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Theil der fürstenbergrfchcn Lande, über die LandgrasschaftKlettgau, da? Fürsten -thum Leinnigen :c. verdankte, und durch die 1810 mir Würtemberg gemachte Län«derauStauschuna, die Baden fast 30,000 neue Unterthanen verschaffte, istdieGrößeder badischen Besitzungen auf 279; IHM., jetzt m. 1.141,700 E., gestiegen. DieStannnlande (Baden-Baden und Baden-Durlach ) betragen (nach Llbzug der Ab-tretungen) 51 OM, niit 217,381 E., und sammt!, Erwerbungen wurden etwa auf210 UlM. mit 750.000 E. geschätzt, worin jedoch einige standesherrl. Besitzungennicht mit begriffen sind. DasGroßherzogthum zählte 1819 8 Standesherren mit62 lüM. Areal, 196,000 E. und einem Steuercapital von 139,306,000 Gldn.,ferner 81 Grundherren mit 30 IHM., 120,000 E. und 99,043,000 Gldn. Steuer-capital. Nach Abzug der stände?- und grundherrl.Besitzungen verbleiben also rein-landesherrl. Besitzungen gegen 180 mM. m. 690,000 E. und 535,631,000 Gldn.Sreuercapital. Vgl. Tulla's Charte, Heunisch's Charte und „Hist.-stat. Tabel-len des Grosiherzogth. Baden" (Karlsruhe 1820). Das Finanzgefeh für 1825,1826 u. 1827 bestimmte die Skaatseinnahme auf 9,320,280 Gldn., wovon dieBerwaltungskosten mit 2,110,465 Gldn. abgehen. Nach dem Budget von 182Üwird Baden nur 11,605,100 Gldn. Schulden haben. Nach der Schlacht von Leip-zig trat der Großherzog von Baden vorn Rheinbünde ab und schloß sich 1815 demdeutschen Bunde an, in deffen engerer Versammlung er die 7. Wtelle hat und in derweiter» Bundesversammlung 3Ldtünmen führt. SeinContingent von 10,000 M.stellt Baden zum 8. Armeecorps. Der Regent war in allen innern Staatsangele-genheiten uneingeschränkter Herr, allein in der Urkunde vom 22. Aug. 1818 gabder Großherz. Karl dem Lande, dem 13. Art. der deutschen Bundesacte gemäß, einelandständische Verfassung mit 2 Kammern, die 1825 den Gesetzentwurf wegen Ge-sammterneuerung derKammern und der 3jährigen Dauer desZwischenraumeS voneinem Landtage zum andern unverändert annahmen. Außer der allmälig vorbe-reiteten und den 28. Qct. 1821 vollzogenen Hauptvereinigung der beiden evange-lisch-protestantischen Kirchen sind zu bemerken: die neue Maß- und Gewichtsord-nung von 1829; der neue Straßenzug von Lörrach nach der neuen Rheinbrückeumerbalb Basel u. a.
Baden, eins der fruchtbarsten Länder Deutschlands , erstreckt sich in eineransehnliche» Länge, aber wenig beträchtlichen Breite, längs des Rheinstroms, vonda an, wo er aus dem Bodensee tritt, bis zur Vereinigung des Neckars mit dem-selben, und bildet größtentheils eine fruchtbare Ebene mit vortrefflichen Fruchtfeldernund Weinhügeln, westl. vom Rhein bespült und östl. voizzDden- und Schwarz-wald begrenzt, von welchen beiden Gebirgen auch beträchtliche Theile zu diesemGroßherzogthum gehören und zur Bildung der schönen Gegenden desselben beitragen,worunter die reizende Bergstraße und das romantische Murgthal sich auszeichnen.Hauptsächlich gewinnt man Getreide in Menge, vorzüglich Spelz oder Dinkel,einen außerordentlichen Überfluß an Baumfrüchtcn (in den warmen Gegenden derBergstraße auch Mandeln, Kastanien und wälsche Nüsse), wovon viele außer Lan-des gehen, Taback, Krapp, trefflichen Hanf und guten Wem, davon viele Artenausgeführt werden. Der affenthaler, wertbeimer, bcrgsträßer und der Seeweinsind die bekanntesten. Letzterer wächst in den Gegenden des Bodensees und wirdunter dte geringern Sorten des Landes gerechnet. Auch die Waldungen befindensich in einen, trefflichen Zustande, indem sie der vorletzte Groüherzog auf alle Weiseschonte, während andre Fürsten Deusschlands verschwenderisch mit ihren Waldun-gen umgingen. Sie veranlassen, mittelst geschlossener Gesellschaften und der FlüsseMurg, K npg und Rhein, einen beträchtlichen Holzhandel nach Frankreich undHolland . Die Viebzucht wird in den Gegenden des Schwarzwaldes stark getrieben,und die herrschaftliche Schäferei GottSau, bei Karlsruhe , trägt zur Veredlung derSchashcerden bei, indem man aus Spanien Merinosschase hat kommen lassen.