Burdale
Bürde,,
.58
vinz Caralomen, liegt, zierlich gebautem Gestalt eines halben Niondes am mit-telländischen Meere unter 2° 9' 57" O. L. und 41" 2U 44" JA Br. und warschon un Mittelalter ein Hauptplatz für den Handel in diesem Meere. Die Stadtist gut befestigt und hat auf der östl. «Leite eine starke Citadelle, welche 1715 er-baut ward und mit der am Meere liegenden Lchanze San-Carlos eine verborgeneVerbindung hat. An der Abendseite der Stadt liegt der Berg Montjouy, mit ieinem Fort, das den Hafen beschützt. Sie ist in die obere und untere Stakt einge-theilt, und enthalt, mit Inbegriff der anstoßenden Stadt Barcelonetka (regelmäßiggebaut seit 1752, mit 10,000 E., meist Schiffswerkleuten, Matrosen und Solda-ten), 360 Straßen, 10,260 H. und 140,000 E. Man zählt 30 Calicopressen,150 Baumwollenmanufacturen, viele Seidenwebereien; auch werden Leinwand,Spitzen, Franzen, Stickereien, Tressen, Bänder, Hüre, Strümpfe, Seife,Stahl - uird Kupferarbeiten, insbesondere treffliche Flinten, Pistolen und Seiten-gewehre für das spanische Heer, früher auch für Neapel und die amerikan. Colo-nien, in Menge verfertigt. Der Hafen ist geräumig, hat aber eine beschwerlicheEinfahrt und ist fürKriegsschiffe nicht kiefgenug; er wird durch einen großen Dammgeschirmt, an dessen Ende ein Leuchtthurm und ein Bollwerk befindlich sind. DieAusfuhr besteht außer den Manufacturanikeln in Wein und Branntwein; die Ein-fuhr in sranz. und ital. Fabrikwaaren, Getreide, Reis, Bauholz aus der Ostsee ,gelbem Wachs aus der Berberei, schwedischem Eisen, Stahl aus Sreicrmark,Hanf aus Riga und Petersburg, Leinen, Kupfer und Eisendraht aus Deutschland .Ein bedeutender Artikel ist Stockfisch , den die Engländer aus Newfountland ein-bringen. Der Gesammtbelrag des Ein- und Ausfuhrhandels, der an 1500 iSchiffe (darunter 120 eigne) beschäftigt, wird auf mehr als 10 Mill. Thaler ange- ^schlagen. Die Stadt enthält 82 Kirchen (9 Pfarrkirchen, 27 Mönchs- und 18 INonnenklöster), e. Universität, mehre öffeml. Bibliotheken, c. öffentl. Naturalien-sammlung, e. Freischule im Zeichnen, e. Ingenieur- und Anilleriefchule, e. Akad.der schönen Wissenschaften, e. Findelhaus, e. großes Hospital, welches 3000Kranke enthalten kann, e. großes Zeughaus, e. Kanonengießerei, e. Schiffswerftu. s. w. B. ist der Litz eines Bischofs, Suffragans des Erzbischofs von Tarra-gona, eines Generalcapitains und eines hohen Gerichtshofes. Das Inguisirions-gericht ist aufgehoben. Bis zum 12. Jahrh, stand Barcelona unter eignen Grafen ,ward aber durch die Vermählung Raimunds V. mit der Tochter Ramirus U.,Königs von Aragonien , mir diesem Reiche vereinigt. 1640 enrzog es sich mitganz Catalcnien der span. Herrschaft und unterwarf sich der franz. Regierung;doch 1652 kehrte es zum Gehorsam gegen Spanien zurück; 1697 ward es von denFranzosen erobert, im ryswicker Frieden aber an Spanien zurückgegeben. Imspan. Erbfolgekriege schlug sich Barcelona auf die Seite des Erzherzogs Karl, wardvon Philipps V. Truppen unter dem Herzog von Berwick 1714 belagert und nacheinem hartnäckigen Widerstände erobert. Um die Einwohner im Zaume zu halten,ward die starke Citadelle an der Ostseite der Stadt aufgeführt. Am 16. Febr. 1809ward Barcelona von franz. Truppen unter dem General Duhesme durch Überrum-pelung genommen und blieb im Besitz der Franzosen , bis 1814 sämmtl. Truppendieser Nation aus Catalonien zurückgezogen wurden, um Frankreich zu verthei-digen. 1821 ward es vom gelben Fieber verheert. 1827 fg. herrschte hier derGen.-Cap. Grafd'Espanna, nach Unterdrückung der Aß,ra,i-,(1os (s. Spanien )mit blutiger Strenge.
Bardale, von dem Stammwort Bar (Schall, Klang, Lied), welchesauch in „Barde" vorkommt, ist von Klopstock als altdeutscher Name der Lerchegebraucht worden.
Barden, Dichter und Rhapsoden der Celten (Galen, von den RömernGallier genannt), welche die Thaten der Helden zur Harfe sangen, das Heer zur .