Band 
Erster Band. A bis Bl.
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Axel

vereinigt ward. Der Papst that im Frieden zu Tolentino auf A. und Denais- .sin Verzicht. Historisch merkwürdig ist Avignon in der katholischen Kirchenge-schichte, weil von 1305 — sieben Päpste nach einander ihren Stuhl hier- ,her verpflanzt haben: ein Zeitraum, welchen katholische Schriftsteller die babylo-nische Gefangenschaft der Päpste zu nennen pflegen. Man findet hier mehre römi-sche Alterthümer.

-V vlstu, s. Vista,

A V u c n t ,1 n K o i, s. Kronanwalt.

Avocatorien, Ab- oder Heimberufungen, welche beim Ausbruch einesKrieges von einem Staate erlassen zu werden pflegen, um seine Unterthanen ausdem Lande, vornehmlich aber aus den Kriegsdiensten des Feindes abzurufen undzur Heimkehr anzumahnen.

Ape , in der Geometrie, die gerade Linie, welche die Ebene einer krummen(z.B. Kreis, Ellipse :c. in 2 gleiche, ähnliche und auf beiden Seiten den gera-den ähnlich liegende Theile zerschneidet', ferner eine gerade Linie, welche von einemPunkte in der Peripherie durch den Mittelpunkt einer Kugel gezogen wird, die Apeder Kugel, und eine gerade Linie, welche aus der Spitze eines Kegels auf den Mit-telpunkt der Grundfläche gezogen wird, die Are des Kegels. — Wc ltaxe ist dieLinie, welche man sich durch die beiden Pole und den Mittelpunkt der Weltkugelgezogen denkt.

Axel, deutsch Abfalon, Bischof zu Rothschild (Roeskilde) und zugleichErzbischof in Dänemark v. 1158 —1201, groß als Geistlicher, Staatsmann,Heerführer und Seeheld, stammte aus einer der angesehensten Familien und warvon früher Jugend Freund und kluger Rathgeber des Königs Waldemar I. , derfichdurch weise Regierung und siegreiche Feldzüge den Zunamen „des Großen" erwarb.Als Anführer der Kriegsflotte reinigte Abfalon die dänischen Fahrwasser von denwendischen-Leeräubern; er trug zu der Eroberung der Hauptst. der Wenden (Ar-cona aus der Insel Rügen ) mit Rath und That bei, sowie zu den übrigen Erobe-rungen Waldemar'S in Pommern und den angrenzenden Ländern. Unter Walde-mar'S Sohn, Knud (tAnnim) VI., vernichtete A. mir wenigen in der Eile gesam-melten Schiffen eine große Kriegsflotte des pommerschen Herzogs Bogislav, wel-cher die dänischen eroberten Länder in Abwesenheit des KönigS überfiel. Der römi-sche Kaiser, Friedrich Barbarossa, harte Bogislav gegen Dänemark aufgereizt,weil das Verlangen des Kaisers, daß die dänischen Könige ihr Reich als Lehn vonihm annehmen sollten, abgeschlagen wurde. Allein Bogislav wurde gezwungen,sein Land als Lehn von dem dänischen König anzunehmen. In den von dem Kai-ser eingeleiteten Unterhandlungen unterstützten A. und sein Bruder Esbern, wieauch Andreas Lunehem, die Könige durch ihr kluges Benehmen, und Ersterer legtehier, wie überall, ebenso viele Geschicklichkeit zu friedlichen Staatsgcschäften alsMuth und Entschlossenheit im Kriege an den Tag. An der Gesetzgebung Walde-mar'S deren Weisheit und bündige Kürze noch, auch im Auslande, bekanntsind, hatte A. wahrscheinlich vielen Tbeil. Als Erzbiscbof verbesserte er die Kir-chenverfassung und fetzte aueb hier der Willkür Schranken. Seine Tkätigkeit fürAlles, was das Wohl des Vaterlandes betraf, war unermüdet, und die Kraft,womit er, stets entschlossen, Alles rasch vollzog, fast unglaublich. Durch seineErmahnungen wurden die besiegten Feinde oft schonend behandelt; ihm hakte Ar-cona es zu verdanken, daß es von den Dänen nicht geplündert wurde. A. warauch ein sehr gelehrter Bischof. In seiner Jugend hatte er zu Paris studirt;Gelehrsamkeit und Studium beförderte er bei den ihm untergebenen Mönchen. Un-ter seinen Augen schrieb Saro die schätzbare dänische Chronik. A. mißbrauchte nieseine Macht oder die Gunst des Königs, darum blieb Waldemar stets sein treuerFreund. Endlich ist A. auch als Stifter der Hauptst. Dänemarks berühmt. Damals