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Erster Band. A bis Bl.
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Ardey Arcmberg (Haus)

springen auf demselben. Der Bergbau aus Eisen, Kupfer und edle Metalle wirdnicht mehr betrieben. Noch jetzt ist dort die «chafzucht beträchtlich, und die Jagdsehr ergiebig. Den Namen Artennen leitet man von dem celtischen Ar, bei, undDuanna, Brunnen (Lottes, ab. — In einem weikern Sinne nennt man die Ge-birge, die vorn ehemaligen franz. Hennegau bis zurMosel reichen, Ardennen, da-her auch ein Depart. des nordöstl. Frankreichs , welches auf 80 IHM. 266,885 E.(Hauptst. Mezieres) zählt, von ihm den Namen har.

Ardey, das ganze Mittelgebirge, das sich in der Grafschaft Mark vonFrön-denberg bisVolmarstcin längs der Ruhr hinzieht. Es besieht aus rauhem Sandstein,über welchem sich das Ltteinkohlengebirge erhebt. Die Steinkohlen sind in dieserVolk - und fabrikreichcn Gegend sehr wichtig. Noch sieht man in diesem Gebirgedie Trümmer der Burg, woselbst im 7. Jahrh, die Grafen von Ardey hauseten.

Are, ein Flächenmaß in Frankreich , das die ehemalige O,uadratruthe ersetztund ungefähr 20.uadratruthen enthält. Der 10. Theil einer Are heißt Dcciare,und der Hundertsie Centi are. Decare isi ein Maß von 10 Aren.

Äre, der Zeitpunkt, von welchem eine Zeitrechnung angefangen wird. Die'Äre der Römer war die Erbauung der Stadt Rom , d. h. sie fingen von dieser Zeitan zu zählen; unsere Äre ist die Geburt Christi. Dichter und Redner brauchendas Wort auch für Zeitalter und Geschichtsepoche.

Arelat, ÄrelatischeS Reich, hieß von seiner Hauptstadt ArleS dasHerzogthum Burgund mit Provence , das im 9. Jahrh, auf kurze Zeit den Titeleines Königreichs führte. («. Burgund .)

Aremberg , ehemaliges Reichsfürstenthum und regierendes herzoglichesHauS. Der Flecken und das schloß Aremberg mit 490 Einw., wichtigen Blei-und Eisenwerken, liegt in der Eifel zwischen Koln, Iülich und Blankenheim , ge-hörte ehemals zum kurrheinischen Kreise, jetzt zumKreise Adenau des Regierungsbe-zirks Koblenz, im preuß.Großherzogthum Niederrhein . DasHausArembcrg,ein Zweig des Hauses Ligne, welches 1547 durch Heirath die damalige GrafschaftAremberg erwarb, war eins der alten l 13) deutschen Fürstenhäuser. Es erhieltdiese Würde 1576 vorn Kaiser Maximilian I I. und hatte Lih und Stimme aufdem Reichstage von 1582. Der Gründer des neuen Hauses Aremberg war PhilippK ;rl (der ältere Sohn Johanns von Ligne), Fürst von Aremberg und Admiral vonFlandern. Er erhielt durch seine Vermählung mit Anna von Croy das HerzogthumArschor und starb 1616. Sein ältester Sohn, Philipp Franz, ließ Aremberg vomKaiser Ferdinand >>>. 1644 zu einem Herzogthum erheben. Diese Fürsten undihre Nachfolger zeichneten sich durch treue Ergebenheit an das HauS Habsburg unddurch Tapferkeit aus. Der Herzog von Aremberg, Ludwig Engelbert , verlor imluneviller Frieden ftine unmittelbaren Besitzungen (zusammen 74 IHM., 11,800Einw., 120,000 Gldn. Einkünfte) und erhielt dafür 1802 als Entschädigung inWestfalen: Meppen und Recklinghausen (zusammen 45 lüM. und über 236,000Gldn. Eink.). Von s. Gemahlin, des Grafen v. Lauraguais Tochter (starb 1812),erbte er die Besitzungen des Hauses ChalonS in Hochburgund. Er war blind und starbzu Brüssel 1820. Sein ältester Sohn, ProSper Ludwig , Herzog von A.,Fürst von Recklinghausen und Meppen, lebt gegenwärtig in Wien . An ihntrat der Vater schon im Sept. 1803 Meppen und Recklinghausen ab. HerzogProSper gehörte mit zum Rheinbünde, verlor aber 1810, durch Napoleons Ein-verleibung jenes HerzogthumS in Frankreich und Berg, seine -Louverainetät. Ervermählte sich 1808 mit einer Nichte der Kaiserin Josephine, welche Napoleon zur franz. Prinzessin erhob, Stephanie Tascher de la Pagerie, die sich aber von ihm1816 scheiden ließ, worauf er sich 1819 mir Ludomille, des Fürsten von Lobkowitz ältester Tochter, vermählte. Seit 1815 ist der Herzog von A. Erandesherr,wegen Aremberg und Recklinghausen (im Regierungsbezirke Münster , 12 lüM.,