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Arsinoe Artemisia
tigste von allen Metallen, indem man es schon in einer Wärme von 360 GradFahrenheir silblimircn kann; die Dämpfe riechen wie Knoblauch, schmecken süßlichund färben das Kupfer weiß. Bei welcher Temperatur das Arsenik flüssig wird,ist noch nicht gehörig bestimmt. — Das Arsenikmetall wird aus den aufbereitetenErzen durch eine bloße Destillation aus thöncrnen Retorte» mit gut schließendenVorlagen gewonnen. Da? Metall sammelt sich als ein krystallinischer Körper inden Vorlagen und wird unter dem Namen Fliegenstein, Fliegenkobalt, Scherben-,kobalt gewonnen; zugleich geht auch sogenannter grauer Arsenik mit über. Amhäufigsten gewinnt man das Arsenik im verkalkten Zustande; man bedient sich dazuder Flammöfen, welche ein große? muffelartigeü Gefäß erhitzen, das mit einemGiftfange in Verbindung steht. Dieser ist entweder ein langer, weit fortgeführter,gemauerter Eanal, oder ein g-oßcS geräumiges Gewölbe, über welchem sich nochmehre Kammern befinden. Das verflüchtigte und verkalkte Arsenik sammelt sich alsGift-, oder Arsenikmehl in den Fangen und gibt durch ein Raffiniren dasArsenikglas oder das weiße A., wobei sich in den Giftfängen iSublimat an-setzt. Das gelbe Arseni k, künstliche Rauschgelb oder Auripigment,erfolgt durch ei» silblimirendeS Schmelzen aus schwefelhaltige» Arsenikerzen oderaus Giftmehl und Schwefel-, daSrotheA. oder Realgar aus einem Gemengevon Schwefel--und Arsenikkiesen durch Sublimation. —Das A. ist häufig vor-handen, begleitet viel die Zinn -rind Kobalterze und wird bei deren Röstung gele-gentlich gewonnen. Mit dem Kupfer gibt das metallische A. das sogen. Weiß-kupfer; die Kalke werden m der Färberei und auch zu mineralifchen Farben ge-braucht. — Es ist das stärkste mineralische Gift, besonders das weiße Sublimat.
Arsinoe, s. A l k m ä o n.
Arsis, s. Rhythmus.
Artaxe rxeS, der Name mehrcr persischen Könige. 1)A. mit dem Bei-namen LongimanuS, wegen seiner langen Arme, derzwerteSohn des RcrreS, ent-ging dem Arkaban und den andern Verschworenen, die seine» Vater und seinenälter» Bruder Darir.S ermordeten, »nd bestieg 484 v. Ehr. den Thron. Die em-pörten Ägypter brachte er zum Gehorsam, erkaufte den Frieden mit Athen da-durch, daß er den griech. Städten Asiens die Freiheit zügesimid, herrschte friedlichund starb 125 , tEr war den Juden gunüig und wird für den Abasveruü der chi istgehalten. 2) A., mit dem Beinamen Mnemon, wegen seines starken Gedächtnisses,folgte seinem Vater, Darin? II., im I.405. Nachdem er seinen BrudeiCyruSi s. d.j besiegt, bekriegte er die Spartaner, welche jenem beigestanden, und zwangsie, ihm die griech. Städte und Inseln Asiens zu überlassen. Dagegen begün-stigte er die Achenienser und wußte überhaupt die Griechen unter sich in Uneinig-keit zu erhalten. Er ward 361 von s. Sohn Dchus getödtet. Dieser folgte ihmunter dem Namen 3§ A. O chus. Nachdem er die Phönizier und Ägypter wiederzum Gehorsam gebracht und große Grausamkeiten in beiden Landern verübthakte (in Agvpten ließ er unter Änderm den Apis schlachten und sich zuni Mahlebereiten), ward er von seinem Feldherrn Bagoas vergiftet, der den Leichnamden Katzen vorwarf und aus seinen Knochen Sabelgriffe machen ließ.
A r t e »i i d o r u S, von der GeburkSstadk seiner Mutter, einer Lvdierin,der Daldianer genannt, ein griech. Schriftsteller au? EpbefilS im 2. Jahrh, nachChr. Er beschäftigte sich viel mit Traumdeukerei, und noch haben wir von ihm 2Lchrifren darüber, wichtig für Den, der sich über diesen Gegenstand genauer unter-richten will, und auch wegen mancher eingestreuten Bemerkungen für den Philolo-gen überhaupt merkwürdig. Neueste kritische AuSg. v. Reist (Leipzig 1805).
Artemisia, Königin von Karien , Schwester und Gemahlin de-sMauso-luS, dessen Tod sie auf die zärtlichste Art betrauerte und dem sie in ihrer H^mpist.