Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Ansgar Anson

er endlich in dem nachher sogen, ontologischen Beweise gefunden zu haben glaubte,dessen Erfinder er fälschlich genannt wird. Er schloß nämlich von dem Begriffe ei-nes höchste» und vollkommensten Wesens auf dessen Existenz. Ungeachtet der Un-zulänglichkeit dieses Beweises , der schon damals m Gaunilo (Mönch zu Marmon- "tier) einen Gegner fand, ist A.'S Bestreben, eine natürliche Theologie oder Religions-philosophie zu gründen, für die damalige Zeit sehr wichtig. Obgleich nämlich derEinfluß der Kirche und ihrer Lehrer, namentlich des geistesverwandten Augustinus,auf s. Philosoph. Denkweise nicht zu verkennen ist, so gebührt ihm doch der Ruhm, dieGrundsätze s.Religionsphilosophie in bestimmterer dialektischer Form, mit Scharfsinnund Leben entwickelt und dadurch zugleich den eigentlichen Grund zur scholastischen Philosophie gelegt zu haben. Er starb 1099. S. Schriften „l)o vcrilute",„llo liliert.ilo nilstliii", s. „älnunlo-ffnm" und ,,?1 ologium", in welcher letz-ter» er jenen Beweis aufgestellt hat, erhalten seinen Ruhm. >V.

AnSgar oder A n s ch a r, Apostel des Nordens, weil er das Christenthum inDänemark und «chwedcn einführte. Geb. 800 in der Picardie, und in der Kloster-schule zu Korvey gebildet, wurde er 813Benedictinerund820 Oberlehrer dieser Schu-le. Auf Anordnung Kaiser Ludwigs des Frommen ging er im Gefolge getaufter dä-nischer Prinzen 820 nebst s.Gehülfen Audibert nach Dänemark und bekehrte nach oft-maligem Misstingen und ausgestandenen Verfolgungen ini Innern des Reichs 830den Konig nebst deni größten Theil der Nation. Nach seiner Rückkehr831 stifteteer zu Hamburg eine Metropole und wurde erster Erzbischof daselbst. Zur Befesti-gung des Christenthums stiftete er auch ein Kloster zu Hamburg , als Pflanzschulefür Glaubensboten, und ein andres zu RameSloh im Saterlanke, wo ihm eine Ma-trone Schutz gegeben, da plündernde Dänen und Normänner ihn 845 aus Ham-burg vertrieben hatten. 'Wegen Unsicherheit verlegte er 847 denSitz des Erzbischofsvon Hamburg nach Bremen , wo sein Andenken durch den Namen einer Hauptkircheerhalten wird. Damals unternahm er neue Missionsreisen nach Danemark , umKönig Erich 1. wiederzugewinnen, und ging mit dessen Empfehlung auch nachSchweden , wo er mit Erlaubniß des Königs OlauS Viele taufte. Auch taufte er858 den Nachfolger Erichs. Er starb 865 nnt dem Ruhme, wenn nicht die ersten,doch die folgenreichsten Versuche zur Ausbreitung des Christenthums im Norden un-ternommen zu haben. Auch wird seine Klugheit, die Lauterkeit und Wärme s. Eifersfür die Religion und die Unbescholtenheit s. Wandels von s. Zeitgenossen gepriesen.

Die katholische Kirche versetzte ihn unter ihre Heiligen. A. hat des h. Wstlegad'S Leben,und AnSgar'S Lebe» hat dessen Nachf. Remberr beschrieben , beide Biogr. aber hatKarst. MisegaeS a.d.Lar.übers. m. Ainn. Bremen 1826). 31.

Ansicht bezeichnet die Art und Weise, wie Etwas angesehen oder betrachtetwird (physisin und geistig), oder wie es von einem gewissen Standpunkte aus er-scheint, daher man auch von Ansichten einer Gegend , einer Stadt redet. Immerwird dadurch einwechselnder, zufälliger, subjectiver Standpunkt bezeichnet. DieAnsicht muß daher auch von dem Objectiven im Wissen unterschieden werden.

Ä nson (George), dessen Name in den Jahrbüchern der englischen Schiff-fahrtskunde glänzt, geb. 1697 zu Shuckborough in Staffordchire, widmete sichfrüh dem Seewesen. 1716 diente er als Sccondlieutenank unter John NorriS inder Ostsee , und 1717 und 1718 unter George Brmg gegen die Spanier. Als1739 das Ministerium einen Bruch mit Spanien als unvermeidlich ansah, er-nannte es ihn zum Befehlshaber einer Flotte in der Sudsee, gegen den Handel unddie Niederlassungen dieser Nation. Die Ausrüstung beschränkte sich nur auf 5größere und 3 kleinere Fahrzeuge, welche 1400 Mann führten. A. verließ mitdiesem Geschwader England am 18. Sept. 1740 und ward bei dem Herausfah-ren aus le Maire'S Straße von fürchterlichen Stürmen befallen , die ikn 3 Mo-nate lang hinderten, das Cap Horn zu umschiffen. Von den übrigen Schiffen ge-