Apellanten Apenninen 347
Fischer cms Venedig verschrieben. Noch jetzt wird in Leipzig das Fischerstechen injedem Jahre am BartholomLuStage gehalten.
Avellanten, eine religiöse Partei, st UnigenituS.
A velleS, der berühmte Portraitmaler des Alterthums, war desPpthiagSohn, wahrscheinlich geb. zu Kolophon. Zu EphesuS erhielt er das Bürgerrechtund heißt darum mweilen der Ephcsier. Ephorus aus EphesuS war sein erster Leh-rer, doch angeregt durch den Rus der Licronischen Schule, die steh durch Gründ-lichkeit auszeichnete, suchte er später, schon als Künstler von Bedeutung, den Un-terricht des PamphiluS in Sicyon, wo er mit andern Schülern dieses Meisters ei-nige Werke ausführte, die lange berühmt waren. Zu Philipp'S Zeiten ging A. »achMacedonien, und dort begründete sich wahrscheinlich das vertraute Verhältniß wü-schen ihm und dem großen Könige, welches zu vielen Anekdoten Anlaß gegeben hat.Doch mögen sich manche dieser Anekdoten auf ein zweites Zusammentreffen mitAlexander in EphesuS beziehen, wohin A. nach einem lungern Aufenthalte in Mo-dus, Kos und Alerandrien gekommen war. Seinen Aufenthalt zu RhoduS machteeine kleine Tafel berühmt, auf der er im Atelier des gerade abwesenden Protogc-nes einen Umriß mit dem Pinsel aufgezeichnet harte. Proiogenes erkannte bei sei-ner Rückkehr an diesem Tontour die Meisterhand dcS A., unternahm es aber, ihndurch einen »och schönern und genauern bineingezeichneten zu übertreffen. A.kommt wieder; man zeigt ihm ProkogeneS'S Zeichnung, und er durchzeichnet aufsneue diese beiden Tontoure mit einem dritten, noch feinern, sodass, sich endlich derrhodische Maler für überwunden bekennt. Die Tafel wurde in der Folge nachRom gebracht und schmückte den Palast der Täsaren, bis eine Feuersbrunsi siezerstörte. Sem berühmtestes Bild, 'Alexander, der den Blitz hielt, von dem dasHauptlicht ausging, stand in dem Tempel zu EphesuS . Durch glückliche Verkür-zung und Helldunkel schien die Hand mit dem Blitze aus der Tafel hervorzuragen.A.'S Ruhm und Talent blühten am glänzendsten gegen die 112. Blvmpiade. Dochmalte er nach dem Tode Alexanders d. Gr. den König Antiochus zu wiederholtenMalen, was aufOlvmp. 118 hinweist. Der Tod scheint den Künstler in Kos ereilt zu haben, wo eine angefangene Venus gezeigt wurde, die Niemand zu voll-enden wagte. Aber ein andrer gleichnamiger Künstler muß in der Anekdote ge-meint sein, daß ein A. an dein Hofe des ProlemäuS zu Alexandrien von dem MalerAntiphiluS als Theilnehmer an einer Verschwörung angeklagt ward, wofür er sich,als senie Unschuld anerkannt war, an seinem Kunstnebenbuhler und an dem Königdurch Las Gemälde der Verleumdung rächte. Tölken in s. Vorlest: „Apelles undAntiphiluS ", im 3. Bde. der „Amalthea", hat erwiesen, daß dieser ApelleS zwischenBlynip. 139 und 111 hätte leben müffe», folglich 10V I. später als der Zeitge-noffe Alexanders, wenn nicht überhaupt eine ganz andre Erklärung sehr verwickel-ter Angaben eintritt. A.'s unerreichtes Verdienst war die Anmuth; Alles in sei-nen Werken war Poesie, Liebreiz und Leben, und mit Recht wurde daher die Kunst,die er übte, m, genannt. — Wie PliniuS angibt, malte Ä. gewöhn-
lich nur mit 4 Farben, die er durch einen selbst erfundenen Firniß in Übereinstim-mung brachte.
Apenninen, eine Gebirgskette, die bei den Meeralpen unweit Genua anfangt, dort den Paß Bocchetta bildet, sich durch acnz Italien bis an die Küstevon Qtranto und an die Meerenge von Sicilien erstreckt, und Italien in fast 2gleiche Hälften, die östliche und westliche, theilt. Die Apenninen sind bis an dieGipfcl mit Bäumen, besonders mit Kastanienbäumen, bewachsen, deren Fruchtin einigen Gegenden ein HauptnahrungSmittel der Bergbewohner ist. Nicht sohoch als die Alpen , haben die A. nur einzelne hohe und steile Felsenberge, z. B. derGran 'Lasso bei Aguila in der Provinz Abruzzo hat 8255, und der Veline 1812Fuß Höhe. Die A. sind im Wmrer mit Schnee bedeckt, der bisiveilen spät schmilzt.