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chung seines Zweckes bedient hatte, so regierte er dennoch mit vieler Weisheit, be-förderte den Wohlstand seines Volks, sah streng auf die Verwaltung des Rechtsund auf Sittlichkeit, und suchte seine eigene Macht zu begründen. Zwei Söhne,die versucht harten, sich eine Partei im Staate zu machen, ließ er festsetzen unddurch langsam tödtendeS Gift hinrichten. Er führte viele Kriege, eroberte Gol-conda und.Visapur, und vertrieb nach und nach die Maratten ganz aus ihrem Da-terlande. Er starb den 21. Febr. 1707, im 51. Regierungsjahre. — Aurun-gabad, seine jetzt verödete Residenz, beschreibt -Leely in den .OVninIers <>k(London 1824 . Nach seinem Tode gerieth das Reich der Mongolen in Verfall.Es brachen sogleich Kriege zwischen seinen Söhnen aus,- und mehre eroberte Pro-vinzen suchten sich unabhängig zu machen.
Aurich , Hauptst. der hanöverschen Landdrostei gl. N. oder der ProvinzOstfriesland . mit 3400 E., Sitz des ostfries. RegierungScollegiumS und eines Anus,mit einem protestank. Consistorium u. e. Gymnasium, bat 4 öffentl. Bibliotheken,Pfeifen- u.Tabacksfabr. u. wichtige Pferdemärkre. Von dieser Handelsstadt führtdie Treckfni't, ein durch Moor und Marsch über 3 Meilen weit gezogener Barkenca-nal nach Emden , dem ersten Hafen des Konigr.Hanover. In A. versammeln sichdie Provinzialstände Ostfrieslands , die mit so großem Beifall der preuß. Regierungund ihres Vaterlandes die groben LanteSfreiheiten Ostfrieslands lange handhabten.Das Land wurde unter der preuß. Regierung immer blühender und genof. einer un-beschränkten Handels-, Conscriptions-, Licent- und Accisefreiheit. DieProvinzial-stände schrieben das dafür zu erlegende Baar durch Vertheilung aus. Eine allgemei-nere Barkenschiffsahrt, Holzanpflanzung ttnd Vereinzelung der Gemeinheiten fehltnoch dem Lande. Auch würde die Verbindung der Eins, Lippe und Ruhr mit demRhcine auf A.'S Handel und Wohlstand voriheilhaft wirken. Denn kleine Städtehebt man nicht durch örtliche Vorrechte und Begünstigungen, sondern dadurch, daßman die Landleute der Umgegend vermehrt und wohlhabender macht. — Zu demAmte A. gehört die Insel Norderncv (s. d.), mit einem Secbade.
Aurikel (l'rinnUa -ineü-nlO, eine mit den Primeln verwandte beliebteGartenblume, wächst in den südlichsten Gegenden von Deutschland wild auf ho-hen Bergen und an schattigen, feuchten Orten. Durch die Cultur hat sie anSchönheit und Farbenpracht sehr gewonnen. Ihr Geruch ist angenehm undlieblich. Sie blüht im April und Mai oft auch im Herbste zum zweiten Mal.Man pflanzt sie entweder durch Absenker oder durch Samen fort; letztere Artder Fortpflanzung foderr aber großen Fleiß. In einigen Gegenden heißt sie An-tike! - Schlüsselblume.
A u rora (griech. Eos), Hyperion's und der Thia Tochter, und Schwesterdes Helios und der Selene . >Lie war mithin eine der alten Gottheiten aus deinTitanengefchlechte, behielt aber auch unter den neuen Göttern ihren Glanz. DeinTitanen AsträuS, einem Sohne des KriuS, gebar sie die Winde ZephvruS, Bo-reas und NotuS, den Morgenstern und die Gestirne. Sie fährt, von den göttli-chen Rossen LanipuS und Phaeton gezogen, aus den Tiefen des Oceans emvor,und hebt mit Rosensingern den Schleier der Nacht, der Welt leuchtend, bis derGlanz des Tageü sie verscheucht. Unter den Sterblichen, deren Schönheit dieGöttin fesselte, nennen die Dichter besonders Orion, Tiibon und CephaluS.
Ausbeute, im Bergwesen, der reine Gewinn einer Grube für die Gewer-ken oder Besitzer der Kure, »ach Abzug aller Kosten. Dieser Gewinn wird ge-wöhnlich in Species bezahlt, welche AuSbeutethaler hcifen.
A u ö b r u ch, die edelste Sorte des Ungarweins, welche aus den reifsten,vor der eigentlichen Lese ausaebrochenen Trauben gekelrett worden ist. Auch amRhein hat man an einigen Orten das Ausbrechen der reifen Trauben angefangen,um besonders edle Weine zu erhalten.