Band 
Erster Band. A bis Bl.
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in einer kleinen Schrift („Abgenötigtes Wort aus meiner Sache^, „sah ich michschon mit dem Beginne» der zweiten Sitzung abzubrechen genöthigt. Denn nichtetwa bloß Abschrift der Protokolle, sondern auch Zulassung meiner Unterschristderselben wurde von dem Herrn Jnguirentcn mir abgeschlagen". Allein in derRegel dürft» Abschriften der BerhörSprotokolle nicht gegeben werden, und nachgemeinem Rechte ist es nicht gesetzlich, die Protokolle vom Angeschuldigten unter-zeichnen zu lassen. Daher sei das Versprechen unverbrüchlichen Stillschweigensüber diese Untersuchung irrig, als von ihm gegeben, in die Registratur aufgezeich-net worden. In seiner oben angeführten Schrift, die, außer andern Aciensiücken,auch die von A. am 18. Febr . 1821 eingereichte Protestation enthält, erklärt derAngeklagte, daß er „kein geheimer Bündler, kein lockender Jugendverführer, keinrevolukionnairer Jakobiner sei, sondern ein freigesinnter monarchischer und königi-scher Mann, der das auf Verfassungen und Gesehen ruhende Königthum undFürstentkum für die sittlichste und glücklichste geftl'schaftliche Ordnung halte".— A. darf wieder Vorlesungen kalten. Seine „Nebenstunden" (Leipzig 1828) ent-halten eine Beschreibung und Geschichte der shetländischen Inseln und der Deka-den. i^eine «christ: „Christliches lind Türkisches" (Stuttg. 1828) gibt älter«Aufsätze lind betrifft die Politik unserer Zeit.

A rne (Thomas Avgustin) betrachte» die Engländer für einen ihrer größtenTonsetzer. Er war geb. zu London um 1704, der Sohn eines angesehenen Ta-pezierers und erhielt seine erste Bildung im Etoncollegium. Für die Rechtsgelehr-samkeit bestimmt, folgte er dem größer» Dränge zur Tonkunst und ließ sich heim-lich ein alreS Spinell auf den Oberbodcn seines väterlichen Hauses tragen, umseiner Neigung zu huldigen. Roch lange mußte er sie verbergen, aber endlich sahsich der Vater genöthigt nachzugeben, da der Sohn schon große Fortschritte in seinerKunst gemacht hatte. Durch Corelli'S Concerte und Händel'S Ouvertüren bildeteer sein Violinspiel, und sei» Elftrfür Musik brachte bald auch sciueSchwester da-hin, sich zur Sängerin zu bilden. Für sie schrieb er auch eine Partie in seiner erstenOper „lionuiiloncl" (nach Addison's Text), welche zuerst 1733 zu Lincolns JnnfoldSgegeben wurde und große» Beifall erhielt. Daraus folgte Fielding'S komische Ope-rette „kenn 'I'liuiiil,, <>r tll« c>>>er-> oslipee-,,?". Noch eigenthümlicher und aus-gebildeter erschien sein Styl in der Musik des (1738). Das Volk ward

durch die lebendigen, muntern und natürlichen Melodien, durch die Wahrheit undEinfachheit des Ausdrucks sehr angesprochen. Um 1740 heirathete er eine treff-liche, in italienischer Sckule gebildete Sängerin, Cäcilie Äsung. Beide gingen1742 nach Irland , wo sie ekrenvoll aufgenommen wurden. Nach 2 Jahrenengagirte er sich als Compoiust, sie als Sängerin bei dem Drurylanetheater in Lon-don . Für die Conceixe in den Vaurhallgärten componirte er mehre Gesangstücke1745. Nachdem er noch 2 Oratorien und einige Opern, z. B. „li!i?.,i", com-ponirr und den Titel eines !>e. der Tonkunst in Oxford erhalten hatte, versuchte ersich auch mit einer Composition im ital. Styl, nämlich Metastasio's ,,.4iauch diese gefiel. Doch war sei» Talent mehr für das Einfache, Liebliche, Sanfteund Jdnllische, als für das Große und Erhabene. Er schrieb auch Compositionenzu den Gefangen in Shakspeare's Dramen und mehre Jnstrumentalstuck.. A. starb1778. Seine Schwester war die nachher als Madame Cibber berühmte Sänge-rin; auch sein Bruder ging zur Buhne.

A rnh e im, Hauptir. der niederländ. Provinz Geldern mit 1500 H. und8000 Einw., Sitz eines Gouverneurs und der Provinzialstaaren, wozu die Stadt5 Deputirte sendet, am Fuße der veluwer Berge am Rhein , nur einer Schiffbrückeund einer bedeutenden Handelsspcdition nach Deutschland , auch einem Hand cle-gerickt,einer latein. Schule, Kunstschule, einem Gesangcollegium, einer Gesellschaft derZeichnen-und Baukunst u. einer physikal.-literar. Gesellschaft. Die Umgebungen