Band 
Erster Band. A bis Bl.
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406
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Ariadnr

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oder Iran genannt wird. Hammer bestimmt seine Grenzen (in s. Abhandl. überSchcchnameh in den „Wiener Iahrb. der Literatur", Bd. I X.j also: VonO., vonHinkudusch oder dem Paropamisüs aus bis an den westl. Kaukasus , vom Sihunbis an den Euphrat , hat sieh der Dereich des alten Erieme hingedehnt, und Alles,was westlich dem Euphrat liegt, Assyrien sowol als Babylon, liegt außer seinenGrenzen. Sein östl. Theil ist also Baetrien, der westliche das eigentliche Medien,und so war Aria oder Erieme der gemeinschaftliche Name beider, oder das Meter-land im nächsten Sinne, wekhalb auch Herodot (VI >, 61) die Meter Arier nennt.Dieses Aria ist der abgeschlossene Schauplatz der großen und heiligen Handlungender Zendschriften und des persischen Heldenbuchs 'Lchahnameh'. Durch Überein-stimmung der ältesten Urkunden, meint nun Hammer, werde uns die Überzeugung -aufgedrungen, dieses sei das paradiesische Hochland Mittelasiens, von welchem all«Cultur ausgegangen sei. Denn in demselben sollen sich auch die in der Genesis be-zeichneten 4 Flüsse (Dschihnu, Schon oder JaparteS, Didschlet und Frak) wieder-finden. In demselben sei auch Bamien (Dactra, nach den Zentbüchern ChenkretS,die älteste Stadt der Welt, gelegen gewesen, von wo aus die Cultur sich westlichnach Babylonien , durch die Chaldäer, südlich an den Indus, durch die Brahmanen,verbreitet habe. Später sei dann gen W. Ecbatana und gen N.Hekatompylos auf-geblüht, und nach Untergang des alten luetischen Reichs, Persepolis oder Istaihr,die in den Zendschriften nicht mehr vorkommt, b) Die Provinz Aria in Baetrien.Weil in späterer Zeit einzelne Provinzen diesen Namen führten, sind viele Verwir-rungen entstanden. Man versteht darunter hauptsächlich die ehemals stark bevöl-kerte Provinz, durch welche der Fluß AlüuS oder Arias fließt, und welche nördl'chdurch die Sariphigebirge von Margiana, westlich von Parthien durch den MuSdo-ranus, südlich durch den BagouS von Drangiana geschieden war, und östlich an dieProvinz Paropamißada grenzte. In dieser Provinz sollen die Städte Artakoana,eine große, von Alerander gebaute Stadt Ale.randria und Lusia gelegen haben.Jetzt heilst diese Landschaft Chorassan oder das Land derSonne. Chorassm,der östl. Theil von Kabulistan oder Afghanistan , grenzt nordöstl. und östl. an denOxuS und an Bulkh, Kabul und Leistan, westl. an Irack, Asterabad und Dahe-stan. Der zu Kabul gehörige Theil mit der Hauptst. Herat (100,600 Einw.) lebtunter den Gesetzen der Afghanen. Der persische Ancheil hat Mesched zur Hauptst.Das ganze Land ist gebirgig; die Luft überall gesund, im Gebirge kälter. Nakur-producte sind Wein, Früchte, Korn, Reis, -Leide, Indigo, Gallapfel, Cochenille,Pferde, Gold, Silber, Eisen, geschätzte Steine ». s. w. Gewerbsprosticte sindZeuche von Seide oder Baumwolle, Teppiche, Ltahlklingen u. s. w. Die Ebeneist voll Ruine» von Städten und Bergen , die in den inländischen Kriegen zerstörtwurden. Der OxuS und der Iaxartes machen in der Breite von einigen Meilen anjedem Ufer die Ebene äußerst fruchtbar. Zwänge eine größere Bevölkerung die Ein-wohner zu künstlichen Wasserungen der Ebenen, so würde das Land auch außer denUfern der Haupt- und Nebensiüsse sehr fruchtbar sein. Jetzt leben kier Turkoma-nen, Bucharen und Perser, und zum größten Theil nomadisch. Der Handel istmeist in den Händen der B 'charen, die in großen Caravanen den Gütertransportnach China und durch die Bucharei nach Rußland , oder an die Häfen des kaspi-schen Meeres besorgen. 44.

Ariadne , desMinoSund derPasiphai-Tochter. Nachdem sieTheseuS(s. d.f gerettet, von dem Treulosen aber auf.NaroS verlassen worden, erscheint ihr,während sie ermattet im unruhigen Schlaf hingesunken ist, plötzlich, von seinemSiegeszuge aus Indien zurückkehrend, von seinen Gefährten und Dienern um-tauscht, mit jubelndem Getümmel, Flöten - und Cvmbelklaug, Bacchus, derWonne spendende, ewig jugendliche Gott. Er erblickt die holde Schläferin mitstummem Erstaunen und huldigt ihren Reizen. Sie erwacht, um auf immer in