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Erster Band. A bis Bl.
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Barnave

Banieveldt

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Italien, wo, .sie auf den ?Lkademien zu Mailand und Paria die Theologie lehrten, inFrankreich,„Östreich und Spanien Häuser, die sie Collegien nannten. In Frank-reich und Östreich ward dieser Orden zur Bekehrung der Protestanten gebraucht.Jetzt besteht er nur noch in Spanien und an einigen Orten Italiens . bl.

Barnave (Antoine Pierre Joseph Marie ), Abgeordneter zu den franz. Ge-neralständen, großer Redner, eifriger Anhänger und frühes Opfer der Revolution,war 1761 mGrenoble geboren, Sohn eines reichen Procurators, Protestant. Reli-gion, ward Advoeat und zeigte sich, als Abgeordneter des dritten Standes bei derVersammlung der Generalstände, als einen offenen Feind des Hofes. Die Nai.-Vers. wählte ihn zu ihreni Secretair, zum Mitglied des Ausschusses für die Eolo-nien, zum Mitglied des diplomatischen Ausschusses, und im Jan. 1791 zum Präsi-denten. Nach der Flucht des Königs war er fast der einzige, der ruhige Fassung be-hielt. Er vertheidigte Lafayette gegen die Beschuldigung des Mirwissens diesesSchrittes und ward nach der Festhaltung der königl. Familie, nebst Petion undLa-tour-Maubourg, derselben entgegengeschickt, um sie nach Paris zu begleiten. DerAnblick des erhabenen Mißgeschicks und der Entweihung der königl. Würde scheintihn erschüttert zu haben. Er behandelte die Gefangenen mit aller ihrem Rangeund Unglück gebührenden Ehrfurcht und machte einen trockenen Bericht, ohne alleAnmerkung. Von diesem Augenblick an ging eine sichtbare Veränderung in s.Grundsätzen vor. Er vertheidigte die Unverletzbarkeit der Person des Königs undschilderte die Unglückssälle, die der Republik drohten; er widersetzte sich der Ver-ordnung, welche scharfe Maßregeln gegen die widerspenstigen Priester befahl; erbrachte es, wiewol mit Mühe, dahin, daß das auf die Colonien Bezug habendestrenge Decret zurückgenommen wurde. »Lein Ansehen sank jetzt immer tiefer,und er ward von der Revolutionspartei ganz aufgegeben. Als nach dem 10. Aug.1792 die Correspondenz des Hofes in die Hände der siegenden Partei fiel, gab manvor, auch Beweise s. geheimen Verbindungen mit demselben gefunden zu haben,und er ward den 29. Nov. 1793 guillotinirt.

Darneveldt (Johann van Olden), Großpensionnair von Holland, einMann, der mit einem durchdringenden Geiste die einfachsten Sitten verband. Erwar 1519 geboren und zeigte früh einen glühenden Eifer für die Unabhängigkeit dervereinigten Provinzen, welche das spanische Joch abgeworfen hatten. Als General-anwalt der Provinz Holland bewährte er ebenso sehr seine Einsichten als seine Ge-schicklichkeit in Unterhandlungen. Dreißigjährige Dienste und Arbeiten hatten sei-nen Ruf befestigt. Er, der sein Vaterland vor dem Ehrgeize Leicester's geschützt hatte,durchschaute die geheimen Plane des Moritz von Nassau , den seine Mitbürger zurWürde eines Statthalters erhoben hatten, und faßte ein solches Mißtrauen gegendie Talente und 'Ansichten dieses Fürsten , daß er selbst das Haupt der republikani-schen Partei wurde, welche den Statthalter der gesetzgebenden Gewalt unterordnenwollte. Spanien eröffnete damals unter Vermittlung des Erzherzogs, Gouverneursder Niederlande , Friedensunterhandkungen. B. erschien dabei als Bevollmächtig-ter und bewährte in dieser schwierigen Angelegenheit sowol die Talente einesStaatsmannes als die Festigkeit eines Republikaners. Moritz von Nassau , der denKrieg seines persönlichen Vortheils wegen vorzog, wirkte dem Friedensgcschäft ent-gegen; B., der dies bemerkte, konnte nur durch die dringendsten Bitten derStaa-ten bewogen werden, seine Geschäftsführung fortzusetzen, und schloß endlich 1609mit Spanien einen 12jährigen Waffenstillstand, in welchem die UnabhängigkeitHollands anerkannt wurde. Lein Ansehen stieg jetzt noch höher und reizte dasHaus Nassau zu immer größerer Eifersucht. Schon waren die beiden Parteien inhohem Grade erbittert auf einander, als theologische Streitigkeiten diese Erbitte-rung noch vermehrten. Um einem Bürgerkriege vorzubeugen, schlug B. eine Kir-chenversammlung vor, welche eine allgemeine Duldung in Ansehung der streitigen