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Erster Band. A bis Bl.
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572 Australien

tung nimmt. Von diesen fast zusammenhängenden Inselreihcn sind die Sand-wichinseln ganz getrennt.

Australiens Boden ist fruchtbar, besonders in den Inseln der heißen Zone.Die aus Europa hierher verpflanzten Gewächse kommen sehr gut fort. Einige vonden Inseln sind niedrig und flach, andre mit schroffen Felfenküsten versehen undmit Gebirgen, sowol Ur- als Fleh - und Basaltgebirgen, angefüllt. Die höch-ste» bekannten Berge sind in den Sandwichinseln der Manna-Roa und in Neu-seeland der Pic Eginont, deren Höhe an 1-4,000 Fuß beträgt. Viele dieser Inselnsind vulkanischen Ursprungs, andre durch Korallenkhiere entweder von Grund auserbaut, oder durch Anbau an ursprüngliche Meeresfelsen in die Höhe geführt, er-weitert und mit Riffen umgeben worden, wodurch die Annäherung gefährlich ist.Bis jetzt fehlt es uns noch an Untersuchungen über die Beschaffenheit der GebirgeAustraliens, da von Neuholland, Neuguinea und Neuseeland nur die Küsten unddie ihnen nahen Berge von Naturforschern kaum mebr als im Fluge beobachtetwerden konnten, und in den andern Inseln der Aufenthalt der Europäer ebenfallszu kurz war, um genaue Untersuchungen anzustellen. In neuern Zeiten haben dieEngländer einen Versuch gemacht, von der Ostküste NeuhollandS, wo sie ihreVerbrechercolonien haben, in das Innere einzudringen. Das im W. von diesenEolonien, von N. nach S. streichende Gebirge, die blauen Berge genannt, hattewegen seiner steilen Felsenwände, schaudervollen Abgründe und immer höher undunzugänglicher sich hinter einander aufkhurnienden Berge die früher gemachtenVersuche, mit dem Innern bekannt zu werden, vereitelt. Endlich gelang es inrNov. 1813 dem Engländer Evans, die blauen Berge zu übersteigen, und 1815wurde eine Straße über dieses Gebirge vollendet. Überhaupt ist man nur 30 deut-sche Meilen von der Ostküste aus in das Land eingedrungen, das sich hier bis zurWestküste auf 600 deutsche Beeilen erstreckt! Auffallend ist in diesem Erdtheilc derMangel an großen Flüssen, wiewol es den meisten Inseln nicht an Bewässerungfehlt. Die in Neuholland aufgefundenen Flüsse sind schmale Meerarme, die sichtief in das Land hinein erstrecken, die Salzigkeit des Meeres beibehalten, und inwelchen auch in weiter Entfernung vom Meere Ebbe und Flut noch bemerklich Und.Ein unbedeutenderKüstenfluß ergießt sich in den tief eindringenden Meerarm. Dergrößte unter den n »Holländischen Flüssen ist der Hawkesbury in der Brockenbav, der10 Meilen landeinwärts für die größten Schiffe fahrbar und daselbst 150 Ruthenbreit ist. Jenseits der blaue» Berge hat man den Fluß Macguarie entdeckt, der sichnebst andern Flüssen in sümpfe verliert. Wahrscheinlich enthält, nach Orley'sBericht, Neuholland in seinem Innern einen großen-Lee, gleich dem kasvischcn,in welchen sich die Flüsse ergießen. Das Klima Australiens ist, da es in der heißenund in der südlichen gemäßigten Zone liegt, theils heiß, doch im Allgemeinen miteiner weniger drückenden Hitze als in den asiatischen und afrikanischen Ländern un-ter gleicher Breite, theils gemäßigt, mild, rein und gesund. Auch sind die Landerdieses Erdtheils, die in der südlichen Halbkugel liegen, kälter als jene in der nörd-lichen. Die Erzeugnisse Australiens sind theils dieselben der Länder andrer Erttheileunter gl. Dr., theils eigenthümliche, z. B. Vogel ohne Flügel, mit Haaren stattder Feder», vierfüßige Thiere mit Vogelschnäbeln, weiße Adler u. s. w.; Säug-thiere, mithin auch Raubrhiere, sind wenig vorhanden. Die einzigen sind: dasKänguruh (die Springratte), 100 bis 150 Pfund schwer, der Wombat (beide zuden Beutelthieren gehörig), das Schnabelihier, vielleicht das abenteuerlichste inder Welt, dem die Natur u, dem Körper eines Säugrhiers den Kopf oder wenig-stens den Schnabel eines Vogels gab, die Schweifthiere, der Dingo oder nenhol-ländische Hund, das neuholkändische fliegende Einhorn, die Beutelmaüs, Schweine,Hunde, Ratten, Fledermäuse, Walisische , Seebären, Seelowen und Seeele-fanlen. Don den Europäern.sind Pferde, Rindvieh, Schafe und Ziegen dahin