Balsame
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um dre Bälle der Spielenden'aufzuheben, welche man in Frankreich , und da-her auch bei uns. NanquetS, späterhin Marqueurs nannte.
Balsam e, stark und meistens angenehm riechende, etwas dickflüssige Ma-terien. Die natürlichen sind verdickte ätherische Öle, sowie die Harze auSgertrocknete Balsame sind. Zu dieser Verdichtung trägt wahrscheinlich der größere Än-lh il von Sauerstoff bei, welchen sie aus der Luft annehmen. Sie fliesten entwederselbst aus dem stamme verschiedener Bäume oder werden durch gemachte Ein-schnüre in die Rinde solcher Bäume zu einem häufigern Ausflüsse veranlaßt. Dievorzüglichsten unter ihnen sind der Balsam von Gilead oder von Mekka , der kost-barste unter allen, der, so viel man weiß, von einem Baume in Arabien, nichtweit von Mekka , kommt. Man gewinnt ihn durch vorsichtiges Auffitzen der Zweige,der beste aber tröpfelt von selbst aus denselben, jedoch so sparsam, daß ein Zweigtäglich nicht mehr als 3—4 Tropfen gibt. Ein O.uentchen kostet in Mekka selbstgegen 2 Thaler. Der echte, reine Balsam wird bloß für die vornehmsten Araberund Türken aufgehoben, Andre bekommen ihn fast niemals unverfälscht. An-fangs ist er blaß, trübe und flüssig, mit der Zeit wird er zähe, gelblich und durch-sichtig, Der Copaivabalsam wird von einem schönen großen Baume in Südame-rika gesammelt, ist weißaelbü.ch, durchsichtig und etwas dickflüssig. Man brauchtihn als 'Arznei, auch in der Ölmalerei und zu Firnissen. Der perutziamsche Bal-sam ist theils dunkelbraun, theils weißlich, uüd kommt aus dem spanischen Ame-rika , vorzüglich aus Perm Der Balsam von Tolu, einer Stadt nicht weit vonCarrhagena in Amerika , sieht rothgelb aus und ist zäher als die andern Balsame.Der flüssige Srorax (i .gui>>->mh->i), aus dem Amberbäume, welcher in sumpfigenGegenden von Mexico wächst, kommt dem peruvianischenBalsam nahe. DieTer-penthine, aus kemTerpenthin- und Lerchenbaume, gehören gleichfalls hierher; fer-ner der karpathische Balsam aus der Zirbelnußkiefer, der ungarische Balsam ausdem Krummholzbaume.— Die Apotheker bereiten auch künstliche Balsame,welche theils dickflüssig wie Salbe und Öl, theils flüssig und hell wie Spiritussind. Zu den erstem wird als Grundlage gewöhnlich das ausgepreßte MuSkatenölgenommen, wozu alsdann wohlriechende ätherische Öle, z. B. Cirron-, Berga-inott'., Nelkenöl, auch Moschus u. dgl. gesetzt werden. Dergleichen sind dieSchlag-, Wund-, Kopfbalsame u. a. m. Unter den flüssigen sind der Hoff-mann'sche Lebenübalsam, der Schaucr'sche Balsam w. die bekanntesten. II.
Balsamiern (einbalsamircn), irgend einen Körper, insonderheit eineLeiche, mir balsam. Stoffen anfüllen und umgeben, um sie vor der Verwesung zubewahren. Die Erfinder dieser Kunst waren die alten Ägypter. Andre Völker,z.B. die Assyrier, Scythen und Perser, folgten ihnen, erreichten sie jedoch nichtdarin. Diese Kunst ist von dem Grade der Vollkommenheit, auf welchem sie beiden Alten stand, sehr herabgesunken, vielleicht weil die Veränderung in den reli-giösen Begriffen und Gebräuchen das Balsamiren der Todten seltener machte. Znden neuern Zeiten werden nur vornehme Personen zuweilen noch einbalsamirt;allein diese Balsamirung schützt nicht vor Verwesung. Aus dem Körper werdendie Eingeweide, und aus dem Kopfe das Gehirn genommen, und die Höhlungenmit einer Mischung von balsamischen Kräuter», Myrrhe u. dgl. m. gefüllt; diegroßen Blut- und andern Gefäße weiden mit Balsamen, die in Weingeist aufge-löstsind, ausgespritzt, dcrKörper mit dergleichen Spiritus stark eingenebelt u. s. w.(-V. Mumien.) II.
Baltimore, Hauptsi. der Grafschaft d. N. im Staat von Maryland ,1729 ein Pachthof, kann ein Dörfchen, blühte auf seit der Entstehung der Union,hatte 1776 5000 Einw., erhielt 1796 die Vorrechte einer City und ist seit1806 die dritte Handelsstadt der Verein. Staaten. Sie liegt unter 78° 55' W. L.von Greenwich und 39° 18'N. B. an der Nordseite des FluffesPatapSco, unfern