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Austern AuStragalinstanz
einen Theil von Böhmen und Mähren, sowie Presburg besetzt hielt, das russische Heer aber in bcstimniten Fristen die kaiserl. östr. Staaten räumen, in Böhmen undUngarn kein Volksaufgebot stattfinden und kein fremdes Heer die Sraate» des Hau-ses Östreich betreten sollte. Überdies legte Napoleon am 7. den von seinen Trup-pen besetzten Ländern eine Kriegssteuer von 100 Mill. Fr. auf. Alexander zog,nach dem Wunsche des Kaisers von Östreich, seine Armee zurück, trat jedoch nichtdem Waffenstillstände bei, sondern stellte seine Heere in -Lchlefien und in Nieder-sachsen zur Verfügung des Königs von Preußen; auch besetzten seine Truppe» inDalinatien am 4. März 1806 das von Östreich an Frankreich abgetretene §at-taro (s. d.). Der Waffenstillstand von A. lahmte alle -Ltreitkräfte der östr. Mo-narchie und zerriß ihre bisherigen politischen Verbindungen, sodaß der preuß. Mi-nister, Graf von Haugwitz, welcher, um am 15. Dec. als Vermittler entscheidendaufzutreten, schon im Nov. zu Wien angekommen war, von Napoleon aber erst am9. Dec. vorgelassen wurde, unter diese» veränderten Umständen, wo ihm der sranz.Kaiser nur die Wahl zwischen offenem Kriege oder einer Allianz ließ, seiner Jnstruc-rion ganz entgegen, den so verhängnißvollen Vertrag v. 15. Dec. abschloß, welcherPreußen aus einem Verbündeten Rußlands in einen Verbündeten Frankreichs ver-wandelte. (Dgl. Lucchesini , „Über den Rheinbund", I,öL. 348fg., und Schöll'Sst«! jialx". VI! I, S. 27 fg.) Östreich unterzeichnete hierauf am 26.Dec. die harten Bedingungen des Friedens zu Presburg (s. d.), durch den esnicht nur ein Areal von 1141 klM. mit 2,785,000 Bewohnern und 13,610,000Gldn. Eink. abtrat, sondern auch seine Verbindung mit der Schweiz und Italien und seinen Einfluß auf das deutsche Reich verlor. So ward Napoleons Öberherrschaftin Italien befestigt, die Abhängigkeit der Fürsten Suddeutschlands von der PolitikFrankreichs entschieden, und Preußen von seinem Neutralitätssystem losgerissen. X.
A ti st ern, Schaltbicre vom Geschlechte der Kaminmuscheln. Die untereSchale ist bauchig, die obere platt; je älter die Austern sind, mit desto mehrSchuppenreihen find die Schalen besetzt. Äußerlich ist ihre Farbe grau oderschwärzlich, inwendig weiß. Sie lebe» an steinigen und sandigen MeereSufern,in den europäischen und andern Meeren. Man theilt sie in Berg -, Sand-und Lehmaustern; die erstern zieht man vor, besonders wenn sie auf Höhenwohnen, wo Ebbe und Flur wechseln. In Holland sind die seeländischen,und in England die von Eolcbester die vormglichsten. In Deutschland hält mandie holsteinischen und jütländischen, in Italien die Pfahlaustern von Trieft und dievenetianischen Arsenalaustern für die besten. — Die Nahrung der Austern soll inSchlamm, Lehmerde, Pfianzentheilen und Würmern bestehen; sie sind aber aufDasjenige beschränkt, was ihnen der Zufall zufuhrt, da sie ihren Wohnort nichtverlassen können. Deßwegen befinden sie sich da am besten, wo die Flut 2 Maldes Tages ihnen frische Nahrung zuführt. Im Frühjahr findet man Eier inden Schalen, und bald darauf erscheinen vollkommen ausgebildete Junge. Diejunge Auster klebt sich sogleich an irgend einen festen Körper an und gedeiht hier,bis sie durch irgend einen Zufall losgerissen wird. Wiewol die Austern sich erst imdritten Jahre fortpflanzen , so vermehren sie sich doch außerordentlich schnell, undman findet sie an einigen Stellen im Meere bei Millionen. Solche Sammelplätzenennt man Austernbänke. In England und Frankreich werden sie auch in Canälcngezogen. Zur Zeit der Ebbe, wo sie auf dem Trocknen liegen, sammelt man siemit den Händen; sonst fängt man sie mit eisernen Rechen oder Netze» mit eisernenRahmen und dgl. Werkzeugen. Deutschland bezieht die meisten Austern vonHamburg , von wo sie entweder in -Lchalen oder auSgestochen, mit Salz undPfeffer eingemacht, versandt werden.
A u s t r ä g a l i n st a n z. 1) Der Mangel einer festen und kraftvollen Ge-richtsverfassung in Deutschland , welcher seinen vornehmsten Grund m der Schwäche