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in Paris an. Indessen traf auch ihn das Schicksal des 18. Fructidors; er wardam 1. Sepr. (1791) verhaftet und mit Pichegru und Andern nach Cayenne ge-führt. Nach kurzer Zeit wußte er jedoch mit 6 Andern und seinem treuen Kammer-diener, Le Testier, der selbst die Verbannung mit seinem Herrn getheilt hatte, zuentfliehen, worauf er nach England kam und nach der Revolution vom 18. Bru-maire (9. Nov. 1199) Einer der Ersten war, welche wieder zurückgerufen wurden.Bald nachher ward er Senator und Reichögraf. Während Napoleons Regierunghakte er nie bedeutenden Einfluß. In den Tagen der Abdankung bekam er einigeWichtigkeit als Präsident des Senats. Er ward in der Folge zum Pair ernanntund zum Großofficier der Ehrenlegion. Graf B. verbindet mit ungewöhnlichenTalenten eine seltene Rechtschaffenheit. Ohne Ehrgeiz suchte er immer dem Vater-lande zu dienen und erwarb sich die Hochachtung aller Parteien. Als Pair hat ersich auf die Seite der Ultras geneigt. Darum trug er im Febr. 1819 auf die Ab-änderung des Wahlgesetzes von 1811 an,
Barthez (Paul Joseph), einer der gelehrtesten Ärzte Frankreichs im 18.Jahrh., geb. am II.Dec. 1134 in Montpellier , wurde als ein frühreifes Kindbewundert. Nach Vollendung seiner Studien kam er 1154 nach Paris , wo sichihm durch eine glückliche Cur beim Grafen von Porigyrd eine glänzende Laufbahneröffnete, und wo er sich an Barthclemy, CayluS, Hanaut, Mairan und d'Alem-bert näher anschloß. Zwei Memoires, welche er der Rossten»!« lies i„5eri,>t><»>«et lies belle« lellre« überreichte, erhielten die ersten Preise. Er nahm an dem„ckouriiol üer«avans"und an der „Encyklopädie"Theil. Nach Montpellier zurück-berufen, gründete er daselbst eine Schule für die Medicin, die in ganz Europa mitAchtung genannt wurde. Hier gab er auch seine „^«uveaux ei,:,»«»» >!<- I»reience elv I'Iiomme" (Montpell. 1118, 2. verm. Allst., Paris 1806, 2 Bde.)heraus, die in die meisten europäischen Sprachen übersetzt worden sind. Sein Ehr-geiz fand aber in Montpellier nicht Nahrung genug, und er kehrte 1181 nach Paris zurück, wo ihn der König zumälückccin cni>«ull:,nt, und der Herzog vonOrleanszu seinem ersten Leibarzte ernannte. Er war Mitglied fast aller gelehrten Gesell-schaften. Nicht minder wurden von ihm aus allen Theilen der civikisirten Weltüber wichtige Fälle Consullationen begehrt. Die Revolution raubte ihm den größ-ten Theil seines Vermögens und seine Stellen, Napoleon , der sich auf die Heraus-hebung des Verdienstes verstand, zog ihn wieder hervor und überhäufte ihn in sei-nem spätern Alter mit Ehre und Würden. Er starb am 15, Oct, 1806. SeinName wird in und außer Frankreich mit derselben Achtung erhalten werden, diemit dem Name» eines Boerhaave, -Lrandifort, Hoffmann, Sydenham, Cultenund Brown verbunden ist. Von seinen zahlreichen Schriften nennen wir noch sei-ne „diouvelle rnecauigue cle« inouvemcus cle I'bainme et clor animaux". B,war auch Dr. der Rechte und Rath bei der (lonr ül-, niste-i.
Bartholomüer, eine Verbindung von Weltgeistlichen in Baiern , ge-stiftet von KartholomäuS Holzhäuser, einem Priester zu Ingolstadt , ItzlO. Siebeschäftigen sich mit der Erziehung junger Leute und haben Kostgänger. Kinderund Jünglinge, die kein Vermögen haben, erziehen sie unentgeltlich, lassen siestudiren und prvmoviren, wofür ihnen diese nichts schuldig sind als die Pflicht,wenn sie in gute Umstände kommen, gegen ihre Wohlthäter Dankbarkeit zu bewei-sen. Ihre Tracht besteht in einem langen Rocke und einer Binde um den Leib.
Bartholomüus (Sohn des Tolmai), der Apostel, ist mit dein Natha-naek, dessen das Evangelium Iohannis als eines redlichen Isiveliten und schnellüberzeugten Jüngers Jesu gedenkt, wahrscheinlich eine und dieselbe Person. DieAbleitung seines Namens und Geschlechts von der königl. Familie der Ptolemäer istfabelhaft. Er soll das Christenthum in dem südlichen Arabien gelehrt und dahinauch Las Evangelium Matrhüi in hebräischer Sprache gebracht haben, wie Eufebius