k. schwarze Balken im goldenen Felde, das sie auch dann,als sie sich Grafen von A-ssai,ie» und Fürsten zu Anhalt- schrieben, beibehielten undes nach S ackssen mit herüberbrachten. Der Besitzer von Ballenstedt , Graf Esieo,erbte von seiner Mutter Hstda, die aus dem G schlechte der östlichen Markgrafenentsprossen war, 1ü31 deren beträchtliche All,'dien zwischen der Elbe und Saale und bnüerließ sie seinem Sohne Albrecht, dessen jüngererSohn, Otto, die anhal-tischen Stammgüter überkam. Dieser Otto heirarhete die jüngere Tochter des Her-zogs Magmas von Sachsen, Elike, mit ihr tieAnff"üche auf das HcrzogthumSachsen, da? er jedoch gegen die Gnelf-Esten nicht behaupten konnte, und nanntesich zuerst Graf von Askanien und AffherSleben. S ein Sobn war der berühmteAlbrecht der Bar, der die Lausitz und die Mark Solnvedel 1134 erhielt, durchglückliche Kriege nur den Wenden selbige mit der Mittelmark vermehrte und derersteVtarkgrasvonBrandenbura wurde. Er erwarb dazu noch Orlamünde , Plötz-kau und beträchtliche Guter in Thüringen . Von seinen st Löhnen erhielt Otto dwMark Brandenburg, Hermann die Grafschaft Orlamünde, und Bernhard tue an-