Band 
Erster Band. A bis Bl.
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AudäuS

Audienz

terhält 10,000 Mann brit. Truppen und zahlt von s. Einkommen, das 12 Mill. !

Thaler beträgt. 4 t Mill. Thlr. an die Compagnie, welche in sichrem Lande die wich- l

tigc Stadt u. Festung Llllahabad als Souverän: besitzt. In der heil. StadtAud am jGoggra steht ein berühmter Hindutempel und Aurengzeb'S große Moschee. Der lSchab von And, Saadet Alp, oder Haider Schah, m. d. Titel: Abulmusafsir ic. !(starb20.Dct. 1827), hat ein Prachtwerk: „Heil täulsun," oder ,,'kl>e seven 5 ^ 5 ,a dictioimi V !ind -;rui>i ok tlie perri-ni laii^uaet«'. bv I I. äsiss. tl>e ok jOiicie" (7 Bde., Fol.), in s. Druckerei zu Lucknow 1822 gedruckt, herauSg. und ^mehre Exemplare desselben der ostind. Gesellsch. zur Vertheilung in Europa zugestellt. ,Die Universitäten zu Wien, Gottingen, Rostock, Halle, Leizig, Jena , deßgl. die !kenigl. Bibliotheken zu Berlin, Dresden und München , baben Exemplare erhalten. ^Der Echah bat das Wörterbuch, welches in 6 Bdn. 22,862 Artikel und im 7. Bde.die Grammatik enthält, selbst gesammelt und das Werk von den Gelehrten s. Hofesvollenden lassen im I. der Hegira 1237 (Christi 1821). Es ist vollständiger alsMeninski. Eine philosophische Bearbeitung des Sprachschatzes nach europäischerWeise darf man von dem orientalischen königl. Lexikographen nicht erwarten. —

DieHaupst. und Residenz Lucknow am Gunty hat 300,000 Einw.

AudäuS, Audianer, s. Anthropomorphismus.

Audebert (Jean Daptiste) vereinigte in einem hohen Grade von Voll-kommenheit die Talente eines Malers mit den Kenntnissen eines Naturforschers.Geb. zu Rochefort 1759, kam er, 18 Jahre alt, nach Paris , um die Zeichnen-und Malerkunst zu erlernen, und bildete sich zu einem ungeinein geschickten Minia-turmaler. 1789 lernte ihn Gigot d'Orcn kennen, der, als ein reicher Liebhaberund Beförderer der Naturgeschichte im Besitze ungeheurer Sammlungen, die sel-tensten Stücke von ihm malen ließ und ihn in der Folge nach England und Hol-land schickte, woher er eine Menge Zeichnungen zurückbrachte, von denen für Oli-vier'S „Geschichte der Insekten" Gebrauch gemacht worden. Diese Beschäftigun-gen weckten A.'s Geschmack für die Naturgeschichte, der bald bis zur Leidenschaftstieg. Er unternahm nun eigne Werke, durch die er seinen Ruhm begründet hat.Das erste war s. „Ilsitiüre Iwlnrel!« des rin^er, der in-chis et dei ^.'deopitbe-< 1 »eG (Paris 1800, Fol.), in welchem er sich gleich geschickt als Zeichner, Ku-pferstecher und -Lchriftsteller zeigte. In Ansehung der Farben, die für naturhisto-rische Gegenstände so wesentlich sind, brachte er es zu einer vorher nicht erreichtenVollkommenheit. Nicht zufrieden, die verschiedenen Farben auf eine einzige Platteaufzutragen, sodaß eine Art von Gemälde daraus ward, ging er weiter, und be-diente sich dabei, statt der Wasserfarben, der dauerhaften: Ölfarben. Fernerbrachte er es dahin, mit Gold zu drucken, dessen Farben er mannigfach veränderte,um die glänzendsten Wirkungen seiner Vorbilder nachzuahmen. Die Naturge-schichte gewann ungeinein durch seine Werke, deren Pracht in Erstaunen setzt. L>.„Ilsitoire ,Ie8 ce>lll»>!i. dek oi^euuv-ninnelwü. >I<?5 si>e>ii>nir>! et des >>rn,nernp>x"XParis 1802, Fol.) wird für das vollkommenste Werk gehalten, das je in dieserGattung erschienen ist. 15 Exemplare wurden davon mit goldenen Buchstabengedruckt. Kaum hatte dies Werk begonnen, als A. neue Plane entwarf, zu de-ren 'Ausführung kaum das längste Leben hingereicht haben würde. Er starb 1800,als er kaum die „llsitoiee des ^rimpere,',ux et des oiseaux dc p,:r:>dis" be-gonnen hatte. Beide Werke wurden von DeSray, der im Besitz der Materialienund der VersichrungSark war, rühmlich beendigt. Um die Herausgabe von Le-vaillant'S „Vögeln Afrikas " hatte A. großes Verdienst; er leitete den Abdruck derPlatten bis zur 13. Lieferung.

Audienz, audientü,. Verhör und mündlicheVcrhandlung vor einem Tri-bunal. Im diplomatischen und StaatSverwaltungssinne: der Zutritt zu Regentenund hohem Staatsbeamten, bald um für fremde Mächte, bald um dem eigenen