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Erster Band. A bis Bl.
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Arabien

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in gewisser Hinsicht sie zu glücklichen Menschen macht. Das alte „Friede sei mitdir!" ist auch jetzt ihr gewöhnlicherGruß. „Sei willkommen! was brauchst du?"ist die Anrede an einen Fremden, der mit einem „Gott vergelt' es euch!" dieZehrungskosten abträgt. Dabei treiben sie Räuberei, jedoch nie auf Kosten desGasirechtS. Dieses kriegerische Volk besitzt viel Geschicklichkeit in gymnastischenKünsten. Der Araber hat eine vortheilhafte Körperbildung; nur in den heißenEbenen färbt seine Haut sich braungelb; eine abhärtende Erziehung, Reinlichkeitund Mäßigkeit sichern ihn vor Krankheiten. Sie nennen sich auch Beduinen(Bedevi, Söhne der Wüste, die Ambe« .Uei>i tue bei den Alten), und unterschei-den sich durch ihre Lebensweise von den Mauren, die in Häusern leben, Ackerbauausschließlich und Gewerbe und Handel treiben. Außer den Ureinwohnern sindChristen, Juden, Türken und Banianen im Lande wohnhaft. — Ehemals warArabien der Hauptsitz des phönizischen Landhandels; gegenwärtig ist sein Land - undSeehandel säst ganz in fremden Hände»; der erstere wird durch Karavanen betrieben.Auf den hohe» S ckmlen der Araber lehrt man 'Astronomie (mehr Astrologie), Arz-neikunde und sogenannte Philosophie; auch Geschichte und Dichtkunst werden ge-trieben; die Beduinen bleiben ganz unwissend. Ihre Verfassung ist einfach: dieOberhäupter heißen Groß-Emir, Emir und Schech, die Richter Kadi. Dertürkische Kaiser heißt zwar der Oberherr des Landes, der freisinnige Araber spottetaber der ohnmächtigen Befehle des tiesgesunkencn Herrscherhauses und gehorchtnur, wenn es ihm gefällt. Die Geschichte der Araber vor Mohammed ist dunkel undwegen geringer Verbindung mit der übrigen Welt von geringem Interesse. DieUreinwohner von Arabien heißen bei den heurigen Arabern Bajaditen, Verlorene.Sich selbst leiten diese theils vom Ioktan oderKahtan, theils von Isinael her; dieNachkommen jenes nennen sich vorzugsweise Araber, die des letzter» Mostaraber.Der Name Araber bedeutet Abendländer (denn das sind sie den Asiaten); in Europa und Afrika nannten sie sich Saracenen, Morgenländer. Die ältern arabische» Ge-schichtschreiber verstehe» unter Arabien nur Minen; Hegia; (das steinige) rechnensie theils zu Ägypten , theils zu Svrien, und das übrige Land heißt bei ihnen diesyrische Wüste. Die Fürsten (Tobbai) dieser Länder waren vor Alters sämmtlichaus dem stamme Kahtan, aus welchem das Geschlecht der Homeyriten 2000Jahre lang über Minen herrschte. Die Araber MinenS und eines Theils des wüstenArabiens lebten in Stätten und trieben Ackerbau, auch Handel mit Ostindien,Persien, Syrien und Habesch, nach welchem letzter« Lande sie viele Colonien sand-ten, und das wahrscheinlich ganz von Arabien aus bevölkert wurde. Der übrigeTheil des Volks zog, wie noch jetzt, nomadisch in der Wüste umher. Die Religionder Araber in der Zeit der Unwissenheit (wie sie die vor Mohammed ne.'nen) war imAllgemeinen Anbetung der Gestirne; jedoch bei den verschiedenen Stämmen mit .großer Verschiedenheit, indem jeder einem andern Sternbilte die größte Verehrungbewies. Mannhaft vertheidigten die Araber Jahrtausende lang Freiheit, Glaubenund Litte ihrer Väter gegen alle Angriffe der morgenländische» Eroberer, durchWüsten und Meere ebenso sehr als durch ihren Arm beschützt. Weder die babylo-nischen und assyrischen noch die ägyptischen und persischen Könige vermochten siezu unterjochen. Endlich von dem großen Alerander bezwungen, benutzten sie so-gleich nach seinem Tode die Uneinigkeit seiner Feldherrn und Nachfolger zur Wieder-erwerbung der Unabhängigkeit. Ja es durften i» diesem Zeiträume die nördlichenFürsten Arabiens ihre Herrschaft bis über die Grenze von Arabien ausdehnen.Don jeher hatten die arabischen Nomaden, besonders zur Winterszeit, tief insfruchtbare Irak oderChaldäagestreift. Jetzt unterwarfen sie sich einen Theil davongänzlich, der noch jetzt davon IrakArabeh genannt wird. Von da drang derSrammHareth noch weiter bis in Syrien ein und ließ sich im Lande Gassan nieder, wo-her er den Namen Gassaniden bekam. Drei Jahrhunderte nach Alexander drangen

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