Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Auckland

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Erschlagenen sich stets feindselig gegen den Mörder betrug. Der König zwang Ma-caire, mit dem anklägerischen Hunde seine Sache erdalienmäßig auszufechreit, undder Mörder unterlag. Diese Anekdote ist für die Buhne zu einem Drama verarbei-tet worden u. d. T.: „Der Hund des Aubry oder der Wald bei Bondy", welchesdurch Anlockung des Pöbels die Tassen gestillt und das deutsche Theater den bei-ßendsten Satyren bloßgestellt hat. Der Grund von dem Einen wie von dem Andernliegt darin, daß der Hund, meist ein dressirter Pudel, die Bühne betrat, beklatscht,herausgerufen und überhaupt als Schauspieler behandelt wurde. Er erschien, soviel Deutschland betrifft, zuerst in Wien aus den Nebentheatern, indem die Hof-theater ihn ausschlössen von der Theilnahme am Künstlerruhm. Aber im Sept.1816 betrat er die königl. Bühne zu Berlin , deren Beispiel auch bald die großher-zogl. zu Weimar nachahmte. Letztgedachter Umstand hatte die für die deutsche Thea-tergeschichre merkwürdige Folge, daß Göthe die Leitung dieser Buhne niederlegte,noch ehe der Hund öffentlich erschien, worauf die Tagesblätter die Verse aus Schil-lers Gedicht an Görhe:

Der Schein soll nie die Wirklichkeit erreichen,

Und siegt Namr, so muß die Riinsi einweichen,in dieser Parodie anwendeten:

Deui Hundesiall soll nie die Buhne gleichen,

Und kommt der Pudel, muß der Dichter weichen.

Seitdem hat, so viel wir wissen, kein Hoftheater weiter ihn'zugelassen, und nurPrivatunternehmer haben sich eine unwürdige Läpeculation erlaubt, von welcherdie Satvre laut behauptete, daß sie eine :>oru canlna für die Zeitrechnung unsererBühne begründen würde. A. Nur.

Auckland (William Eden, Baron), ein Staatsmann, der unter Pitt'sMinisterium großen Einfluß hatte und zu den wichtigsten Sendungen auf demfesten Laute gebraucht wurde. Seine Laufbahn eröffnete er 1778 als Vermittlerzwischen dem Mutterlande und den insurgirten Colonien. Obgleich er von LordHowe , Sir Clinton, G. Iohnston und dem Lord Carlisle aus dieser wichtigenSendung begleitet wurde, so entsprach der Erfolg doch den Erwartungen nicht, dieman von den Talenten dieser ausgezeichneten Männer gehegt hatte, und es bliebEngland Nichts übrig, als die Unabhängigkeit der Amerikaner anzuerkennen. Spä-ter harte Lord Auckland als Parlamentsglied einen großen Einfluß auf die Reformder peinlichen Gesetze und mit Howard und Blackstone auf die Organisation einerneuen Polizeiverfassung und bessern Einrichtung der Gefängnisse. Dann erhielter den wichtigen Posten als StaatSsecrerair von Zrland und 1785 die Ambassadeam stanz. Hose, um zunächst den Abschluß eines HandelStractatS zu bewirken, der1786 auch zu Stande kam. Während der ersten Zahre des stanz. Revolutions-kriegs hatte er den wichtigen Posten eines außerordenrl. Abgesandten bei den Gene-ralstaate» in den Niederlanden , und als solcher auf die Maßregeln im Gedränge dersich immer mehr verwickelnden Begebenheiten den größten Einfluß. Nach seinerRückkehr wurde sein Betragen vom Parlament einer Untersuchung unterworfenund dasselbe für vorwurfsfrei erklärt. Er starb 1811.

Auctor (jur.), 1) der Urheber eines Verbrechens; 2) Derjenige, der ein ihmzuständiges Recht auf einen Andern überträgt; 3) Derjenige, in dessen Namen einAndrer handelt oder besitzt. Wird Letzterer wegen eines Gegenstandes, der nicht ihn,sondern seinen Auctor angeht, in rechtlichen Anspruch genommen, so ist er befugt,die gegen ihn angebrachte Klage durch Nennung des AuctvrS von sich abzuwehren.

A u d , Oude, ein zu Bengalen gehöriges, der brit.-osiind. Gesellschaft zins-bares Vasallenreich, an beide» Seiten des Ganges (25—30 Ist B.), nebst Duab8000 llM. groß, mit 5 Mstl. Einw.; nach Ä. hat Aud ollem nur 950 mM.und 3 Mist. Emw. Das Land ist reich an Zndigo w. Der Sultan von Aud un-