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Erster Band. A bis Bl.
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554
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554 Ausdehnung Ausdünstung

Ausdehnung, s. Expansion.

Aukdrnck, figürlich: die völlig angemessene Veräußerung eines innernZustandes. Die Mittel dazu, Werke, Tone, Mienen, Gebärden, welche manin der gewöhnlichen Sprache wol auch Ausdruck nennt, sind davon sorgfältig zu un-terscheiden. Worte, als Zeichen der Vorstellungen, sind noch keine Ausdrücke, siewerden es nur im Zusammenhange und durch die erfodcrl che Beschaffenheit. Au-ßer dem Zusammenhange ist in der Sprache eigentlich Nichts Ausdruck, als Inter-lection. Sollen Wörter Ausdruck habe», so gilt es die Untersuchung, ob sie genauDem entsprechen, was der Darstellende uns durch sie mittheilen wollte. Dies istaber nur aus dem Zusammenhange erkennbar; das einzelne Wort erweckt Nichtsin uns als die bloße Vorstellung, die, für sich betrachtet, weder wichtig noch un-wichtig ist, sonder» DeideS erst durch die Verbindung wird, worin sie erscheint.Ebenso wenig ist Ausdruck mit Nachdruck zu verwechseln, wie so häufig von Denengeschieht, die Ausdruck nur in dem Starken, Kraftvollen finden, und daher einemPathos nachjagen, das wegen seiner Unnatur höchst mißfällig wird. — In unsererErklärung des Ausdrucks setzen wir den Zustand der Beschaffenheit, das Vorüber-gehende dem Beharrlichen entgegen, um anzudeuten, daß beim Ausdrucke nichtdie allgemeine Art geistiger Mittheilung, sondern eine besondere, von jener etwasunterschiedene, stattfinde. A. B. wenn wir von einem Gesichte, von einem Bild-nis sagen, daß es Ausdruck habe, so wollen wir damit nichts Andres sagen als:Dies ist nicht blos die allgemeineForm eines menschliche» Gesichts überhaupt, son-dern die dem Individuum, welchem es angehört, inwohnende Ldeele kündigt sichi» den Zügen dieses Gesichts, dieses Bildnisses, an. Demnach bestände der Aus-druck in Ankündigung von Seele, und jedes Wort, jeder Ton, jede Bewegungwürde ein Ausdruck sein, insofern uns dadurch die Seele enthüllt wird. Die Seeleaber nehmen wir nur wahr in bestimmten Zuständen. Der Ausdruck ist folglich dieÄußerung eines Seelenzustandes, und ;war des Zustandes eines von einem Gegen-stände lebhaft gerührten, von ihm durchdrungenen und begeisterten Gemüths. DieseÄußerung aber muß völlig angemessen sein, damit die äußere Darstellung der in-nern so entspreche, daß genau dieselben Ideen und Gefühle in dem Geiste und Ge-müthe des empfänglichen Andern entstehen, wie sie im Geiste und Gemüthe desDarstellenden vorhanden waren. Der Ausdruck muß daher in Beziehung auf denGegenstand genaue Bestimmtheit und Anschaulichkeit, in Beziehung auf den Dar-stellenden aber Beseelung und richtigen EmpfindungSton haben. Da aber die Ver-äußerung des innern ScelenzustandcS, worin das Wesen des Ausdrucks besteht, imeigentlichen Sinne Darstellung ist, so werden wir auf die Wirksamkeit der Einbil-dungskraft hingewiesen, ohne welche wir weder in jenen Zustand kommen, nocheiner Darstellung fähig sind. Den Gegenstand, welchen wir nicht durch die Ein-bildungskraft auffassen, stellen wir uns nicht so lebhaft vor, daß wir dadurch in ei-nen besondern Zustand verseht werden könnten, und ohne die erhöhte Thätigkeit derSeele in einem solchen Zustande drängt uns stück,tS, uns eigentlich auszudrücken.Alles dieses zusammenfassend, kann man sagen, Ausdruck sei beseelte Darstellungeines durch die Einbildungskraft aufgefaßten Gegenstandes, gemäß der Beschaffen-HAk und Wirksamkeit desselben, in dem Zustande eines zu lebhafter Thätigkeit auf-geregte» Gemüths. Er ist schon seiner Natur nach ästhetisch, und in allen schö-nen Küustcn nicht seinem Wesen, sondern nur den verschiedenen DarstellungSmit-keln nach verschieden. Die jeder Kunst eigenthümlichen Mittel des Ausdrucks be-stimmen ihre Sphäre. — Der Anatom Charles Bell will ein besonderes Nerven-system als Bewirken des Ausdrucks entdeckt haben. S. dessen on tlio

muttninv and ;>bi!e>ie>;>b v nk ox preisn, n" (2. Auff., öond. 18B, 4.).

A uSdu n st u n g, die durch Einwirkung des Wärmestoffs hervorgebrachteUmwandlung flüssiger und fester Körper in tropfbare elastische Flüssigkeiten. Setzt