Arena Areopagns 397
39,600 E.) unter preuß., wegen Meppen unter hanöv. Hoheit; er ist daberMit-glied der ersten Kammer der hanöv. Ltändeversammlung. Dem standcsbcrrl. Ge-liere des Herz. v. A. in Hanover, oder dem Amte Meppen (33 OM., 39,500 E.),wurde vom König Georg IV. am 9. Mai 1826 der Name HerzogthumAr ein berg-Meppen beigelegt. Der Herzog kann eine Ehrenwache halten.Sein Gerichtsstand ist bei der Iustizkanzlei zu Osnabrück , deinem Hause ist inpeinlichem Falle ein Gerichtsstand von Auskragen oder das Recht, von Ebenbürtigengerichtet zu werde», bewilligt, und das in solchem Falle ergehende Erkenntniß kannnie die Confiscation, sondern höchstens die Sequestration der mediatisirten Be-sitzungen zur Folge babcn. In den übrigen Straffallen ist das Staats- und Cabi-netsministerium die ausschließliche Behörde für alle Mitglieder des herzogt. Hauses.(Dgl. Sta » deSherre n.) Auch ist er Grand von Spanien erster Classe. Sammt-liehe Besitzungen des Herzogs in Deutschland enthalten 45 küM. ;125 O.uadrat-lieueS- und 79,100 Bew. Mir Einschluß seiner Besitzungen in den Niederlandenund- in Frankreich hatte der vorige Herzog 1809 über 1,700,000 Fr. Eiuk., mei-stens aus Waldungen, selbst in den Pprenäen ; gegenwärtig 750,000 Gldn. DasHaus ist katholisch, die gewöhnliche Residenz das Schloß Clemenswerth bei Mep-pen , auch Brüssel. 20.
Arena, s. Amphitheater.
Arendt (Martin Friedrich >. Dieter durch s. wissenschaftlichen Wanderun-gen durch einen großen Theil Europas berühmt gewordene dänische Gelehrte wargeb. zu Altona 1768, und starb, von einem Nervenschlage getroffen, in der Nähevon Venedig 1824. Auf des Grafen von Revenrlow Empfehlung wurde er 1797beim botanischen Garten zu Kopenhagen als Eleve angestellt z allein seine Vorliebefür Alrerthumsforschung führte ihn auf die Universitätsbibliothek, wo er in strengerKälte Stundenlang die Arnaemagnaeanischen Sammlungen durchsah. Mit lan-desherrlicher Unterstützung reiste er 1798 nach Finnmark. Norwegen hat er sehrgenau durchforscht, u. a. Gegenden, die vor ihm kein Fremder betreten hatte. Ersollte lebende Pflanzen und Samen einsammeln ; allein er brachte wenig oder nicht-Szurück und wurde entlassen. Nun begann er seine antiquarischen Sammlungen inNorwegen 1799 und 1800. Dann bielt er sich längere Zeit in Schweden auf,in Rostock bei Tychsen, in Paris bei Millin, und in Venedig . Einen Theil seinerPapiere, Zeichnungen und Abhandlungen, alle antiquarischen Inhalts, den Nor-den betreffend, hat er ur der Bibliothek zu Kopenhagen niedergelegt. Auch hat erin Paris und in verschiedenen Städten -LchwedenS, Deutschlands und Dänemarks einzelne Blatter drucken lassen. Später durchwanderte er die Schweiz, Spanien ,Italien und Ungarn . Er lebte von fremden Beiträgen, schlief oft unter freiemHimmel und kannte keine Bedürfnisse der Bequemlichkeit. Alle seine Papiere truger bei sich. Die Verfolgungen, d»e er in Neapel , als des CarbvnarismuS verdächtig,auszustehen hatte, haben viel dazu beigetragen, seine» Tod zu beschleunigen.
A reopaguS, der älteste unter den atheniensischen Gerichtshöfen, undzugleich wegen seines Ansehens, seiner Unbescholtenheit und GerechrigkeitSlicbe derberübmteste. Er hatte den Namen von seinem Versammlungsorte, dem unweitder Festung gelegenen Hügel des Mars. Die ^Lüftung dieses Gerichts wird vonEinigen dem CekropS, von Andern dem Solo» zugeschrieben; doch scheint er vonLetzten» nur eine bessere Errichtung und wichtigere Vorrechte erhalten zu haben.Aus wie viel Mitgliedern er bestand, läßt sich nicht angeben. Die Stellen warenauf Lebenszeit und wurden mit den abgegangenen Archonte» beseht, die sich Lurchredliche und eifrige Amtsführung Dessen würdig gemacht hatten. Es ward zu demEnde eine besondere Prüfung vorgenommen. ArisiideS nannte den Areopag dasheiligste Gericht Griechenlands , und DemosihencS versichert, daß er nie eilt Urtheilgesprochen, womit nicht beide Theile zufrieden gewesen. Die Verbrechen, welche