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Bambocciaden
Bandello
auch Kunstsamml. daselbst. Bekannt ist die Bierbrauerei, und berühmt der Gar-tenbau in und bei B. Über 500 Gärtner treiben einen auSgebre teten Handelmit Gartengewächsen, Obst, Süßholz, Anis, Coriander und Säm-reien. Vgl.Zack, „Bamberg , wie es war und wie es jetzt ist" (Bamb. 1818) und Des-sen ?lrt. in Ersch's und Gruber's „Encyklopädie". Von den bschöfl. Grab-denkmälern im Dom erschien eine Beschreib. (Bamb. 1827).
Bambocciaden, in der Malerei, solche Bilder, die Gegenstände undScenen des gemeinen Lebens aus eine groleskeWeise darstellen, z.B. Jahrmärkte,Bauernseste u. dgl.; so genannt nach Peter von Laar (s. d.), der wegen s.Ddißge-staltBamboccio, Krüppel, hieß.—Ä. F.Bernhardi'S humoristische Lchrifren, wor-an auch L. Tieck einigen Antheil hat, erschienen u. d.T. „Bambocciaden", 3 Thle.
Bamb u S, derMiese unter den Gräsern und Rohrarten Ost- irWesiindienS,erreicht e. Hohe von80Fuß., Bis zurHöhe von 20 F. hat der Stamm eine baum-artige Dicke, wo er sich in Aste theilt; die Zweige bestehen auc-Gelenken, die inwen-dig hohl, mit locken» Marke angefüllt und durch feste Scheidewände getrennt sind.Man benutzt diese Zweige zum Auffangen des PalmweinS u. a. Flüssigkeiten, dieältern Stämme ».Zweige aber zu Nutzholz. Die Chinesen sollen au? den Blatter»dieses Rohr? ihre Hüte flechten. Aus den Knoten der Gelenke schwitzt ein Zucker-saft, der an derLuft trocknet und schon von den Griechen indischer Honig genanntwurde. Die Araber gebrauchen ihn in der Ruhr als inneres Arzneimittel, auch beiäußern Wunden und Geschwüren. Unsere Bambusstöcke sind junge Schößlinge.
Ban (BannuS) hießen die Statthalter von Dalmatien, Slawonien, Kroa-tien , welche vom König über alle Beamte gesetzt waren, auch zu Kriegszeiten denOberbefehl führten, von bedeutet im Slowenischen einen Herrn. Eine Landschaft,über die ein BannuS gesetzt war, heißt Bannat. Jetzt gibt es nur noch einenBan von Kroatien , welcher unter den ungarischen weltlichen Magnaten die dritteStelle hat. Vor ihm kommen der Palatin»? Regni und der Index Curiä.
Banca, niederländ. Insel bei Sumatra, zum Vasallenstaate Palembang gehörig, hat 60,000 E., darunter 25,000 Chinesen, ist bekannt wegen seiner vonder londner Bancacompagnie betriebenen Zinnbergwerke und Perle,isischerei, dieauch an den Ufern der Solo-Inselgruppe, nordöstl. vonBorneo, ergiebig ist. DasZinn von Banca ist sehr rein und leicht zu gewinnen. Der südöstl. Theil vonBanca ist noch nicht untersucht.
Banda, s. Gewürz inseln.
Ba » da, sonst eine Gesellschaft zusammen eingespielterMusiker; heutzutagebesonders das Chor der türkischen Musik. Uu,>>I.i s»I Iiulco sagt man, wenn diesetürkische Musik in Opern auf der Bühne erscheint.
L a II ck !» o r I 6 >> t .1 l. auch täi5pl>>ii»,i, od. Montevideoss. d.), nach derHauptst. d. N., ein Landstrich ösil. vom La Plata zwischen diesem Flusse und demFlusse Parana, bis an die Grenzen Brasiliens , hat, ohne die Indianer, 60 —80,000 Weiße. Die Hauptnahrung dieser halben Wilden ist Viehzucht. IhreHauptwaffe, auch auf der Jagd, ist eine lange Lchleuder von Ochsenleder. Siesind dadurch dem einzelnen Europäer sehr gefährlich. Leir d. Frieden v. 27. Aug.1828 ist die Banda von Brasilien und der Platarepublik unabhängig.
Bandello (Matteo), Novellenkichter, geb. gegen 1180 im Mailändi-schen, studirte zu Rom und Neapel und legte sich fast ausschließlich auf die schönenWissenschaften. Er war in seiner Jugend Dominicanermönch zu Castel nuovo .Mehre Jahre scheint er in Mailand gelebt zu haben, wo Pirro Gonzaga und Ca-milla Bentivoglio ihre Tochter von ihm unterrichten ließen, bis ihn, einen An-hänger Frankreichs, nach der Schlacht von Pavia , die Spanier vertrieben. Erging anfangs zu Lodovico Gonzaga , dann zu Cesare Fregoso, der aus venetiani-sthen in ftanzös. Dienste getreten war, lebte bei ihm in Piemont bis zum Abschluß