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Angriff
lands nöthigte sämmtliche BourbonS im Jan. 1801, sich nach Warschau zu flüch-ten. Hier lebten sie bis 1805, wo sie mit Bewilligung Kaiser Alexanders nachMitau zurückkehrten. Gegen das Ende 1806 aber wurden sie durch die Siege Bo-naparte's genöthigt, nach England zu flüchten. Ihren stillen Sitz zu HartwellVerließ die Prinzessin zum ersten Male auf die Einladung des Prinzen Regentenam 4. Juni 1811 , zur Geburtsfeier Georgs lll. Der April 1814 brachte ihrendlich die Kunde von der Wiedererhebung der Bourbons auf den Thron vonFrankreich, und schon am 4. Mai hielt sie mit dem König ihren Einzug in Paris .BeiderZurückkchrNapoleons nach Frankreich befand sie sich mit ihrem Gemahl inBordeaup. Ihre Bemühungen, diese Stadt dem König zu erhalten, waren verge-bens, sie schiffte sich nach England ein, ging nach Gent und kehrte von da, bei derneuen Veränderung der Dinge, nach Paris zurück.
Angriff. Jeder Kampf zerfallt in 2 Haupüüißerungen, in Angriff undVertheidigung. Die erstere wird mit wenigen Ausnahmen stets die vortbeilhafterefein, daher wählt sie der geschickte Feldherr wo m'glich selbst beim Vertheil: igungs-kriege. Es ist Nichts verderblicher als den Vortheil derselben aus der Hand zu geben,und eine der wichtigsten Aufgaben, ibn dein Gegner zu entreißen und diesen auf dieVertheidigung einzuschränken. DerAngriffrichretsicb uinächstnach der Verfassungund Stellung des Gegners, nach dem Kriegszweck, nach Ort, Moment und Um-ständen. Schon diese Rücksichten lassen eine Menge Combinationen zu, welchedas Genie benutzen wird, um die jedesmalige angemessene Form aufzufinden;die einfachste und überraschendste wird die beste sein. Von der Gewandtheit und demMuthe der Truppen wird die pünktliche und schnelle Ausführung abhängen. AlleAngriffsformen müssen darauf berechnet sein, den Zweck unfehlbar und voll-ständig zu erreichen. Folglich sind diejenige» die vorzüglichsten, wo alle Kräftezusammenwirkend gegen den Punkt des Gegners geleitet werden kennen, auf wel-chem seine Haftung beruhet. Ist dieser Punkt zerstört, so lost sich seine Macbthöchstens noch in vereinzelten Widerstand auf. Bisweilen kann es Vortheilhaft fein,die schwächste Seite des Feindes anzugreifen, wenn dadurch seiner Macht der To-desstoß gegeben wird; außerdem ist dieseMarime nichtanzurarhen, weil sie zu kei-nen entscheidenden Ergebnissen führt, die stärker» Seiten zu besiegen übrig läßt unddie Kräfte zersplittert. Fast immer ist cS entscheidend, die Kraft des Feindes zuspalten und die getrennten Theile einzeln zu vernichten; die schlechteste Angriffs-form wird die sein, welche die eigne Kraft in lange, schwache Linien ausdehnt oderdivergirend zersplittert, die unglücklichste endlich besteht in balben Masregeln. woman den Zweck nicht um jeden Preis zu erreichen sucht. Anstatt die Kräfte zu scho-nen, verliert man sie mit dem Zweck zugleich, und dieOpfer sind vergeblich gebracht.Dahin gehören schlaffe Erstürmungen, ohne Nachdruck, in die Länge gewgeneBe-kagerungen u. dergl. —Die feit den frühesten Zeiten üblichen Angriffsformen einerSchlacht unterscheiden die Taktiker: 1) In die parallele; sie scheint die natür-lichste, und auch der Angegriffene strebt sie stets so viel als möglich herzustell -n, dennso lange er sie festzuhalten vermag, bleibt ihm Übersicht, Zusammenhang und mög-lichst geordnete Entwickelung seiner Kräfte; eben darum aber ist sie nicht die beiieAngriffsform, weil sie den Vertheidiger zu lange im Vortheil läßt. 2) Die u m-fassende, wo beide Flügel angreifen, die Mitte sich aber zurückbälr; bei einerschwächer» Fronte des Feindes, wo sie nur möglich ist, scheint sie allerdings über-wältigend; wie umgekehrt 3) mit der Mitte vorzurücken und die Flügel zurückzu-halten, der mancherlei Nachtheile wegen, die ins Auge springen, schwerlich ge-wäblt werden möchte. 4) Endlich die vielgepriesene schräge, nbligue, wo einFlügel vorrückt, während der andre, den Feint nur beschäftigend durch Spiegel-gefechre, zurückgehalten wird. Epaminondas , wo nicht der Erfinder dieser Fcrm,wußte sie doch schon sehr vorthcilhaft anzuwenden; er häufte, während der zurück-