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Erster Band. A bis Bl.
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von jeder Kirche. Seirdem galt dies kirchliche Recht in der ganzen katholischenChristenheit und erhielt sieb, so lange die Unabhängigkeit des päpstlichen Regimentsbestand, wenigstens in Italien unangetastet. Es war als eine Schutzwehr gegenden wilden Geist der Jahrhunderte nach der Völkerwanderung, der 'Alles unsichermachte, sebr wohlthätig, aber begreiflicherweise auch eine Veranlassung, die bür-gerlichen Strafen in kirchliche zu verwandeln, die landesherrliche Gerichtsbarkeitzu umgehe» und den Bezirk der geistlichen zu erweitern. Daher ward eS in denneuern Zeiten von den meisten Regenten abgeschafft. kl.

Asymptote, in der Geometrie eine gemeiniglich gerade Linie, die neben 'einer andern krummen Lüste von unbestimmter Länge fortläuft, dergestalt, das ihreAbstände von einander immer kleiner und kleiner werden, ohne das sich beide Linienjemals schneiden können (weshalb Leibmtz vortrefflich die endlichen Geister Asympto-ten der Gottheit nannte). Die Asymptote kann auch eine krumme Linie sein. i

Asyndeton, die Hinweglaffung der im prosaischen Style sonst erfoderli- §eben Bindewörter, insofern dadurch die Rede an Nachdruck und Lebendigkeit ge- lwinnt. Dies ist der Fall in denjenigen Stellen, wo die Rede eine schnelle Hand- ^lrng oder einen bewegten Zustand des Gemüths ausdrückt, und hier wird also je- incS Hinwcglassen zur rhetorischen Figur. Klopstock bringt diese Figur fast zu häu-fig an. So heißt es („Messiade ", 7. Ges.): l

Sie stürmten, nisten, standen, weinten, staunten, verfluchten, segneten. !

A talanta. Zwei d. N. wurden in der Mythologie von den alten Mytho-grapken öfter verwechselt. Die Eine war eine Arkadien», die Tochter des Iasusund der Klrmene, berühmt als bogenkundige Iägerin. Sie erlegte mit ihrenPfeilen die Centauren RhökuS und HyläuS, die ihr Gewalt anthun wollten, zogmit den Argonauten nach Kolchis und war nachher bei der Jagd des kalytonstchenEbers, dem sie den ersten Wurf beibrachte, weshalb Meleager ihr den Preis desKampfes darreichte. (S. Kalydon u. Meleager.) Die Andre war des Schö-nens, KönigS von Scyros, Tochter, berühmt durch ihre Schönheit und ihre Schnel-ligkeit im Mettlauf. Jener Eigenschaft und dieser Fertigkeit sich bewußt, machtsie ihre» Freiern harte Bedingungen. Jeder sollte mit ihr einen Werrlaus bestehen;er lief unbewaffnet voran, sie folgte mit einem Speer. Holte sie ihn nicht ein, sowar sie die S einige; im Gegentheil war der Tod sein Loos, und sein Kops ward amZiele aufgesteckt. Verschiedene hatte schon der Tod getroffen, als HippomeneS, desMegareus Sohn, sie durch der Venus Hülfe überlistete. Die Göttin hakte ihmeinige goldene Apfel gegeben, die er während des Laufs, einen nach dem andern,ihr in den Weg warf. Atalanta versäumte sich, sie aufzuheben, und Hippomeneserreichte vor ikr das Ziel. Ihre Sprödigkeit verwandelte sich jetzt in so unmäßigeBegierde, daß sie sogar den Tempel der Cybclc, bei welchem der Mettlauf gehaltenworden, entweihte. Die erzürnte Göttin verwandelte zur Strafe die beiden Gat-ten in Löwenz als solche zogen sie fortan den Magen derselben.

A t e, bei den Griechen die Göttin der Schuld, des Unrechts und der Be-leidigung, von der Homer sagt:

Die Göttin wirkt ja zu Allem,

Zens's erhabene Tochter, die Schuld, die Alles herhöret,

Sstueckenvoll: leicht schweben die Füg' ihr: nimmer dem Grund auchNabel sie, nein, bock wandelt sie her auf den Häupter» der Männer,

Reizend die Menschen zum Fehl, und wenigstens Einen verstrickt ne.

Als sie den Zeus bei des Hercules Geburt zu Prahlereien verleitet harte, wodurcher von der eifersüchtigen Here überlistet ward, faste derselbe sie zornig bet den glän-zende» Locken, schleuderte sie auf die Erde und schwur, das sie »,e in den Dlymvzurückkehren solle. Seirdem durcheilt sie die Erde mir ungemessener Schnelle undwaltet überall verderblich. Hesiod nennt sie eine Tochter der Eris .