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Beirröre
Burri
aber dach ein Decret: „()uo ckorenavont ein iieiitencli» plus ü I,i li.me <le I»V^onveo tio» gue 1.1 1:1150» eil prose". — Don > 1.11 korlmit li.irrister. die ersteStufe der engl. Sachwalter in den Gerichten, wo engl. gemeines Recht gilt. Dazu iwerden lange Prüfungsjahre erfodert, welche jetzt auf 5 Z. herabgesetzt sind. EinZeder muß binnen dieser Zeit in den ZuryS 12 große und 24 kleine Probeproceffeals Sachwalter durchführen, und wenn er alsBarrister angenommen ist, noch 3Zahre lang bei den Gerichten bloß zuhören (Vscution-Iignisteis), wenn er nichtaus besonderer Gunst zum Plaidiren aufgerufen wird. Nach 16 Dienstjahren alsBarrister kann er die höhere Stufe eines 8eije.mt :it I»iv (servieus ,icl legern)erlangen, tvelche ihn im Range den Obergerichksräthen gleichstellt und verschiedeneandre Vortheile (z. B. größere Sporteln) gewährt. Diese lange Vorbereitung zum'Advocatenstande ist eine der wirksamsten Ursachen des ungemein großen Ansehens,welches dieser Stand in England genießt, und eine der vorrheilhaftesten Seiten derengl. Rechtsverfassung überhaupt. 37.
Barrcre (Bertrand, de Vieuzac), geb. zu Tarbes den 1i). Sept. 1755,aus einer angesehenen Familie, erregte als Parlamentsadvocat zu Toulouse durchseinen geschmackvollen und leichten Vortrug Aufmerksamkeit. 1789 kam er als Ab-geordneter zu der Gencralständeversammlung, wo er seine republikanischen Grund«sitze laut äußerte. Dann ward er Mitglied des ConventS und am 29. Nov. 1792dessen Präsident. Am 11. Dec. ward Ludwig XVI. unter B.'S Vorsitz zum erstenMal verhört. Er stimmte für dessen Tod. Hierauf ward er eins der thätigstenMitglieder des Wohlfahrtsausschusses (s. d.). Um B. ganz kennen zulernen, müßte man alle Dcchandlungen des Convems vorn 21. Sept. 1792, woderselbe eröffnet ward, bis zum 27. Zuli 1794 (9. Thernüdor) aufführen. Es sindwenige Sitzungen vergangen, in denen er nicht die Rednerbuhne behauptet hätte.Weil er über alle Maßregeln des Schreckens in schönen Phrasen sprach, nannteman ihn I'.Viiuoreo» elv >2 guillotliie! Noch den Tag vor Robespierre's Sturzhielt ihm B. eine Lobrede; als er aber sah, daß der Tonvent sich gegen ihn erklärte,verließ er ihn, nahm Theil an dem 9. Thernüdor und erhielt sich dadurch noch eini-gen Einfluß. Zm März 1795 ward er zur Deportation verurtheilt; er entzog sichderselben aber durch die Flucht. Nach der Revolution vom 18. Brumaire hob derersteConsul seine Verbannung auf. Später ließ er ein Journal: „»euioii.ilmili-ImiMiinigue", erscheinen. Seitdem zeigte er sich bei allen Gelegenheiten als eineneifrigen Vertheidiger der Regierung Napoleons , ohne jedoch unter derselben einebedeutende Rolle zuspielen. 1815 traf auch ihn die Nemesis: er ward gleich allenKcgicieles, die unter Napoleon bei seiner zweiten Usurpation Dienste genommenhatten, verbannt.
Barri (Marie Zeanne Gomart de Vaubernier, Gräfin du), die berüch-tigte Geliebte Ludwigs X V., Königs von Frankreich , Tochter eines Eommis beimSteuerpachtwesen zu Daucouleurs, Namens Gomart de Vaubernier, wurde 1744geb., kam nach dem Tode ihres Vaters zu einer Modchändlerin, dann zu der be-rüchtigten Gourdan, wo man sie nur als Mlle. L'Ange kannte, und ward des Gra-fen du Barri Maitreffe, der auf ihre Reize höhere Plane baute. Er leitete es dahinein, daß sie dem Könige bekannt wurde („rlont les seiiretsieutlil>ires p:u I.i üe-Ii.iuolie", sagt ein Schriftsteller, der dann fortführt: „l.e vieux monaiijue, seeou-tunie ü rvueoiitiei le respect jusgue ll.ms les bi.is üeses moiliesses, reliouva<le» jouisssiices et cle5 elesirs pies cl une keninie cl'une espeee iiouvelle pourlui. II I -liniii lle toule r:i Isililesse, et I'empire el'uiio 1 ile proslituee 51» lesvuver.iin le plus nmjestueux et ie plus inipos.iul lüt soiicle p .11 I,i lubiici!:?')-Bald trat sie an die Stelle der Marquise v. Pompadour. Es schien dem Könige nöthig,sie zu verbciralhen; dies Glück ward dem Grafen du Barri, einem Bruder des Vo-rigen, zu Theil, und nunmehr ward die Gräfin du Barri öffentlich am Hofe eilige-.