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Erster Band. A bis Bl.
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Baden (Geschichte)

stifteten. Friedrichs Linie starb bald aus. Rudolf pflanzte seinen Stamm fort.—Die weitere Geschichte von Baden enthält fortgesetzte Theilungen, die dein Landesehr schädlich waren. Von Christoph l. (gest. 1527) stammten die Linien vonBa- ^den--Baden und Baden-Durlach . Bernhard, der Stifter des Hauses Baden-Bad en, führte die Protestant. Religion in seinen Landen ein. Lein Enkel Philipp ^stand unter der Vormundschaft des HerzogS von Baiern , welcher während dersel- :ben die evangelische Lehre abschaffte. Philipp starb 1588, und das Land fiel anseinen Vetter Eduard, der sich zur katholischen Kirche bekehrte. Eduard bekümmerte >sich wenig um die Regierung, lebte in der Fremde und machte bedeutende Schulden. 'Kaiser Rudolf II. übertrug daher die Verwaltung des Landes den Herzogen vonBaiern und Lothringen , welchem der MarkgrasErnst Friedrich vonDurlach wider-sprach und das Land 1595 in Besitz nahm; erst 1629 ward es dem Markgrafen 1Wilhelm, Eduards Sohn, wieder eingeräumt. — Christophs l. zweiter Sohn, ^Ernst (starb 1553), war der Stifter der Linie Baden-Durlach . Er nahm di«evangelische Lehre an, welche von seinem Sohn Karl ll. im ganzen Lande eingeführtward. Der Sohn desselben, Ernst Friedrich, regierte die ganze Markgrafschaft §mit vielem Ruhme. Er starb 1604 ohne Kinder. Sein Bruder, Georg Friedrich , !der ihm folgte, trat seinem ältesten Sohne, Friedrich V., die Regierung ab, mäh- 1rend er selbst mit einem neugeworbenen Kriegsheer gegen Kaiser Ferdinand I I. und jzur Beschützung des Kurfürsten von der Pfalz, Friedrich V., zu Felde zog. Auf iFriedrich V., der die hohengeroldSeckifchen Freigüter erbte, aber nicht behielt, folgte !1659Fried'rich VI., dessen-Lohn, Friedrich MagnuS , 1677 die Regierung über- ^nahm. Wegen des Einfalls der Franzofen mußte er sich bis 1697 zuBafel aufhal- 'ten. Nach dem ryswicker Frieden suchte er den Wohlstand des Landes wiederherzu- !stellen und starb 1709. Zhm folgte sein Sohn Karl III. , der 1715die neueResi- !dcnz Karlsruhe erbaute und zum Andenken daran den Orden der Treue stiftete.Sein einziger Sohn Friedrich starb vor ihm, hinterließ aber 2 Prinzen, von denender älteste, Karl Friedrich (geb. 1728), 1746 die Regierung antrat. Diesermusterhafte Regent, dessen Minister, von Hahn und von Edelsheim, trefflicbeMi-nister waren, starb, 83 I. alt, den 10. Juni 1811 als Großherzog von Baden.Über seine 65jährige Regierung s. d. H. v. Drais „Geschichrl. Darstell." derselben(Karlsr. 1816, 2 Bde.). Da sein ältester Sohn aufeinerReise in Schweden durcheinen Sturz mit dem Wagen (15. Dec. 1801) ums Leben gekommen war, so fieldie Regierung an seinen 1786 geb. Enkel, Karl Ludwig Friedrich , der seit 1806mn Stephanie Luise Adrienne Napoleons, einer Adoptivtochter Napoleons , ver-mählt war, und bei seinem den 8. Dec. 1818 erfolgten Tode, da er keine männ-lichen Nachkommen hinterließ, seines Vaters Brudkr, den jetzigen Großberzog,Ludwig Wilh. Aug., zum Nachfolger hatte. Er ist geb. den 9. Febr. 1763; vor-her Markgraf . DieserFürst hat keineKinder, daher folgen ihm die durch dasPa-rent vom 4. Oct. 1817 mit Successionsfähigkeit zu Markgr. v. Baden und groß-herzogl. Prinzen m. d. T. Hoheit erklärten bisherigen Grasen v. Hochberg, dieSohne des vorletzten Großherzogs und der Gräfin von Hochberg, geb. Geyer vonGe,ersberg (aus e. alladel.reichsritterschaftl. Geschlechte, verm. m. Karl Friedr. den24. Nov.1787, in einer nicht morganatischen Ehe). Der älteste von ihnen, derErbfolger, Leopold (geb. 1790), verm. sich 1819 mitWilhelmine, der ältestenTochter des ehemal. Königs von Schweden , Gustav IV.—Bis zum lunevillevFrie-den umfaßten die badischcn Länder 77 IHM. mit 210,000 E. ^)n diesem Friedenwurden 8 IHM. mit 25,000 E. abgetreten, aber.60 IHM. mit 245,000 E. erwor-ben. Zugleich nahm der bisherige Markgraf am 1. Mai 1803 tieKurfürstenwürdean. Durch ten presburger Frieden, der tenDreisgau, das alte Stammland derHerzoge von Zährinaen, wieder a» Baden brachte, durch dcn Deirritt zum Rhein-bünde, welchen: Baden den großherzogl. Titel, die Landeshoheit über den größten