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Balzac Bainberg
wiewol aus andern Ursachen, insbesondere vermöge der reißenden Strömung durchden Sund und die beiden Belte in den Kattegat . Bei stürmischen! Wetter findetman an den Küsten Preußens und Kurlands Bernstein, den die Wellen an dasUfer «pülen. 40 Ströme ergießen sich in die Ostsee, darunter die Newa, Düna ,Warnow, Trave, Eidcr, Peene, Oder, Persanthe, Wipper, Weichsel, Pregel , Rie-men (oder Meniel), und die größtentheils unbedeutenden schwedischen Flüsse. Au-ßer Ldeeland und Fühnen bemerkt man folg. Inseln: Samsoe, Mön, Bornholm ,Langeland, Laaland, welche Dänemark gehören; die schwedischen Inseln: Goth-land und Öland, deßgleichen Hween im-Lundc, mit den Ruinen der von Tycho deBrahe erbauten Sternwarte Oranienburg ; Rügen, jetzt preußisch; endlich diealandischen Inseln, am Eingänge des bothnischen Meerbusens, undDagoe, nebstÖsel , an der lieständischen Küste, welche zum russischen Reiche gehören. DreiDurchfahrten fuhren voni Kattegat in das balt. Meer: der Sund, der große undder kleine Bell. Bei allen dreien wird ein oft 5-—6 Tonnen Goldes jährl. betra-gender Zoll entrichtet. Über 1000 Seeschiffe laufen jährlich in die Ostsee aus derNordsee ein. Eine Verbindung des balt. M. mit der Elbe mittelst der Warnow und des Plauersees ist dem Mecklenburgischen Landtage vorgeschlagen.
Balzac (Jean Louis Guez de), Mitglied der franz. Akademie, geb. zu An-goul 'me 1595 oder 1596, lebte in Rom als Geschäftsträger des EardinalS la Da-letre, ließ sich nach 2 Jahren in Paris nieder und zog durch s. Talente die Aufmerk-samkeit des Card. Richelieu auf sich, der ihm einen Iahrgehalk von 2000 Livr. in.d. T. eines StaatSrarhs ertheilte. Er galt für einen der größten Gelehrten und fürden einzigen Redekunstler s. Jahrh. Doch fanden s. zahlreichen Schriften auch hef-tigeTadler. Unter diesen trieb Goulu, General terFeuillams (e. Klosterordens un-ter d. Regel des h. Bernhards), s. Kritiken bis zu Schmähungen. Dies veranlaßteB„ Paris zu verlassen. Er starb in Angoul me 1654 in e. Älter von 60 I. Einemißverstandene Würde des Skvls harre ihn zu Schwulst, Ziererei und Übertreibun-gen verleitet, die freilich, als der Geschmack sich reiner ausbildete, nicht mehr in An-sehen bleiben konnten. Indeß muß man demWohlklange s. PeriodenbauesGerech-tigkeit widerfahren lassen und bekennen, daß er zur Bildung der franz. Profa man-ches Gute beigetragen hat. B. hatte die Alten studirt, und s. lak. Gedichte, wiewolohne sonderlichen poetischen Werth, sind rein und von den Fehlern s. franz. -Lehrerb-art frei. Das vollendetste f. Werke ist e. Abhandl. über die lat. Verse. Zu hart istVoltaire'S und Laharpe's Urtheil, daß B. sich mehr mir Worten als Gedanken be-schäftigt habe. Eine vollst. AuSg. s. Werke erschien zu Paris 1665, in 2 Bdn. Fol.
Bamberg, ein merkwürdiger Punkt in Deutschlands Culturgeschichte,vormals Haupt- und Refidenzst. eines Hockstifts, welches 65 LlM. und 200,000 E.umfaßte, jetzt Sitz der Provinzialbehörden des bairischen Obermainkreises, nämlicheiner Regierung, eines AppellationsgerichtS und eines Erzbischofs, liegt in einer rei-zenden und fruchtbaren Gegend an der schiffbaren Regnitz und hat gegen 20,000 E.Sehenswerth sind: das Schloß auf dem Petersberge, vom BischofLorhar 1702 er-baut, jetzt die Residenz des Herzogs Wilhelm von Baiern-Birkenfeld, Schwagersdes Königs Map und Schwiegervaters des Fürsten von Neufchatel (Berthier ), derhier 1815, durch einen Sturz aus dem Fenster, s. Leben endigte; ferner die gothische,1110 erbauteDomkirche mit ihrem Kirchenschahe und den Grabmälern Heinrichs l l.und s. Gemahlin Kunigunde, Konrads >U. und Papst Clemens 11. , die schöne Uni-versitätskirche :c. Die hiesige Universität ward 1585 als ein lH niu.i-.inin .in,nn>->n» errichtet, 1647 vorn BischofOtto in eine Universität verwandelt und 1648eingeweiht, 1739 vom BischofFriedrich Karl mit der juristischen und medicinischenFaculrät vermehrt, und endlich 1803 in ein Lyceum mit vollständigem philosophi-schem und theologischen! Unterricht verwandelt. Auch die medic.-chirurg. Lehranstaltam großen Ludwigshospitale ward neu doftrt. Noch gibt es a. treffliche Anstalten,