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Antillen
wird hierbei weniger gesehn) Antiken genannt, nämlich die Statuen, Basrelief?und Mosaiken, und die Sammlungen derselben heißen Antikengalerien, Antiken-sammlungen. (S. Museum.) Don diesen Antiken im engsten «inne sondert mandie kleinern Darstellungen, Nebenwerke und unbedeutendem Überreste der alten,besonders griechischen und römischen Kunst unrer dem italienischen Namen Antucaglien(->iit>o!>Die)ab, für welche man auch besondere «ammlungen, z.B. Münz-cabinette, Dakryliotheken ic. errichtete. Übrigens setzt man den Anfang der grie-chischen Kunst, und mithin der Antike in jenem weiter» Sinne (das Ende istoben im Allgemeinen beteiebnet worden), in das Zeitalter des Homer (s. Bötti-ger'S „Andeutungen", S.44 und 45), weil bis dahin wenigstens unsere Beschrei-bungen reichen. Mit den Antiken im engsten Sinne aber, welche wegen derRcin-heit ihrer Formen und des edeln Ausdrucks stets als Musterwerke betrachtet unddem sinnigen Studium der Künstler empfohlen werden müssen, macht man sich nä-her bekannt durch dieArchäologie (s. d.). Übrigens wird der Begriff des Antikennoch deutlicher durch den Gegensatz deöModernen (s.d.) erläutert. l'.
Antillen , die zahlreichste Inselgruppe unter allen bis jetzt bekannten, dieim mexikanischen Meerbusen, unweit der Küste der spanischen Provinz Ducatan,ansängt und in einer bogenförmigen Kett? fast bis an die Mündung des Oronocoin Guiana sich erstreckt. Man begreift sie gewöhnlich, zugleich mit den Lukaien-oder Bahama-Inseln, u. d. 9!. Westindien (s. d.) im engern Sinne. Siewerden in die großen und kleinen Antillen getheilt. Der erster» sind 4: Euba,Iamaica, St.-Domingo, jetzt Haiti (ehemals Hispaniola ), und Porkorico. Diekleinen, die auch die EaraibischenInseln (s. d.) heißen, werden, ihrerLage nach, in die Inseln im Winde und unter dem Winde (span. I-st-.-i >Z,n ><>-veuilo und 8utt„ venüi: engl. äVinibvui >1 - und I.oc^v.nvl - Islc-i) unterschieden.Jene, zu denen Martinique und Guadeloupe nebst vielen andern gehören, wiewoldie Engländer nur die am meisten vorspringende Insel Barbados als im Windeliegend betrachten und danach benennen, liegen naher nach Morgen zu und er-halten den Ostwind, der den größten Theil des Jahres hindurch in diesen Gegendenherrscht, am ersten; die Inseln unter dem Winde (la Trinidad, Euraeao u. a.)sind diejenigen, zu welchen, ihrer Lage nach, dieser Ostwind am spätesten kommt.Ein Theil der kleinen Antillen, 60 an der Zahl, unter welchen «t.-Thomas undSt.-Croir die wichtigsten sind, ist auch u. d. N. der Iunzftrninseln bekannt.Viele der Antillen enthalten Gebirge (Kalk mir MuschelgrieS); einige sind bloßnackte Felsen und daher gar nicht angebaut; mehre sind vulkanischen Ursprungs,und die Vermuthung ist nicht unwahrscheinlich, daß sie in den ältesten ZeitenTheile des festen Landes ausgemacht und durch irgend ein großes Naturereignißihre dermalige Gestalt erhalten haben. Sie gehören -u der beißen Zone; diegroße Hitze wird jedoch durch die Seewinde abgekühlt. Das Klima ist besondersden Europäern gefährlich, sie werden fast ohne Ausnahme von Fiebern befallen,die leicht tödtlich werten. Zu den physischen Übeln dieser Inseln gehören auchöftere Erdbeben und besonders Orkane, die gewöhnlich vom Juli bis zum Oer.da herrschen und bisweilen mit nicht zu beschreibender Wuth die größten Ver-wüstungen anrichten. Dagegen ist die Fruchtbarkeit der meisten Antillen sehrgroß. Sie erzeugen vorzüglich Zuckerrohr, Caffee , Baumwolle, Indigo, vieleGewürze und «ütftüchte. Die Bevölkerung sammt!. 33 wesiind. Inseln(10,500 OM., davon die der 4 größten 4653 kl>M.) wird zu 2,313,000 E.angegeben, worunter 514,000 Europäer, 610,000 freie farbige Leute und weitüber eine Mist. Neger. Von den ersten Einwohnern, den Earaiben, welche dieSpanier bei ihrer Ankunft auf den Antillen fanden, sind nur wenige Reste übrig.Die «panier vernachlässigten diese von ihnen entdeckten Inseln, weil sie nicht vieledleMetalie da fanden, daher ließen sich bald Franzosen und Engländer aufden-