Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Arianer

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seine Arme zu sinken. Die auf Erden Verzweifelnde wird himmlisch getroster, dieGebeugte über alles Irdische erhoben, die Braut und Triumphgencfsin des sanfttesten: Tigerbändigers, eine siegprangende Himmelskönigin, (sjhre Krone vertun-,digt noch jetzt als leuchtendes Sternbild, zu welchen Seligkeiten ihre Besitzerin auf-stieg. — Alte und neuere Dichter haben diesen schönen Stoff vielfältig behandelt;eS sind mehre Gemmen übrig, welche die Geschichte der Ariatne darstellen; auch isteine Ariadne unter den Gemälden von Herculanum. (S. auch Bcnda.)

Arianer wurden die Anhänger des alexandrinischen Presbyters Arius ge-nannt, der um 318 behauptete, Christus, der-Lohn Gottes, sei das edelsie aller ausNichts geschaffenen Dinge, also geringer als Gott und durch dessen freien Willenhervorgebracht. Diese Meinung wurde von der orthodoxen Kirche, welche demSokne Gottes völlige Gleichheit des Wesens mit dem Vater (Homousia, daherHomousianer) zusprach unk sein Verhältniß zum Vater nur durch den Ausdruckewige Zeugung bezeichnet wissen wollte, auf der Synode zu Alexandria 3.0, und323 ailf der Kirchenversammlung zu Nicäa verdammt. Die Bestimmungen desnicä ischcn und des darauf gebauten ausführlichen! Atbanasischen Glaubensbckennt-niss s (Svmbolums) haben daher in dem Streite gegen Arius ihren Grund."' Erwußte inzwischen i» der Verbannung seiner Partei mächtige Anhänger zu ve> schaf-fen . und Konstantin der Große wollte eben aus Liebe zum Frieden die Wiederauf-nahme des Arius in die katholische Kirchengemeinscbaft bewerkstelligen, als dieser33k plötzlich starb. Nach s. Tode gewann seine P'rtei bedeutenden Zuwachs, Kon-stantin selbst ließ sich kurz vor seinem Tode 531 auf Arianische Weise raufen, und beiKonstantins war der Arianismus die Hoftheologie, bildete sich seine eigne Litur-gie und nahm seit 330, wo KonstantiuS allein herrschte, auch im Oceideni Ober-hand, indem Rom den Arianischen Bischof Felix annehmen mußte. Die Tren-nungen unter den Arianer» selbst bereiteten indeß der katholischen Kirche , die jenebeständig im Ban» hielt, den endlichen Sieg. Zuerst hatten sich ihr die Semi-arianer oder halben Arianer, als deren Anführer BasiliuS von Ancnra und GecrgiuSvon Laodicea in Syrien gelten, durch Behauptung einer Wescnsähnstchkeic desEohneö mir dem Vater (Homoiusta, daher Homoiusiasten) genähert und dadurchdas Übergewicht am kaiserl. Hofe bekommen, obgleich Macedonius und diePneu-maromachen (s. Geist, heil.) zu ihrer Partei gehörten. Noch mehr aber trugenzu demSiege der Orrhcdoxen die Übertreibungen der strengen Arianer, Aktivs undEunomiuS aus Kappadocien , nebst ihren zahlreichen Anhängern bei, die aus derSynode zu Sirmium 551 durch die Behauptung, daß der Sohn Gottes eines ganzandern Wefens sei als der Vater (daher Hetcrusianer, Anomder), selbst die Semi-arianer wider sich ausbrachten und durch Zurücksührung der Taufe auf eine ein-malige Unrertauchung auch beim Volke Anstoß erregten. Den Ausschlag gab Kai-ser Julian , der Apostat, dessen Verachtung gegen das Christenthum allen Parteiengleiche Duldung verstattete und k'ine Glaubensstreitiqkeit aufkommen ließ. Zwarerhob sich der Arianismus durch ValenS seit 304 im Orient wieder aus den Tbronund durfte selbst bis zu Gewaltthätigkeiten gegen die Katholischen schreiten : Gra-tian aber stellte die Ruhe, und Theodosius die Herrschaft der Altgläubigen wiederher, und die Parteiungen unter den Ariancrn selbst beschleunigten das Ende ihresEinflusses und Ansehens im römischen Reiche. Seither ersten Hälfte des 5. Jahrh,verlor sich daher der Arianismus in dem Theile des römischen ReickS, der noch un-ter den Kaisern stand. Bei den Gokhen. die das Christenthum durch 'Arianer um310 kennen gelernt hatten, blieb er im Westen des Reichs herrschend, bis des or-thodoxen Franken ClodwigS Siege und die Kirchenverbesserung des westgolhischennigs Reccared ihn am Ende des 5. Jahrh, auch hier verdrängten. Um dieselbeZeit ward er bei den Sueven in Spanien vertilgt, die ihm 100 Jahre lang gehul-digt hallen. Die Burgunder, die ihn 450 angenommen, gaben ihn schon im An-