311
Anschlag Anseiln
»er Natur nach, dich- Lehrart nicht annehmen; ebenso wenig verträgt die (be-schichte , die im (Gebiete der Freiheit fortschreitet und nie zur lückenlosen Pollstun-digkeir gebracht werden kann, die Naturgeschichte und Geographie, die es mit hi-storischen, von Außen gegebenen Stoffen, deren innere nothwendige Regel sich bisjetzt keineswegs befriedigend nachweisen ließ, zu thun hat, der Sprachunterricht,der, den Mechanismus des Lesens abgerechnet, sich der Willkür des Lebens, dasdie Sprache fortwährend bildet, nicht ganz entziehen kann, sich mit einem Eut-wickelungs- und Srufengange, der lückenlos Zwei aus Eins entstehen läßt. (Ge-winnen werden aber alle diese Unterrichtsstoffe an Faßlichkeit, Ordnung und Halt-barkeit, wenn sie der strenge gründliche Geist der Pestalozzi'schen Lehrart belebt, undZöglinge zu ihnen geführt werden, deren Gemüth durch jene Übungen gesetzt undernstaft geworden ist. Die Anwendung des Verfahrens auf das Zeichnen, wiebesonders Joseph Schmidt sie versucht hat, wurde vorzüglich von den Künstlern ge-mißbilligt; desto glücklichern Einfluß gewann sie aber auf den S ingunterricht durchPfeiffer und Nageli, und in mehren Bürgerschulen Deutschlands auf tieScbrei-bekunst. (Vgl. Pestalozzi.) ii.
An schlag, 1) inderMusik, bezeichuetd>eArt,wiedieTastenderTasta-turinstrumente durch die Finger in Bewegung gesetzt werden, um die bestmöglichsteSchwingung des klingenden Körpers und dadurch einen runden und vollen Ton zuerzeugen. Da alle Kunstübung zuerst durch Leichtigkeit gefallt, und das Prellender Klänge beim festen Anschlag dem Ohre unangenehm ist, so soll der Anschlagvor allen Dingen leicht sein. Die Stärke des Anschlags hängt von der Kraft desSpielenden und der Schwere seiner Hand, im Verhältniß zu der Beschaffenheit,des Instruments, ab, welches Verhältniß wohl berücksichtigt werden muß. Ohnedas Anhalten bei gcsangvollen Stellen verliere» aber die Tastinstrumenke die Wir-kung , die ein von der Hand des Menschen erregtes, aber nach eignen Gesehenschwingendes Saitenchor auf den musikalischen Zuhörer machen soll. Diese? An-halten bewirkt den sogenannten singenden Anschlag. Alle Klänge müssen fernergleich sein, ungeachtet der ungleichen Kraft der Finaer. Daher muß der Schülerdie Tonleiter in allen Tonarten üben , um Gleichheit des Anschlags zu gewinnen,dabei muß aber auch Rücksicht genommen werden, daß eine längere und stärkereSaite einen viel kräftigern Anschlag erfordert als die kurzen, dünnen der höher»Klänge. Es muß daher wiederum ein Gleichgewicht in dem verschiedenen Anschlagstattfinden. Überhaupt muß jeder wahre Virtuos aus Tastinstrumente» die Wir-kungen des verschiedenen Anschlags der Töne kennen und daher da? technischeVerhältniß, t. B. der tiefen und hohen Töne und des Sprunge? von der Tiefe mdie Höhe, in feiner Gewalt haben, um sein Gefühl in den mannigfaltigsten For-men frei auszudrücken. Dies gilt nicht nur von einzelnen Künstlern, sondern nochmehr bei Ausführungen mit Begleitung. — 2) Inder Bau kunst, die einsacke oderdoppelte Fuge, die in einer Thürzarge, in einem Fensterkreuz u. s. w. ausgesalztworden ist, woran das Thurblatr oder der Fensterflügel einschlägt und genau paßt.Don Bauten und Reparaturen an Gebäuden, Deichen, spätsten, Canälen,Brücken, Mühlen rc. macht man Anschläge, dst D uantüät und Dualität der Ma-terialien und der Baukosten betreffend. 3) In der Finanzkenmman sdteueran-schläge, 4) beim Kaufen und Pachten Kau f- und Pachta n schlage, derengenaue Ausführung vollkommene Kenntniß des Örtlichen voraussetzt.
Anselm, Erzbischof von Canterburp, geb. zu Aosta in Piemonk l 03l,wurde 1080 Mönch, einige Jahre darauf Prior, 1078 Abt des Kloster? Bee inder Normandie , wohin ihn der Ruf des berühmten Lanfrank zog, und 1093, alsdessen Nachfolger, Erzbischof von Canterburp in England, welche Stelle er bis anseinen Tod behauptete. Scharfsinn und Frömmigkeit zeichnen seine L 7 ehr.ften aus.Mit Eifer suchte er nach einem gründlichen Beweise für das Dasein Gorres , den