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Arabien
umgeben, lind hängt nordwestlich durch die Landenge Suez mik Afrika zusammen.Arart der alten Enitbeilunz in das wiiste, felsige (auch peträische, ^„st
festen Petra, dem Ltapelplatze des römisch-persischen Handels, so genannt) undglmrüche Arabien, die PtolemäuS anfuhrt, nimmt man die natürliche Abinarkungan, welche das mit Aloen, Manna, Myrrhen, Weihrauch, Indigo, Muskatennuß-iind vorzüglich Caffcebäumen bedeckte Küstenland von dein Binnenlande scheidet,welches aus einer Wüste voll Flugsand mit Dornen lind salzigen Krautern besteht.Im Lande selbst gilt die Einrheilnng in 5 Provinzen: 1) Das Land Pemen (3,240HlÄst, 3 Mich Einw.) wird erblich von dem Khalifen oder Imam von Pemen re-giert, der die Hoheit des KhalifatS im Hause Osman's anerkennt und zu Szannaresidirt. 1818 hat der Vicekonig von Ägypten Pemen (worin Mokka am Todes-thor Babel Manteb liegt) triburbar gemacht. Der Tribut besteht in 2000 Ctrn.Caffee . Die Hauptstadt Aden, Hauptmarkt des Gummi, liegt in Trinnnier».2) Die Prov. Oman unter dem Imam von Maskate (Hafenst., 60,000 E.), demauch die Insel Sokocorah (beste Aloe) an Afrikas Küste gehört. 3) Die Prov.Lachsa oder Hadsiar, mit Seeräuber-Häfen am persischen Meerbusen, hat Perlen-sifchuei. 4) Die Provinzen stA'tsched und Iemama, das Stammland und derHauptsitz der Wabab is(s. d.) oder Wechabilen niit deren Haupcst. Derrejeh;dieses Land, oder Centralarabien, hat man durch Mengin'S „lliri. <I'1l^vz>i>- ,->>>uz
... Ali" und eine Charte von Iomard (1823) genauer kennen lernen.
5) Die Prov. Hedschas , das obere Küstenland des arabischen Busens. Hier istdas heilige Land der Mohammedaner, mit Mekka , Mcdina ic. (s. d.). Unweitdem TbaleMoseS, merkwürdige Alterthümer von dem in einer Steppe und Felsen-schlucht entdeckten, von La Borde d. I. und Linant 1828 beschriebenen Petra (Hptst.»n Lande der alten Nabarhaer) und Ierrasch. Der Handelshafen Dschidda (5000E.) ist zwar der Sitz eines türk. Pascha, allein der -Lcherif von Mekka fuhrt eigent-lich die Regierung. In der stoischen Wüste liegen die Ruinen von Palmyra (s. d.). — An Arabiens Westküsten ziehen sich hohe (Gebirgsketten hin, die ini N.niit den syrischen Gebirgen zusammenstoßen und mit den ostasiatischen Urgebirgen inVerbindung stehen; darunter die Berge Sinai und Horcb. Von den Flüssen, dienur durch große Regengüsse entstehen und selten das Meer erreichen, ist der Ana»,ein Kustenstuß, der bedeutendste; die nördliche Grenze wird vom Euphrar berührt.Das Klima durchläuft fast alle Grate der Scala: Gegenden, wo es die Halste desJahres hindurch regnet, wechseln mir solchen ab, wo der Thau Jahre lang den Re-gen ersetzen muß; die größte Kalte auf den Höhen niit der drückendsten Hitze in denEbenen, feuchte Winde mit dem trockenen Samum, der, wie in Afrika derHarinat-ran und Chainsin, lebenSgefibrlich ist. — Der Boden besteht aus Sandwüsien undden fruchtbarsten Gefilden; Weizen, Hirse, Reis, Küchengewächse, Caffee (welcherin Arabien, s. Heimarh, von hochstämmigen Bäumen, in Amerika aber aufnieder-stämniigemGebüsch der bequemern Einsammlung halber gewonnen wird), Manna,Zuckerrohr, Baumwolle, Südfrüchte, Sennesbläkter, Gummi, Aloe, Myrrhen,Taback, Indigo, wohlriechende Hölzer, Balsam ic. sind die reichen ErzeugnisseArabiens, das auch Edelsteine, Eisen und andre Metalle (Gold ausgenommen,das jedoch die Alten in Flüssen und in der Erde gediegen gefunden haben wollen)besitzt; sowie Maulesel, Esel, Kameele, Büffel, Hornvieh, Ziegen, herrlichePferde, Löwen, Hyänen, Gazellen, Füchse, Affen, Springhasen, Federviehaller Art (Pelikane, Strauße :c.), eübare Heuschrecken, Skorpione rc.
Die Einwohner bestehen zum größten Theile aus den eigentlichen Ar aber»,mit eigner Sprache, von mokammedanischer Religion und interessanten LebenS-gewohnheiten. Wie zu den ältesten Zeiten leben die Araber noch jetzt als Noma-den in patriarchalischer Einfachheit al? Hirten und Ackerbauer; ein lcidenschasstlicheSCkefuhl für Freiheit, Unabhängigkeit und Recht erhält sie in einer Verfassung, die