Band 
Erster Band. A bis Bl.
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selben nieder. Der Handel, den die Europäer dahin treiben, ist von der größtenWichtigkeit. 11 Antillen gehören Großbritannien, 5 Frankreich, 3 Spanien , 3Dänemark, 4 den Niederlanden, 1 Schweden , 1 Colombien, 1 ist zum Theilunabhängig, zum Theil britisch, 1 unabhängig. (-L. Paiti.)

AncilochuS, -Lohn dcssilestorsnran sagt von der'Anaribia odcrEnridice),der Jüngste in dein Heere dcr Griechen vor Troja, tapfer und inuthig, scheu undvon gewandtem Glieurba i, und deßhalb dun Achill, nächst Pe.troklos, am meistenlieb und tb.ner. Deßhalb wurde er (nach Homer ) ausgewählt, dem Achill desLetztern Tod zu verkünden. Man rief ihn aus der Schlacht, und rasch stog er bin zuseinem Freund und meldete mir Thränen die Trauerbotschaft; er hielt dem fast Ver-zweifelnden sonstigen^ die Hände. Bei dein Wettkampf zu des Todten Ehre em-pfing er den tr tten Preis im Wettrennen, den ihm Achilles lobend er! öhte. Vieletapfere Trojaner erschlug er im Treffen z einst rettete ihn selbst Neptun aus der Ge-fahr der Schlacht. Endlich erlag er bei der Vertheidigung si greifen Vaters, derihn, bedrängt vom AthiopicrMemnon, in der S chlacht Zu Hülfe gerufen (I'i»>Inr.IVth. VI), wesih,i»b ihm derNamePhilopator beigelegt worden ist. Seinen Fallstellt die ilifche Tafel Nr. l 8 vor. Mit den Freunden Patroklos und Achill verbun-den , kommt er auch in der Unterwelt vor. Das Übrige ist spätere S age. 41.

Anti m on, s. Spiesiglanz.

Antinomie, Gesehesstreit, oder Gesetzwidrigkeit. Kant nennt Antino-mie einen Widerstreit der Gesetze der reinen Vernunft und versteht darunter denWiderspruch, in welchen die Vernunft mit sich selbst qeräth, wenn sie die Idee desUnbedingten und ihrGesetz, welches vom gegebenen Bedingten aufdas Unbedingteschließt, auf die Sinnenwclt anwendet, indem sie dabei entweder Etwas annehmenmuß, was die grenzend ni Federungen der Vernunft nickt befriedigt, als Weltan-fana, Weltgrenze, Freiheit, oder Etwas dem Verstände Unerreichbares, alsWelt-ewigkeitzundGrenzenlosigkeit, Wirkungen ebne eine letzte Ursache und eine unendlicheReihe zufälliger Dinge. Daß dieser Widerspruch nicht in den Gesetzen der Vernunftselbst liegt, zeigt Kant selbst einmal durch den transscendentalen Idealismus, nachwelchem die Sinnenwclt kein gegebenes Ganzes ist, und Nichts zu ihr gehört, alswas wü wirklich erfahren und nach Verstandesgesetzen in einer möglichen Erfahrungdenken kennenz dann durch Berichtigung der Begriffe über die Bestimmung derVernunft lind ihrer Grundsätze, welche nicht dasDasiin und die Beschaffenheit derGegenstände, sondern nur unsere Untersuchung derselben bestimmen sollen.

A n t i >i o m i s m u S, Widerspruch gegen das Gesetz, nannten die witten -bergischen Reformatoren die Geringschätzung deS S ittengeseheS, besonders des Mo-saischen, wclchc sich Johann Agricola erlaubte, um die Wirksamkeit des Evan-geliums oder der Glaubenslehre Ztw Befferung des Menschen desto nachdrücklicheranzupreisen. Dieser Agricola hatte schon Ist21 eine scharfe Censur der Disita-tionsaitikel Melanchthon'S (vgl. Melanchthon) verbreitet, wodurch er die darmenthaltene Empfehlung steiniger Vorhaltung des Gesetzes, und besonders der zehnGebore, zur Erweckung der Buße, als eine mit der Lehre des Evangeliums unver-einbare und dem Papstlhmne günstige Überschätzung des Gesetzes verdächtig zu ma-chen suchte. Zwar sah er sich durch die Gründe MAancbrhon'S bei einem zur Bei-legung des Strebs im Dec. 1ü21 zu Torgau veranstaltetenReligionsgesprache ge-ncthsat, seine Meinung zurückzunehmen und vor der Hand zu schweigen, brachtesie aber dennoch 1ü3st in einer Disputarion zu Wütenberg mir neuer Heftigkeit undmei klicken Ausfallen gegen Luther und Melanchthon wieder auf und behaupteteausdrücklich, weil der Mensch bloß durch das Evangelium gerechtfertigt werde, seidas Geseb zu seiner Rechtfertigung und Heiligung gar nicht nöthig. Diese einsei-tige, auf Mißverstand des Verhältnisses der Glaubenslehre zur Besserung beruhendeMemung widerlegte Luther in sinnen Disputationen gegen die Gesetzstünnor oder