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Erster Band. A bis Bl.
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Barmen

Barnabiten

vertrauter machte; zugleich studirtc er die Gesetzgebung und Rechtswissenschaften.1785 unternahm er in Aufträgen einer Gesellschaft, die am Ohio Ländcreicn ver-kaufen wollte, eine Reise nach Europa , um Käufer dafür anzuwerben. Als Freundder franz. Revolution, ward er von der Tonstitutionsgesellschaft zu London zu ihremAbgeordneten ernannt, um dem Nationalconvent ihre Glückwünschungsschreibenzu überreichen. In Paris verschlang die Politik s. Zeit. Er schrieb eine Abhand-lung über die Mangel der ftanz. Constitution von 1791, welche sein Freund, Tho-mas Payne, dem Convent übergab. Als er selbst vor den Schranken mit s. Sen-dung erschien, ward er mit dem täuschendsten Beifall empfangen; im Febr. 1793erhielt er das franz. Bürgerrecht. Bei s. Rückkehr fand er bei Pitt, der ihn füreinen Geschäftsträger der englischen Jakobiner ansah, keine günstige Aufnahme.

B. verweilte nicht lange in England, denn er erhielt von Washington 1795 denAuftrag, die zu Tunis, Tripolis und Algier in Gefangenschaft lebenden Amerikanerauszulösen. B. unterhandelte so glücklich, daß ihm die Regierung s. Vaterlandesöffentlichen Dank zuerkannte. Nach s. Rückkunft in Paris gab er Briefe an s.Mitbürger heraus, worin er in einer kraftvollen Sprache gesunde Begriffe überRegierung und Gesetzgebung, aber auch manche unreife Idee von politischer undbürgerlicher Freiheit vortrug. Später kaufte er sich in der Nähe der BundesstadtWashington ein Landgut. Hier arbeitete er den Plan für eine große Universitätoder polytechnische Wchule aus und brachte damit s. Ideen über Nationalerziehungin Verbindung. Allein er fand nicht den zur Ausführung s. Vorschläge nöthigen IGenieingeist und war daher entschlossen, in ländlicher Ruhe eine Geschichte der >amerikanischen Revolution und ihrer Folgen auszuarbeiten, als er 1811 die Ge- isandtschastsstelle in Paris erhielt. In dieser Eigenschaft folgte er 1812 dem franz. iKaiser nach Rußland und starb zu Ende dess. I. in Lithauen während des Rück- jzugs der franz. Heere. — Weine „Columbiade" (1807 prachtvoll gedruckt zu Phi- !ladelphia) wird wegen ihres Reichthums an herrlichen Scenen und würdigenEmpfindungen, ungeachtet mancher Fehler, lange eine der schönsten Blüthen desamerikanischen Parnasses bleiben. Eigenthümlich ist die Art der Einkleidung; vonder Form andrer Epopöen abweichend, ist der ganze Inhalt als eine Vision darge-stellt, welche Coloinbo in seinem einsamen Kerker von Dalladolid hat.

Barmen, ein 2 Stunden langes Thal an der Wupper im preuß. Her-zogthume Kleve-Berg (im elberfelder Kreis des Regierungsbez. Düsseldorf ), wirdin Ober- und Unterbarmen eingetheilt, und begreift die Ortschaften Gemarke,Wupperfeld, Rittershausen , Hecklinghausen und Wichlinghausen. B. ist gegen-wärtig eine Stadt mit 1640 H. und 19,472 Einw., darunter 10,400 Luthey.,7000 Reform. , 1800 Kathol., und die übrigen Israeliten. Hier sind 15 Ele-mentarschulen, eine Gelehrtenschule und 2 Privaterziehungsinstitute. Eine Mi-neralquelle und Badeanstalt befinden sich in Unterbarmen . B. ist der Hauptsitzaller Bandmanufacturen auf dem Conlinente; dieser Zweig umfaßt alle leinene,wollene, baumwollene, seidene und halbseidene Bänder von jeder Qualität, eben-so alle Sorten Schnürriemen und Rundkordcl; bedeutend sind die Manusacmrenvon gewebten Spitzen, Nähzwirn, Siamoisen ic. Diese Fabricate werden in alleWelttheile versandt. Zahlreiche Bleichereien und Färbereien befinden sich in die-sem überaus reizenden Wupperthale, das in Rücksicht s. Gewerbfleißes in Deutsch -land nicht seines Gleichen hat. Das Panorama von B, zeigt sich am schönstenauf Dieckmann's Felde und in Wippermann's Garien,

Bar mherzigeB rüder undSchwestern,s. Brüderschaften.

Barnabiten heißen die 1536 zu Mailand entstandenen, wie Welkgeist-liche schwarzgekleideten, regulieren Chorherren des heil. Paulus nack der ihnen da-mals eingeräumten Kirche des heil. BarnabaS daselbst. Sie widmeten sich derMission, dem Predigen, der Seelsorge und dem Iugendunrerrichte, und hatten in