neralagentcn dieser Länder. Er verwaltete diese Stelle mit Einsicht und Redlichkeit.1530 schenkte ihm der König die Provinz Maranhon in Brasilien , um dort eineNiederlassung zu gründen. B. verlor aber dabei einen großen Theil seines Vermö-gens und gab die Provinz dem Könige zurück, der ihn auf andre Weise dafür ent-schädigte. In einem Alter vonI2 I. zog er sich auf sein Landgut Alitem zurück,>vo er 3 Jahre nachher starb. Lein Werk: „lftV/ft, portngue/-,", über die Portu-giesen in Indien , besteht aus 40 Büchern und wird in diesem Fache immer classischbleiben. Solrau mLuneburg lieferte daraus einen AuSzug für deutsche Leser. Außer-dem hat er einen moral.Dialog, „lU>n,,iei,,>cunm", geschrieben, worin er zeigt, wieverderblich es ist, seine Grundsätze zu verlassen, um sich nach den Umständen zu fügen;allein dieses Werk wurdevonderInguisition verboten. Noch gibt es von ihm einenDia-log üb. falsche Scham und eine portug. Grammatik, die erste, die herausgekommen ist.
Barry (James), Maler und Schriftsteller über die Kunst, geb. zu Cork mIrland 1741, gest. 1806. SeinVarer triebKüstenhandel zwischen England undIrland , und hatte auch ihn zum Seemann bestimmt, aber sein unwiderstehlicherHang zum Zeichnen und Malen gewann die Oberhand. Durch eins seiner ersten Öl-gemälde, welches den Schutzpatron von Irland , den heiligen Patrik, darstellte,erwarb er sich die Unterstützung des berühmten Burke, der ihn in seinem 23. I. mitnach London nahm und ihn dem sogenannten Alhener-Lteward empfahl, bei dem eralre Ölgemälde copirre. Dann gaben ihm die Gebrüder Burke die nöthige Unter-stützung, um nach Paris und Rom zu gehen, von wo er Ausfiuge nach Florenz, Bo-logna und Neapel machte. Drei Jahre hielt er sich in Italien aus, bildete seinen Ge-schmack durch das Studium der großen Meisterwerke, lernte sie trefflich beurtheilenund schrieb gründliche Kritiken über sie. Unter seinen Erzeugnissen werden Adam undEva, Venus, Jupiter und Juno aufdem Ida, und besonders der Tod des GeneralsWolf am meisten gerühmt. Nach seiner Rückkehr ward er zum Mitglied der königl.Akademie und zum Professor der Malerkunst ernannt. Er arbeitete 7I. lang anden Gemälden, die den großen Saal der Gesellschaft zur Aufmunterung der Künsteverzieren. 'Auch gab er ein berühmtes Werk: „Untersuchung über die Ursachen,welche die Fortschritte der Künste in England hindern" (1773) heraus. Er suchtdiese Ursachen in der protestantischen Religion, in dem unruhigen bürgerlichen Sinnder Engländer und in ihrer Vorliebe für das Nützliche in Gewerben und Künsten.So sehr man seine Kritik des Schönen und seine Theorie der Künste bewundert, sosehr hat man die Unrichtigkeit seiner Zeichnung und die Ungeselligkeit seinerSittengeradelt.
Bart, die Haare an Kinn, Wange und Oberlippe, welche eine Auszeich-nung des männlichen Geschlechtes sind. Lie unterscheiden sich von den gewöhnlichenHaaren nur durch größere Härte und ihre Form. Der Bart sprießt mit dem Ein-tritt der Mannbarkeit; früher ist das Gesicht mit einem dünnen Flaum bedeckt,welcher der Keim desBarres zu fein scheint. Den Zusammenhang dcsBanes mitder Mannbarkeit beweist unter Anderm auch der Umstand, daß er sich bei den Ver-schnittenen gar nicht entwickelt; doch hat die Verschneidung im männlichen After denVerlust des vorhandenen Bartes nicht zur Folge. — Die Deutschen sahen nach Cü-sar's Bericht, und vielleicht mit Recht, die Verspätung des Bartes als günsig fürdie Entwickelung der Kräfte an. Indeß gibt es Fälle, wo die Verzögerung desBartes ein Zeichen vonSchwäche ist; diese Bemerkung macht man an Mmnernvon zartem Bau, deren weißeFarbe wenig Lebenskraft verräth. Bei den Anerika-nern, die von Natur weichlich und feigherzig sind, besteht der Bart aus weng ein-zelnen Haaren, die sie als überflüssig ausraufen. Es ist nicht unwichtig, mf dieVerschiedenheit in der Farbe, Dichtigkeit, Anzahl und Länge der Barrhcare zumerken, weil diese Eigenschaften mit der Natur der Individuen, demKlum, dassie bewohnen, ihrem Älter, ihrem Körperzustand und ihrer Nahrung in Bezehung