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Ausierlitz (Schlacht bei)
eine Zeitlang tapfer widerstand. Als diese aber atich durch den Angriff des sranz.linken Flügels unter Lannes in Unordnung gcriethen, und der letzte Angriff der ruff.Garden von den franz. Garden und der Reiterei, die Murat befehligte, zurückge-schlagen worden war, trat das verbündete Heer den Rückzug, welchen Bagrationund Kienmavr deckten, um 1 Uhr in guter Ordnung nach Ä. an und ging am 4.über die March. Das Ende dieser Schlacht war so sonderbar, daß sranz. Truppenvon dem rechten Flügel, mit dem Rücken gegen A. gelehnt, die Reste des linkenFlügels der Verbündeten angriffen und zu den: Ende von denselben Anhöhen herab-kanien, von welchen herab die Allnrten am Morgen gegen sie marschirt waren.Dadurch litt am meisten der linke Flügel, als er sich über die gefrorenen Teichebei Kobelnitz und Satschau und über einen schmalen Damm zog. In jenenTeichen sollen, da Napoleon das Eis mit Kartätschen Anschießen ließ, nach sranz.Angaben einige Tausend Mann ertrunken sein. In dieser Verwickelung mußteGenerallieut. Przybvszewsky mit 113 Ofsicieren und 6000 M. das Gewehrstrecken. Nach Kutusofss Bericht verloren die Raffen 12,000 M. Die Franzo-sen gaben den eignen Verlust zu 1500 M., die Zahl der ani 2. und 3. gemachtenGefangenen aber auf 20,000 M. und die der genommenen Kanonen, welche größ-tentheils in dem morastigen Boden stecken geblieben waren, auf mehr als 150 an/Die Östreicher hatten 5922 M. an Todten, Verwundeten und Gefangenen verlo-ren. (Dgl. d. Aufsatz des östreich. Haupkm. Schönhals über die Schlacht bei Au-sierlitz in d. „Östreich, militair. Zeitschr.", 1822, 6. Heft, mit e. Plane.) —DieSchlacht — wird behauptet — hätte von den Russen entweder vor dem 1. Dec.,also vor Bernadotte's und Davoust's Ankunft bei dem sranz. Heere, geliefert wer-den sollen, oder später und nicht vor dem 15. Dec. Denn es nahte von Ungarns Grenze her, gegen die Donau und Wien zu Hülfe, ein Heer von 80,000 M. unterden Erzherzogen Karl und Johann, welche sich am 27. Nov. bei Windisch-Feistritz in Steiermark vereinigt hatten (Maffena war nämlich am Isonzo stehen geblieben);zugleich versammelte sich das Aufgebot in Ungarn ; außerdem war bereits am 3. einneues, 12,000 M. starkes EorpS Russen unter dem General Bennigsen in Ober-schlesien eingetroffen, und in Böhmen das Volk bereit, sich in Masse zu erheben;endlich standen, in Folge des Potsdamer Vertrags v. 3. Nov., durch den der Königvon Preußen dem Petersburger Bündnisse beigecreten war, 180,000 M. Preußen,«Lachsen und Hessen gerüstet, um, wenn Napoleon Preußens Vermittelung, aufden Fuß des luneviller Friedens, am 15. Dec. nicht annähme, in Franken vorzu-dringen und Napoleons Verbindungslinie an der Donau zu durchbrechen, während80,000 M.Preußen, Russen (unter Tolstoi), Schweden , Hanoveraner und Eng-länder in Norddeutschland dieGrenzen der Niederlande bedrohten; auch in Italien konnte durch die Landung der Engländer und Russen in Neapel eine wirksame Di-version gemacht werden. Dessenungeachtet bot Östreich die Hand zum Frieden.Am 3. Dec. erschien Fürst Johann von Liechtenstein in Napoleons Hauptquartier ,und am 4. harte Kaiser Franz selbst eine zweistündige Unterredung mit Napoleon bei den sranz. Vorposten unweit des Dorfes Nasedlowicz bei einer 7?kühle, zuSaroschütz, wo beide Monarchen über einen Waffenstillstand und die Grund-lagen eines Friedens übereinkamen. Napoleons Adjutant, General Savarv, beglei-tete den deutschen Kaiser in sein Hauptquartier zurück, um zu erfahren, ob Alexan-der an dem Vergleiche Theil nehmen wolle. Nach russ. Berichten ließ der Monarchihn gar nicht vor sich; die franz. Bulletins aber erzählten umständlich seine Audienzbeim Kaiser Alexander, die auch der Verf. (der östreich. Gen. von Lttutterheim) der„äl:>tälü>nx ponr rewir ä I'biijt. elv 0, buUnüc ck'.bustci (1806, mit No-ten von einem französ. Ofsicier, angeblich von Napoleon selbst dictirt) S. 79 er-wähnt. Prinz Berthier u. Fürst Liechtenstein schloffen hierauf am 6. einen Waf-fenstillstand ab, nach welchem die franz. Armee den östreich. Kreis, Venedig ,