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Astronomie (Nutzen und Literatur)
nus, Piazzi's Entdeckung der Ceres (1861), Olbers's Entdeckung des Pallas(1803) und Vesta (1801), Harding'g Entdeckung der Juno (1801), OlberS'Sund Encke'S Bestimmung des Umlaufes zweier Kometen; ferner die neuesten Grad-messungen in Frankreich, England, Deutschland, Schweden , die Vervollkomm-nung der astronom. Instrumente durch Reichenbach ic., in frischem Andenken;und der vereinte Fleiß so vieler noch lebenden Astronomen läßt für die fortschreitendeAusbildung der Astronomie nicht weniger glänzende Erfolge hoffen.
Über den Nutzen dieser vortrefflichen Wissenschaft wird eS kaum nöthig seinsich zu verbreiten. „Ihr erhabener Gegenstand", sagt ein deutscher Naturforscher(Gehler), „darf nur genannt werden, um Empfindungen von Größe und Würdezu erregen, und die Begriffe, die sie uns von dem Umfange der Welt und vonder Macht, Weisheit und Güte ihres allmächtigen Urhebers gibt, müssen auchMenschen von sonst stumpfem Gefühle zur Bewunderung und Anbetung hinreißen.Die Vortheile, die sie der menschlichen Gesellschaft zur Eintheilung und Wahrneh-mung der Zeit, zur Schifffahrt, Bestimmung der Lage der Drte auf der Erdeu. s. w. gewährt, springen in die Augen. Überhaupt aber ist die Kenntniß der wah-ren Verhältnisse und Verbindungen, in welche» unsere kleine Erde mit dem großenGanzen steht, dem aufgeklärten Erdbewohner, wo nicht unentbehrlich, doch ge-wiß höchst nützlich und anständig. Diese Kenntniß erhebt uns über Manches, wasdas Herz sonst an die Erde fesselt und uns aus diesem kleinen Planeten groß undwichtig däucht, und fängt vielleicht eine Gedankenreibe in uns an, deren Fortsetzungnoch jenseits des Grabes einen Theil unserer Glückseligkeit ausmacht". — Aus deraußerordentlich reichen Literatur der Astronomie führen wir nur die neuesten undwichtigsten Lehr- und Handbücher an: „ckrironnnstc- pur sie l,:>I->u,Ie" (3. Aufl.,Paris 1192, 3 Bde., 4.). Daraus gibt es einen Auszug: „.llin-g-- >!'a^i,nnni»ii;I>ar ,I(- leiluncle" (Paris 1195) (ein Führer, welcher selten im Stiche läßt); „ Zslrn-iiomic ilu'-niignc c-t >,rulü>,i« üv Delamkn r" iPariS 1814, 3 Bde., 4.) (ein fürAstronomen vom Fach wichtiges Werk). Schuberts „Theoretische Astronomie"(Petersburg 1198. 3 Bde., 4.), und die neue französische Ausgabe davon (ebendas.1822); Biot's „l'r.nü: ßüunrntaire ck'.islioiunniö ziliv-iguc" (2. Auf!., Paris 1810, 8 Bde.); Laplaee'S „Lxpoülinn >1n 5v-isu>r «In nuunle" 5. A-, Paris 1824. (eine allgemeine Darlegung der in dem größer» Werke: „>Iä,-.'n>ig!w >-ß-leslk", rechnend entwickelten Resultate). Aus die leichtern Sätze der Geometrieund Astronomie beschränkt sich dagegen Bode'S „Erläuterung der Sternkunde"(3. A.. Berl. 1808, 2 Bde.); und diesem Werke zur Seite darsBürja'S „Lebrbuchder Astronomie" (Berlin 1194, 5 Bde. ! genannt werden, welches aber schon tie-fere Vorkenntnisse erfodert. Vortrefflich, wenngleich sehr gedrängt, ist Boh-nenberger'S „Astronomie" (Tübingen 1811). Von Piazzi'S italienische'» „Lehr-buche der Astronomie" hak Westpbal (Berlin 1822, 2 Bde.' eine deutsche Über-setzung gegeben. An englischen Werken führen wir Woodboufe'S „I'ü>-,i>,'uMrvIrrali5c v>> !><Nrc>iioi>üe" (1823) und Ferguson's „I.eelure; ,n> ->5lr->n,nnv"an, welches letztere populair geschriebene Werk auch i» mehren deutschen Bearbei-tungen vorhanden ist. Eine Belehrung für Leser, die keine mathemat. Vorkennt-nisse besitzen, gewähren namentlich BrrndeS'S: „Die voruehisisien Lehren derAstro-nomie, dargestellt in Briefen an eine Freundin" Leipzig 1810, 4 Bde.) und Frieü'S„Populaire Vorlesungen über Astronomie". Endlich bat Schubert auch eine ,,Po-pulaire Astronomie" (Petersburg 1804 , 3 Bde.) herausgegeben. Die neueste istLtttrow's „Populaire Astronomie" Wien 1825, 2 Thle. . Dem beobachtendenund rechnenden Astronomen müssen Bessel'S „Beobachtungen auf der königsbergerSternwarte", die seit 1813 in Folio erscheinen, empfohlen werden. Likerarischeund andre Notizen über astronomische Tafeln finden sich in den genannten größernastronomischen Lehrbüchern. Die astronomischen Zeitschriften betreffend, so wird